Wirtschaftsstandortstrategie Altmühlfranken: Erfolgreiche Umsetzung und Ausblick auf die Zukunft

von | 22. April 2025 | Allgemein

Alt­mühl­fran­ken (red). Im Jahr 2023 hat der Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen gemein­sam mit dem Bera­tungs­bü­ro Len­nardtund­Bir­ner eine Wirt­schafts­stand­ort­stra­te­gie ent­wi­ckelt, die der Kreis­tag im Dezem­ber 2023 mit gro­ßer Mehr­heit beschloss. Eng ein­ge­bun­den in die­sen Pro­zess waren Ver­tre­ter der regio­na­len Wirt­schaft und der Kom­mu­nal­po­li­tik, um ein breit akzep­tier­tes Vor­ge­hen für die Regi­on zu erhal­ten. Dass das her­vor­ra­gend gelun­gen ist, zeig­te sich nun beim Tref­fen der Len­kungs­grup­pe, bei der die bereits umge­setz­ten Maß­nah­men der Wirt­schafts­stand­ort­stra­te­gie und die Plä­ne für die Zukunft vor­ge­stellt wur­den.

Als Ergeb­nis der Wirt­schafts­stand­ort­stra­te­gie wur­de die Wirt­schafts­för­de­rung, die in der Zukunfts­in­itia­ti­ve alt­mühl­fran­ken ange­sie­delt ist, neu orga­ni­siert. Seit meh­re­ren Jah­ren lei­tet Sabi­ne Unter­land­staett­ner die Wirt­schafts­för­de­rung und hat dabei nun als Ergeb­nis des Pro­zes­ses Unter­stüt­zung von Sebas­ti­an Regens­bur­ger als För­der­lot­se, Lena Deff­ner für den Bereich Fach­kräf­te­si­che­rung, Andrea Koch für Nach­hal­tig­keits­the­men und Ste­fan Meder als Inno­va­ti­ons­ma­na­ger für das Kom­pe­tenz­feld Kunst­stoff. Mari­na Stoll betreut als Wirt­schafts­för­de­rin der Stadt Treucht­lin­gen das Kom­pe­tenz­feld Natur­stein-Bau­en-Woh­nen. Das Stand­ort­mar­ke­ting zur Ver­mark­tung des Wirt­schafts­stand­or­tes Alt­mühl­fran­ken und sei­ner Kom­pe­tenz­fel­der ist in der Pres­se­stel­le des Land­rats­am­tes unter der Lei­tung von Clau­dia Wag­ner ange­sie­delt wor­den. Die­sen Bereich betreu­en Ramo­na Her­zog und Nico Kögel.

Zum Abschluss der Umset­zungs­be­glei­tung durch Dr. Tho­mas Bir­ner hat sich die Len­kungs­grup­pe getrof­fen. In der Len­kungs­grup­pe sind die Frak­tio­nen des Kreis­tags ver­tre­ten, die Kom­mu­nen sowie Ver­tre­ter aus Wirt­schaft und Hand­werk. Die Wirt­schafts­för­de­rung gab einen Über­blick über die in der Stra­te­gie erar­bei­te­ten Hand­lungs­fel­der und was davon in den ver­gan­ge­nen Mona­ten umge­setzt wur­de.

So wur­de der Unter­neh­mens­ser­vice wei­ter aus­ge­baut und etli­che Gesprä­che mit Unter­neh­men im Land­kreis geführt, um zu erfah­ren, wie die Wirt­schafts­för­de­rung unter­stüt­zen kann. Dazu läuft auch noch bis zum 31. März eine Unter­neh­mens­be­fra­gung. Mit dem Zukunfts­fo­rum Wirt­schaft, das jüngst in Treucht­lin­gen statt­ge­fun­den hat, hat man ein Ver­an­stal­tungs­for­mat sowie eine Platt­form geschaf­fen, bei dem Impul­se gesetzt wer­den und sich Unter­neh­mer und Poli­tik­ver­tre­ter aus dem gesam­ten Land­kreis aus­tau­schen kön­nen. Ab Som­mer sind als zusätz­li­che the­ma­ti­sche Platt­for­men noch Dia­log-Anwen­der-Foren für die Unter­neh­men geplant.

Auch im Bereich der Fach­kräf­te­si­che­rung und Berufs­ori­en­tie­rung konn­te das Netz­werk Schu­le­Wirt­schaft und das Netz­werk Fach­kräf­te aus­ge­wei­tet wer­den. Die Berufs­aus­bil­dungs­mes­se alt­mühl­fran­ken (BAM) stellt nach wie vor ein Erfolgs­pro­jekt des Land­krei­ses dar: 2025 haben 110 Unter­neh­men teil­ge­nom­men, die von 820 Schü­le­rin­nen und Schü­lern besucht wur­den. Ergän­zend wird die Berufs­ori­en­tie­rungs­platt­form „Mei­ne Zukunft alt­mühl­fran­ken“ noch wei­ter aus­ge­baut.

Sebas­ti­an Regens­bur­ger hat den För­der­lot­sen­ser­vice in den ver­gan­ge­nen Mona­ten auf­ge­baut und Gesprä­che mit Unter­neh­men geführt und zu den ver­schie­dens­ten För­der­mög­lich­kei­ten bera­ten. Andrea Koch hat im Bereich der Nach­hal­tig­keit das bestehen­de UNNA Netz­werk zur Unter­neh­mer­initia­ti­ve Nach­hal­tig­keit Alt­mühl­fran­ken aus­ge­baut sowie eine Platt­form für die wirt­schaft­li­che Nach­hal­tig­keit im Land­kreis geschaf­fen. Neben Unter­neh­mens­be­su­chen und Abfra­gen der Bedar­fe bei den Unter­neh­men wird es auch noch wei­te­re Ange­bo­te geben, um Wis­sen zu ver­mit­teln und Unter­neh­men zu ver­net­zen. Zuletzt hat bereits ein Run­der Tisch Nach­hal­tig­keit statt­ge­fun­den. Auch im Kom­pe­tenz­feld Kunst­stoff geht es dar­um, Netz­wer­ke zu erwei­tern und gezielt Ver­an­stal­tun­gen für die Unter­neh­men die­ses Kom­pe­tenz­felds anzu­bie­ten. So wur­de zum Bei­spiel kürz­lich ein Tref­fen des k‑messwerk, eine Platt­form für die Unter­neh­men der Kunst­stoff­bran­che, durch­ge­führt. Auch die Koope­ra­ti­on zwi­schen dem kunst­stoff­cam­pus bay­ern in Wei­ßen­burg und der regio­na­len und über­re­gio­na­len Unter­neh­men wird noch wei­ter aus­ge­baut, sowohl im Bereich des Tech­no­lo­gie­zen­trums als auch in Bezug auf die Stu­di­en­an­ge­bo­te.

Mari­na Stoll hat im Kom­pe­tenz­feld Natur­stein eben­falls Unter­neh­men besucht und eine Auf­takt­ver­an­stal­tung durch­ge­führt, um auch hier den Aus­tausch zu för­dern. In Zukunft wer­den u. a. Inno­va­ti­ons­pro­jek­te zwi­schen Fir­men und Hoch­schu­len vor­an­ge­trie­ben.

Die Wirt­schafts­re­gi­on Alt­mühl­fran­ken soll bei Unter­neh­men und Fach­kräf­ten noch bekann­ter wer­den. Das ist das gemein­sa­me Ziel von Wirt­schafts­för­de­rung und Stand­ort­mar­ke­ting. In enger Abstim­mung wer­den unter­schied­li­che Kanä­le genutzt, um den Wirt­schafts­stand­ort Alt­mühl­fran­ken zu ver­mark­ten. So gibt es einen Insta­gram- und Lin­ke­dIn-Kanal, die Home­page www.altmuehlfranken.de wur­de umge­stellt und der News­let­ter der Wirt­schafts­för­de­rung mit Infor­ma­tio­nen für die Wirt­schaft neu auf­ge­legt. Repor­ta­gen über Unter­neh­men der Regi­on sol­len als Erfolgs­ge­schich­ten zei­gen, was Alt­mühl­fran­ken zu bie­ten hat. Auch The­men der Lebens­qua­li­tät in der Regi­on wer­den über das Stand­ort­mar­ke­ting trans­por­tiert.

„Im Dia­log zwi­schen Wirt­schaft und Poli­tik haben wir die Vor­aus­set­zun­gen geschaf­fen, unse­ren Wirt­schafts­stand­ort zukunfts­fä­hig auf­zu­stel­len. Ich bedan­ke mich noch­mal herz­lich für die Unter­stüt­zung sei­tens des Kreis­tags aber auch der Unter­neh­men des Land­krei­ses. Wir haben heu­te gese­hen, dass in den ver­gan­ge­nen Mona­ten schon eini­ges bewegt wur­de und die Unter­stüt­zung bei den Unter­neh­men ankommt. Ich bin als Land­rat rich­tig stolz auf das Team und das bis­her Erreich­te – wei­ter so!“, freut sich Land­rat Manu­el West­phal. Der Dia­log von Poli­tik und Wirt­schaft wur­de von bei­den Sei­ten begrüßt und wird wei­ter­hin regel­mä­ßig fort­ge­führt.

Etli­che Stim­men aus der Wirt­schaft bestä­tig­ten wäh­rend der Sit­zung, dass die neu auf­ge­stell­te Wirt­schafts­för­de­rung des Land­krei­ses mit die­ser Schlag­kraft begrüßt wird, um die Unter­neh­men ziel­ge­rich­tet zu unter­stüt­zen bzw. Impul­se zu set­zen.

Dr. Tho­mas Bir­ner als fach­li­cher Umset­zungs­be­glei­ter bestä­tig­te die­se Wahr­neh­mung: „Wir haben für ver­schie­de­ne Stand­or­te schon Stra­te­gien ent­wi­ckelt und die Umset­zung beglei­tet. Alt­mühl­fran­ken ist auf jeden Fall unser baye­ri­sches Vor­zei­ge­pro­jekt, vor allem in der Umset­zungs­schnel­lig­keit sowie im Dia­log von Poli­tik und Wirt­schaft! Ich wün­sche der Regi­on, dass es so wei­ter­geht und die Maß­nah­men wei­ter­hin erfolg­reich umge­setzt wer­den kön­nen. Eine funk­tio­nie­ren­de Wirt­schaft ist die finan­zi­el­le Basis für alle Leis­tun­gen des Land­krei­ses und der Kom­mu­nen. In wirt­schaft­lich schwie­ri­gen Zei­ten haben die Ver­ant­wort­li­chen in Alt­mühl­fran­ken früh­zei­tig stra­te­gisch reagiert. Der Land­kreis hat nun ein pro­fes­sio­nel­les Wirt­schafts­för­de­rungs­team zur Ver­fü­gung.“

Bild­un­ter­schrift: Wäh­rend der jüngs­ten Len­kungs­grup­pen­sit­zung stell­ten die Mit­ar­bei­ten­den der Wirt­schafts­för­de­rung die durch­ge­führ­ten und geplan­ten Pro­jek­te vor. Dr. Tho­mas Bir­ner als Umset­zungs­be­glei­ter bestä­tig­te dem Land­kreis ein Vor­zei­ge­pro­jekt! Foto: Land­rats­amt Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen / Clau­dia Wag­ner