IHK-Gremium Weißenburg-Gunzenhausen
Weißenburg — Die regionale Wirtschaft mahnt eindringlich eine höhere Verlässlichkeit politischer Entscheidungen an. „Besonders in Bereichen, die eine langfristige Vorbereitung und umfangreiche Vorlaufzeiten benötigen – etwa Infrastrukturmaßnahmen im Straßenbau, wie konkret derzeit im Projekt „Hörnlein-Kreuzung in Weißenburg“ –, sind kurzfristige Richtungswechsel Gift für die Wirtschaftsfaktoren und führen zu Belastungen und Negativeffekten in der Standortentwicklung“ bringt es Unternehmer Andreas Gebhardt auf den Punkt.
IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des lokalen IHK-Gremiums Dr. Simon Amesöder ergänzt, dass „Unternehmen nur dann tragfähige Investitionsentscheidungen treffen können und werden, wenn politische Rahmenbedingungen stabil, transparent und berechenbar sind“. Für viele Betriebe seien klar definierte Strategien und verbindliche Zusagen der Politik unerlässlich, um Projekte effizient zu planen, Ressourcen zu binden und Investitionen über Jahre hinweg abzusichern.
Kritisch gesehen wird insbesondere die Praxis, Entscheidungen auf der Zielgeraden zurückzunehmen oder grundlegend zu verändern. Der Weißenburger Unternehmer und Ehrenvorsitzende des IHK-Gremiums Weissenburg-Gunzenhausen sieht in „solchen Schritten die Gefahr unmittelbarer negativer Auswirkungen auf das Investitionsklima“. Die Bereitschaft, in bestimmte Regionen zu investieren, sinkt deutlich, wenn Unternehmen befürchten müssen, dass wesentliche Rahmenbedingungen kurzfristig kippen, heißt es unisono von allen drei Wirtschaftsvertretern.
Aus Sicht der Wirtschaft bleiben dadurch wichtige positive Signale aus – Signale, die dringend notwendig wären, um Standorte zu stärken, Wachstumsmöglichkeiten zu entfalten und Investoren zu mobilisieren. Die Unternehmen appellieren daher nachdrücklich an die politischen Entscheidungsträger, langfristige Projekte mit der gebotenen Verlässlichkeit zu gestalten und Zusagen konsequent einzuhalten.
Bildunterschrift: Sehen dem Infrastrukturprojekt „Kreuzungsfreier Ausbau der Hörnlein-Kreuzung“ positiv entgegen: Andreas Gebhardt, Dr. Karl-Friedrich Ossberger und Dr. Simon Amesöder. Die drei lokalen Vertreter der IHK haben die klare Erwartungshaltung bezüglich einer konsequente Umsetzung des vorgesehenen kreuzungsfreien Ausbaus. IHK-Gremium Weißenburg-Gunzenhausen


