Wasserhaushalt – stärken für die Zukunft

von | 28. Oktober 2025 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Ans­bach — Beim dies­jäh­ri­gen fünf­ten Was­ser­fo­rum begrüß­te Chris­ti­an Gor­lo, Bereichs­lei­ter Umwelt, Gesund­heit und Ver­brau­cher­schutz an der Regie­rung von Mit­tel­fran­ken Abge­ord­ne­te sowie Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter der mit­tel­frän­ki­schen Was­ser­wirt­schaft, der Was­ser­ver­sor­gung und Abwas­ser­ent­sor­gung, der Kom­mu­nen, Ver­bän­de und Behör­den sowie inter­es­sier­te Bür­ge­rin­nen und Bür­ger.  Er beton­te: „Es ist wich­tig, nicht nur über Zukunfts­stra­te­gien zur Stär­kung des Was­ser­haus­halts für die Zukunft zu reden, son­dern die­se auch umzu­set­zen.“ In die­sem Zusam­men­hang wies er dar­auf hin, dass zur Siche­rung der öffent­li­chen Was­ser­ver­sor­gung in Bay­ern bereits seit Mit­te des letz­ten Jahr­hun­derts Stra­te­gien ent­wi­ckelt und umge­setzt wur­den, um die Ver­sor­gung mit Trink­was­ser sicher­zu­stel­len. Die­se wer­den auch zukünf­tig an die neu­en Her­aus­for­de­run­gen durch Kli­ma­wan­del und stei­gen­den Bedürf­nis­se der Ver­brau­cher ange­passt.

Auf die Ursa­chen der fest­stell­ba­ren Häu­fung von Hoch­was­ser und Sturz­flu­ten, wel­che meist dem Kli­ma­wan­del zuge­schrie­be­nen wer­den, ging Prof. Dr. agr. habil. Karl Auers­wald von der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Mün­chen in sei­nem Vor­trag „Stadt, Land … alles im Fluss“ ein. Der Vor­trag mach­te deut­lich, dass die Ursa­chen die­ser Phä­no­me­ne in gro­ßem Maße in der flä­chen­haf­ten Boden­ver­dich­tung und der Flä­chen­ver­sie­ge­lung durch Stra­ßen- und Sied­lungs­bau lie­gen

Wie die Stadt Nürn­berg den häu­fi­gen Über­flu­tungs­er­eig­nis­sen und den stei­gen­den Tem­pe­ra­tu­ren in einer Groß­stadt ent­ge­gen­wirkt, berich­te­ten anschau­lich Ste­fan Schus­ter und Mar­cus Schmitz vom Umwelt­amt der Stadt Nürn­berg. Dabei wur­den erfolg­rei­che Bei­spie­le vor­ge­stellt, die Anre­gun­gen und Impul­se für ande­re Kom­mu­nen bie­ten.

Micha­el Bel­au vom Baye­ri­schen Lan­des­amt für Umwelt refe­rier­te über die bis­he­ri­gen und zukünf­tig not­wen­di­gen Schrit­te für eine zukunfts­si­che­re Trink­was­ser­ver­sor­gung in Nord­bay­ern. Anhand des Pro­jekts „Sicher­heit über­re­gio­na­ler Sys­te­me in der Was­ser­ver­sor­gung“ kurz SÜS­Was­ser, zeig­te er Per­spek­ti­ven auf, um die Trink­was­ser­ver­sor­gung auch unter den zu erwar­ten­den Ver­än­de­run­gen im Was­ser­haus­halt lang­fris­tig zu sichern.

Die Nut­zung der ört­li­chen Grund­was­ser­vor­kom­men ist wei­ter­hin erfor­der­lich. Wie in die­sem Zusam­men­hang die zukünf­ti­ge Bewirt­schaf­tung des über­deck­ten Sand­stein­keu­pers im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen erfol­gen soll, infor­mier­te Felix Pro­sie­gel vom Was­ser­wirt­schafts­amt Ans­bach.

Bild­un­ter­schrift: (v. l. n. r.) Felix Pro­sie­gel, Ste­fan Schus­ter, Mar­cus Schmitz, Prof. Dr. agr. habil. Karl Auers­wald, Chris­ti­an Gor­lo, Micha­el Bel­au. Foto: Sarah Hart­na­gel / Regie­rung von Mit­tel­fran­ken