Woche der Ausbildung in Altmühlfranken – Landrat Manuel Westphal besucht handwerkliche Ausbildungsbetriebe

von | 23. März 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Weißenburg

Ellingen/Gunzenhausen (red). Im Rah­men der baye­ri­schen Woche der Aus- und Wei­ter­bil­dung, die vom 13. bis zum 19. März 2023 statt­fin­det, hat Land­rat Manu­el West­phal mit der Bäcke­rei Specht in Ellin­gen und der Metz­ge­rei Arnold in Gun­zen­hau­sen zwei hand­werk­li­chen Aus­bil­dungs­be­trie­ben einen Besuch abge­stat­tet.

Aktu­ell hat die Bäcke­rei Specht zwar kei­nen Aus­zu­bil­den­den, das The­ma „beruf­li­che Aus­bil­dung“ liegt dem Bäcker­meis­ter Mar­tin Specht, der zwölf Jah­re als Berufs­schul­leh­rer gear­bei­tet hat und dem Bäcker­prü­fungs­aus­schuss Mit­tel­fran­ken Süd vor­stand, den­noch sehr am Her­zen. Ab Herbst wird vor­aus­sicht­lich wie­der ein jun­ger Mann in sei­ner Bäcke­rei aus­ge­bil­det.

„Dass ein Bäcker gezwun­ge­ner­ma­ßen die gan­ze Nacht arbei­ten muss, ist ein Irr­glau­be“, so Mar­tin Specht. Durch effi­zi­en­te Arbeits­ab­läu­fe und diver­se Opti­mie­run­gen, arbei­ten bei ihm alle ange­stell­ten Bäcke­rin­nen und Bäcker von vier Uhr mor­gens bis halb eins mit­tags und das nur von Mon­tag bis Frei­tag. Momen­tan beschäf­tigt der Bäcker­meis­ter drei Gesel­len in Voll­zeit sowie eine Bäcker­meis­te­rin in Teil­zeit. Alle drei Gesel­len sind zunächst über Schü­ler­prak­ti­ka in den Betrieb gekom­men und haben auch ihre Aus­bil­dung in der Bäcke­rei Specht absol­viert. Im Ver­kauf sind vier Mit­ar­bei­ten­de tätig.

Bereits seit 1700 wird an dem Stand­ort in der Ellin­ger Alt­stadt geba­cken, seit 1892 ist die Bäcke­rei im Fami­li­en­be­sitz der Spechts. Alles wird selbst her­ge­stellt, es wer­den kei­ne Back­mi­schun­gen ver­wen­det. Eini­ge Bäcke­rei­en in der unmit­tel­ba­ren Umge­bung haben in den ver­gan­ge­nen Jah­ren auf­ge­hört, das habe sich auch auf das Geschäft der Bäcke­rei Specht aus­ge­wirkt. „Vor allem Snacks zum Mit­neh­men erfreu­en sich immer grö­ße­rer Beliebt­heit bei der Kund­schaft“, so Specht. Um für die­se Anfor­de­run­gen gewapp­net zu sein, hat der Betrieb in den ver­gan­ge­nen Jah­ren auch kräf­tig in den Laden, das Café und die Back­stu­be inves­tiert.

Mit der Metz­ge­rei Arnold besuch­te Land­rat West­phal einen wei­te­ren Aus­bil­dungs­be­trieb im Lebens­mit­tel­hand­werk. Die Metz­ge­rei im Her­zen Gun­zen­hau­sens besteht mitt­ler­wei­le in der vier­ten Gene­ra­ti­on. Zum Betrieb gehört neben der Metz­ge­rei die räum­lich direkt angren­zen­de Gast­stät­te sowie das eben­falls fami­li­en­ge­führ­te Post­ho­tel. „Im Nor­mal­be­trieb sind wir rund 35 Ange­stell­te, in der Hoch­sai­son im Som­mer sogar bis zu 60 Ange­stell­te“, so Inha­ber Josef Arnold.

