Wirksamer Schutz gegen Starkregen

von | 17. Juni 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Pleinfeld, Treuchtlingen, Weißenburg

Wie Rück­stau­klap­pen Schä­den an Haus und Ein­rich­tung ver­hin­dern

(red). Extre­me Wet­ter­la­gen wie Stark­re­gen sor­gen regel­mä­ßig für enor­me Schä­den durch Über­schwem­mun­gen sowie Hoch­was­ser und kön­nen Haus­ei­gen­tü­mer im schlimms­ten Fall an den Rand ihrer Exis­tenz brin­gen. Daher gilt es, Gebäu­de und Inven­tar vor ein­drin­gen­den Was­ser­mas­sen zu schüt­zen. Ele­men­tar wich­tig sind dafür soge­nann­te Rück­stau­si­che­run­gen. War­um Stark­re­gen so gefähr­lich ist, wor­auf es bei Rück­stau­klap­pen ankommt und wel­che Ver­si­che­rung nicht feh­len darf, weiß Jan­na Poll, Ver­si­che­rungs­exper­tin von ERGO.

Schwe­re Schä­den durch zu viel Regen
Extrem­wet­ter­er­eig­nis­se mit zu viel Regen tre­ten in Deutsch­land immer häu­fi­ger auf. „Die Sturm­tiefs Kay und Lam­bert haben über­all im Land Schä­den in Mil­li­ar­den­hö­he ver­ur­sacht – und das nicht nur in Risi­ko­ge­bie­ten“, so Jan­na Poll, Ver­si­che­rungs­exper­tin von ERGO. Regen­was­ser kann nicht nur durch undich­te Türen oder Fens­ter ein­drin­gen. Eine wei­te­re Gefah­ren­quel­le sind die Ablei­tungs­roh­re. Beson­ders Stark­re­gen kann schnell zu einer Über­las­tung der Kana­li­sa­ti­on füh­ren und die Was­ser­mas­sen durch die Abfluss­roh­re zurück ins Gebäu­de drü­cken, etwa über die Sani­tär­an­la­gen oder das Spül­be­cken“, erläu­tert Poll. „Beson­ders gefähr­det sind Wohn­räu­me, die unter dem Stra­ßen­ni­veau, der soge­nann­ten Rück­stau­ebe­ne lie­gen.“ In das Gebäu­de ein­drin­gen­de Was­ser­mas­sen kön­nen für schwe­re Schä­den an der Bau­sub­stanz sowie an Möbeln, Haus­halts­ge­rä­ten und ande­ren Ein­rich­tungs­ge­gen­stän­den sor­gen. Für Haus­ei­gen­tü­mer bedeu­tet das, in ent­spre­chen­de Schutz­maß­nah­men zu inves­tie­ren.

Klei­ne Gerä­te, gro­ßer Nut­zen
Eine ein­fa­che Metho­de, um zu ver­hin­dern, dass Abwas­ser ins Gebäu­de dringt, sind Rück­stau­klap­pen. Die­se mecha­ni­schen Vor­rich­tun­gen wer­den in Abwas­ser­lei­tun­gen instal­liert, um zu ver­hin­dern, dass Was­ser aus dem Kanal zurück ins Gebäu­de fließt. Lie­gen Räu­me unter­halb der Rück­stau­ebe­ne, ist eine Hebe­an­la­ge rat­sam. Die­se akti­ve Rück­stau­si­che­rung pumpt Abwas­ser aus tie­fer gele­ge­nen Berei­chen nach oben und sorgt dafür, dass es ord­nungs­ge­mäß abge­lei­tet wird, so die Ver­si­che­rungs­exper­tin. Eine Rück­stau­si­che­rung gehört vor­sorg­lich in jedes Gebäu­de. Poll rät, für die Instal­la­ti­on sowie die jähr­li­che Prü­fung und War­tung einen Sani­tär­fach­be­trieb zu beauf­tra­gen, um sicher­zu­stel­len, dass im Ernst­fall alles rei­bungs­los funk­tio­niert. „Denn zum Bei­spiel Feucht­tü­cher oder Essens­res­te, die über die Sani­tär­an­la­gen ent­sorgt wer­den, kön­nen Rück­stau­klap­pen blo­ckie­ren“, ergänzt die ERGO Exper­tin. Übri­gens: In man­chen Regio­nen ord­nen die Lan­des­bau­ord­nun­gen und regio­na­le Rege­lun­gen eine Rück­stau­si­che­rung für Neu­bau­ten an.

Sicher, aber auch ver­si­chert?
Der nächs­te Stark­re­gen kommt bestimmt, nur wo er nie­der­geht, lässt sich nicht vor­her­sa­gen. Die Fol­gen sol­cher Wet­ter­ex­tre­me kön­nen schnell teu­er wer­den, wenn das Gebäu­de etwa so sehr beschä­digt wird, dass umfang­rei­che Sanie­rungs­maß­nah­men not­wen­dig sind. „Am bes­ten geschützt sind Haus­ei­gen­tü­mer mit einer Rück­stau­si­che­rung in Kom­bi­na­ti­on mit einer Wohn­ge­bäu­de- und einer Haus­rat­ver­si­che­rung. Sie leis­ten finan­zi­el­len Schutz bei Schä­den durch Extrem­wet­ter­er­eig­nis­se, wenn soge­nann­te wei­te­re Natur­ge­fah­ren mit­ein­ge­schlos­sen sind“, erklärt Poll. Um im Ernst­fall abge­si­chert zu sein, rät die ERGO Exper­tin Eigen­tü­mern, ihren Ver­si­che­rungs­schutz zu prü­fen sowie dar­auf zu ach­ten, dass Rückstau­schä­den expli­zit abge­deckt sind und die Ver­si­che­rungs­sum­me aus­rei­chend ist. „Man­che Ver­si­che­rer beloh­nen sogar den Ein­bau einer Rück­stau­si­che­rung.“

Über ERGO Group AG
ERGO ist eine der gro­ßen Ver­si­che­rungs­grup­pen in Deutsch­land und Euro­pa. Welt­weit ist die Grup­pe in über 20 Län­dern ver­tre­ten und kon­zen­triert sich auf die Regio­nen Euro­pa und Asi­en. ERGO bie­tet ihren Pri­vat- und Fir­men­kun­den ein brei­tes Pro­dukt­port­fo­lio in allen wesent­li­chen Ver­si­che­rungs­spar­ten sowie voll­um­fäng­li­che Assis­tance- und Ser­vice­leis­tun­gen. Unter dem Dach der ERGO Group AG steu­ern mit der ERGO Deutsch­land AG, ERGO Inter­na­tio­nal AG und ERGO Tech­no­lo­gy & Ser­vices Manage­ment AG drei Ein­hei­ten die Geschäf­te und Akti­vi­tä­ten der ERGO Group. In die­sen sind jeweils das deut­sche und inter­na­tio­na­le Geschäft sowie die glo­ba­le Steue­rung von IT und Tech­no­lo­gie-Dienst­leis­tun­gen gebün­delt. Rund 37 000 Men­schen arbei­ten als ange­stell­te Mit­ar­bei­ter oder selbst­stän­di­ge Ver­mitt­ler für die Grup­pe. Im Geschäfts­jahr 2024 erziel­te ERGO einen Ver­si­che­rungs­um­satz von 20,8 Mil­li­ar­den Euro und ein Ergeb­nis von 791 Mil­lio­nen Euro. ERGO gehört zu Munich Re, einem der welt­weit füh­ren­den Rück­ver­si­che­rer und Risi­ko­trä­ger. Mehr unter www.ergo.com.