Weitblick in Weidenbach

von | 22. April 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Wei­den­bach (red). Wenn die Mit­ar­bei­ter von APROVIS den Blick vom Schreib­tisch heben und aus den Fens­tern schau­en, schwei­fen die Augen über die Wei­ten des Alt­mühl­grunds. Weit­blick beweist die Fir­ma aus Wei­den­bach seit nun­mehr 25 Jah­ren, hat sich im Bereich Ener­gie­tech­nik inter­na­tio­nal einen Namen gemacht und erschließt sich mit Inno­va­tio­nen stets neue Geschäfts­fel­der. Weil die auf bald 300 Köp­fe ange­wach­se­ne Beleg­schaft auch gut unter­ge­bracht wer­den will, kom­men Erwei­te­rungs­ge­dan­ken am Stand­ort Wei­den­bach fast eben­so regel­mä­ßig wie die Zug­vö­gel ins Alt­mühl­tal. Land­rat Dr. Jür­gen Lud­wig erkun­dig­te sich bei sei­nem Fir­men­be­such unter ande­rem nach den Inno­va­ti­ons­trei­bern und der Mit­ar­bei­ter­ge­win­nung.

„Unser Haupt­sitz ist in Fran­ken, aber wir sind auf der Welt zuhau­se“, bekann­te Geschäfts­füh­rer Hen­ning Adelt bei der Fir­men­vor­stel­lung. Neben der Zen­tra­le in Wei­den­bach, in der pro­jek­tiert und ver­trie­ben, aber nicht pro­du­ziert wird, unter­hält APROVIS unter ande­rem Nie­der­las­sun­gen in Ita­li­en und Indo­ne­si­en, um näher an den Kun­den sein zu kön­nen, die sich auf über 100 Län­der ver­tei­len. Her­ge­stellt wer­den die Anla­gen von Part­ner­be­trie­ben.

Ange­fan­gen hat alles in einer Ein­lie­ger­woh­nung, in der Fir­men­grün­der Dr. Stef­fen Hauff Wär­me­tau­scher für Block­heiz­kraft­wer­ke (BHKW) ent­wi­ckelt hat. Die­se sor­gen dafür, dass neben dem Strom auch die ent­ste­hen­de Abgas­wär­me genutzt wer­den kann. Sei­ne Visi­on dabei: Sinn­vol­les tun, um nach­fol­gen­den Gene­ra­tio­nen eine lebens­wer­te Umwelt zu sichern.

Heu­te fin­det man bei APROVIS Lösun­gen für Gas­rei­ni­gung, Emis­si­ons­min­de­rung bis hin zur Wär­me­rück­ge­win­nung. „Effi­zi­enz ist unser Antrieb“, fasst es Geschäfts­füh­rer Hen­ning Adelt zusam­men. Auch die Pro­dukt­pa­let­te wuchs ste­tig wei­ter. Heu­te ent­wi­ckeln die Wei­den­ba­cher zum Bei­spiel auch Kata­ly­sa­to­ren, Schall­dämp­fer und von der Ent­wäs­se­rung bis zur Ver­dich­tung alles, was man im Umgang mit Gasen braucht. „Unser Ziel ist es, eine Kom­plett­lö­sung für den Kun­den anzu­bie­ten und das mit einem 360°-Servicepaket – vom Ange­bot bis zur Inbe­trieb­nah­me und dar­über hin­aus“, so Hen­ning Adelt. Ein rela­tiv neu­er Geschäfts­be­reich sind Rechen­zen­tren, die eine dezen­tra­le, aus­fall­si­che­re und auf meh­re­ren Quel­len basie­ren­de Ener­gie­ver­sor­gung benö­ti­gen. Hier pro­fi­tiert APROVIS vom wach­sen­den Markt mit Cloud-Anwen­dun­gen und der künst­li­chen Intel­li­genz (KI).

Gleich­zei­tig ist das Unter­neh­men selbst auch dabei aus­zu­lo­ten, wo KI-Anwen­dun­gen in den eige­nen Pro­zes­sen ein­ge­setzt wer­den kön­nen, wie Geschäfts­füh­rer Dr. Mar­kus Heusch betont. In Fra­ge kämen zum Bei­spiel Qua­li­täts­kon­trol­len in der Fer­ti­gung eben­so wie eine ers­te Inhalts­kon­trol­le bei Ver­trä­gen.

Beim Rund­gang mit dem Land­rat zeig­te sich, wie viel Wert das Unter­neh­men auf moder­ne, attrak­ti­ve Arbeits­plät­ze legt. Die Büros sind offen, freund­lich und tech­nisch top aus­ge­stat­tet – nicht zuletzt, um den Aus­tausch zu för­dern. „Wir möch­ten es unse­ren Mit­ar­bei­ten­den leicht machen, ins Büro zu kom­men – und ihnen gleich­zei­tig die nöti­ge Fle­xi­bi­li­tät bie­ten“, so Dr. Mar­kus Heusch. „Wir sind ein 40-Stun­den-Unter­neh­men – mit kla­ren Rah­men­be­din­gun­gen, viel Eigen­ver­ant­wor­tung und einem star­ken Mit­ein­an­der.“

„APROVIS ist ein Vor­zei­ge­un­ter­neh­men mit Inno­va­ti­ons­kraft aus dem Land­kreis Ans­bach. Die Fir­ma meis­tert den Wan­del in einer dyna­mi­schen Bran­che“, lau­te­te das Resü­mee des Land­rats nach dem Besuch, an dem auch Tho­mas Mer­kel und Ekke­hard Schwarz von der Wirt­schafts­för­de­rung teil­nah­men. Lobend äußer­te sich auch Wei­den­bachs Bür­ger­meis­ter Wil­li Albrecht. APROVIS sei eine „enga­gier­te Fir­ma“, das Mit­ein­an­der in der Gemein­de sei aus­ge­zeich­net. Die The­men „Woh­nen für jun­ge Fami­li­en“ und „öffent­li­cher Nah­ver­kehr“ sei­en Dau­er­bren­ner, war man sich einig.

Bild­un­ter­schrift: Beim Fir­men­be­such darf das Land­kreis­wap­pen als Geschenk nicht feh­len: Land­rat Dr. Jür­gen Lud­wig (Zwei­ter von rechts) über­reich­te es an die APRO­VIS-Geschäfts­füh­rer Dr. Mar­kus Heusch (Zwei­ter von links) und Hen­ning Adelt (rechts). Mit dabei war auch der Wei­den­ba­cher Bür­ger­meis­ter Wil­li Albrecht. Foto: Land­rats­amt Ansbach/Fabian Hähn­lein