Weißenburg (red). Anfang Juni öffnete die Kläranlage in Weißenburg auf Einladung des Evang. Bildungswerks Jura-Altmühltal-Hahnenkamm ihre Türen für Besucherinnen und Besucher, um einen Einblick in die wichtige Arbeit der Abwasserbehandlung zu gewähren.
Während der Führung erhielten die Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in die verschiedenen Schritte der Abwasserreinigung, beginnend mit der mechanischen Vorreinigung, gefolgt von der biologischen und chemischen Behandlungsstufe. Besonders interessant ist auf der Kläranlage Weißenburg das Bayerische Pilotprojekt zur weitergehenden Abwasserbehandlung. Seit dem Jahr 2017 fließt das gereinigte Abwasser der Kläranlage Weißenburg zusätzlich der sogenannten vierten Reinigungsstufe zu, in welcher Spurenstoffe wie Medikamentenrückstände und Haushaltschemikalien eliminiert werden. Das Pilotprojekt des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz wurde wissenschaftlich und ingenieurtechnisch begleitet und liefert umfangreiche Erkenntnisse für die Umsetzung weiterer Anlagen zur Spurenstoffentfernung in Bayern. Somit konnten sich die Anwesenden über die Bedeutung der Kläranlage für den Schutz der Gewässer informieren und erfuhren, wie das gereinigte Abwasser der Stadt Weißenburg in die Schwäbische Rezat zurückgeführt wird.
Die Veranstaltung wurde von großem Interesse begleitet und zeigte, wie wichtig eine moderne und effiziente Abwasserbehandlung für die nachhaltige Entwicklung der Region ist. Zum Abschluss wurden die Besucherinnen und Besucher mit einem tollen Rundblick von der
Spitze des Schlammbehälters belohnt.
Das EBW JAH bedankt sich herzlich bei Betriebsleiter Tobias Frühauf für die informative und kurzweilige Führung.
Foto: EBW JAH/ Ingrid Gottwald-Weber