Josef Arnold betont, dass er ger­ne Aus­zu­bil­den­de zum Flei­scher wie auch Fach­ver­käu­fer im Lebens­mit­tel­hand­werk aus­bil­det. Jeder­zeit kön­nen Inter­es­sier­te – wie Schü­ler oder Umschü­ler – durch ein Prak­ti­kum auch erst­mal in den Betrieb „rein schnup­pern“. So war es bei­spiels­wei­se auch bei Phil­ipp, dem aktu­el­len Aus­zu­bil­den­den zum Flei­scher im 2. Lehr­jahr. „Ein schö­nes Hand­werk, die Ver­ar­bei­tung von Lebens­mit­teln mit Qua­li­tät ist ein­fach meins und es eröff­nen sich jede Men­ge Mög­lich­kei­ten und Chan­cen für die Zukunft“, bringt Phil­ipp sei­ne Lei­den­schaft zum Aus­druck. Ganz nach der Fir­men­phi­lo­so­phie: Fri­sche, Qua­li­tät, Her­kunft und Lie­be zum Hand­werk! „Durch unse­re Mit­glied­schaft im Regio­nal­buf­fet bekun­den wir dies“, betont Arnold.

Initia­ti­ve für das Hand­werk und die beruf­li­che Aus­bil­dung

Wäh­rend der bay­ern­wei­ten Akti­ons­wo­che fin­den viel­fäl­ti­ge Akti­vi­tä­ten rund um die beruf­li­che Aus- und Wei­ter­bil­dung statt. Im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen nutz­te die Zukunfts­in­itia­ti­ve alt­mühl­fran­ken die Akti­on, um auf die ganz­jäh­ri­ge digi­ta­le Infor­ma­ti­ons­platt­form „Mei­ne Zukunft alt­mühl­fran­ken“ auf­merk­sam zu machen und gemein­sam mit Land­rat Manu­el West­phal die hand­werk­li­chen Aus­bil­dungs­be­trie­be in den Fokus zu stel­len.

„Wäh­rend mei­ner Besu­che im Rah­men der Woche der Aus- und Wei­ter­bil­dung habe ich ein­mal mehr das Hand­werk als soli­de Basis für eine beruf­li­che Wei­ter­ent­wick­lung ken­nen­ler­nen dür­fen. Die Lei­den­schaft für das eige­ne Hand­werk ist im Gespräch mit den Mit­ar­bei­ten­den spür­bar gewe­sen. Uns ist es ein Anlie­gen, unse­re Betrie­be und Unter­neh­men bei der Suche nach Azu­bis zu unter­stüt­zen. Unse­re digi­ta­le Infor­ma­ti­ons­platt­form leis­tet dazu einen wich­ti­gen Bei­trag“, so Land­rat Manu­el West­phal.

Die bay­ern­wei­te Woche der Aus- und Wei­ter­bil­dung soll Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne dazu ein­la­den, sich für ihre beruf­li­che Lauf­bahn inspi­rie­ren zu las­sen, Fra­gen zu stel­len, Kon­tak­te bei­spiels­wei­se auch für Prak­ti­ka zu knüp­fen und ganz unter­schied­li­che Berufs­fel­der ken­nen­zu­ler­nen.

Ganz­jäh­rig kann das auf der digi­ta­len Platt­form „Mei­ne Zukunft alt­mühl­fran­ken“ unter www.meinezukunft-altmuehlfranken.de pas­sie­ren. Bei Fra­gen steht die Wirt­schafts­för­de­rung des Land­krei­ses Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen unter 09141 902–194 zur Ver­fü­gung.

Bild­un­ter­schrift: Aus­bil­dung ist das A und O – das sieht man auch in der Metz­ge­rei Arnold in Gun­zen­hau­sen so (v.li.: Inha­ber Josef Arnold, Flei­scher­ge­sel­le Jens, Azu­bi Phil­ipp, Land­rat Manu­el Westphal).Foto: Land­rats­amt Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen

 

Bild­un­ter­schrift: Bäcker­meis­ter Mar­tin Specht stellt Land­rat Manu­el West­phal sei­ne moder­ne Back­stu­be vor, die von außen im Sin­ne der Trans­pa­renz auch für jeder­mann ein­seh­bar ist. Foto: Land­rats­amt Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen