Wirtschaft fordert verlässliche politische Entscheidungen für langfristige Planungssicherheit

von | 9. Dezember 2025 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

IHK-Gre­mi­um Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen

Wei­ßen­burg — Die regio­na­le Wirt­schaft mahnt ein­dring­lich eine höhe­re Ver­läss­lich­keit poli­ti­scher Ent­schei­dun­gen an. „Beson­ders in Berei­chen, die eine lang­fris­ti­ge Vor­be­rei­tung und umfang­rei­che Vor­lauf­zei­ten benö­ti­gen – etwa Infra­struk­tur­maß­nah­men im Stra­ßen­bau, wie kon­kret der­zeit im Pro­jekt „Hörn­lein-Kreu­zung in Wei­ßen­burg“ –, sind kurz­fris­ti­ge Rich­tungs­wech­sel Gift für die Wirt­schafts­fak­to­ren und füh­ren zu Belas­tun­gen und Nega­tiv­ef­fek­ten in der Stand­ort­ent­wick­lung“ bringt es Unter­neh­mer Andre­as Geb­hardt auf den Punkt.

IHK-Vize­prä­si­dent und Vor­sit­zen­der des loka­len IHK-Gre­mi­ums Dr. Simon Ames­öder ergänzt, dass „Unter­neh­men nur dann trag­fä­hi­ge Inves­ti­ti­ons­ent­schei­dun­gen tref­fen kön­nen und wer­den, wenn poli­ti­sche Rah­men­be­din­gun­gen sta­bil, trans­pa­rent und bere­chen­bar sind“. Für vie­le Betrie­be sei­en klar defi­nier­te Stra­te­gien und ver­bind­li­che Zusa­gen der Poli­tik uner­läss­lich, um Pro­jek­te effi­zi­ent zu pla­nen, Res­sour­cen zu bin­den und Inves­ti­tio­nen über Jah­re hin­weg abzu­si­chern.

Kri­tisch gese­hen wird ins­be­son­de­re die Pra­xis, Ent­schei­dun­gen auf der Ziel­ge­ra­den zurück­zu­neh­men oder grund­le­gend zu ver­än­dern. Der Wei­ßen­bur­ger Unter­neh­mer und Ehren­vor­sit­zen­de des IHK-Gre­mi­ums Weis­sen­burg-Gun­zen­hau­sen sieht in „sol­chen Schrit­ten die Gefahr unmit­tel­ba­rer nega­ti­ver Aus­wir­kun­gen auf das Inves­ti­ti­ons­kli­ma“. Die Bereit­schaft, in bestimm­te Regio­nen zu inves­tie­ren, sinkt deut­lich, wenn Unter­neh­men befürch­ten müs­sen, dass wesent­li­che Rah­men­be­din­gun­gen kurz­fris­tig kip­pen, heißt es uni­so­no von allen drei Wirt­schafts­ver­tre­tern.

Aus Sicht der Wirt­schaft blei­ben dadurch wich­ti­ge posi­ti­ve Signa­le aus – Signa­le, die drin­gend not­wen­dig wären, um Stand­or­te zu stär­ken, Wachs­tums­mög­lich­kei­ten zu ent­fal­ten und Inves­to­ren zu mobi­li­sie­ren. Die Unter­neh­men appel­lie­ren daher nach­drück­lich an die poli­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­ger, lang­fris­ti­ge Pro­jek­te mit der gebo­te­nen Ver­läss­lich­keit zu gestal­ten und Zusa­gen kon­se­quent ein­zu­hal­ten.

Bild­un­ter­schrift: Sehen dem Infra­struk­tur­pro­jekt „Kreu­zungs­frei­er Aus­bau der Hörn­lein-Kreu­zung“ posi­tiv ent­ge­gen: Andre­as Geb­hardt, Dr. Karl-Fried­rich Oss­ber­ger und Dr. Simon Ames­öder. Die drei loka­len Ver­tre­ter der IHK haben die kla­re Erwar­tungs­hal­tung bezüg­lich einer kon­se­quen­te Umset­zung des vor­ge­se­he­nen kreu­zungs­frei­en Aus­baus. IHK-Gre­mi­um Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen