Zu Besuch bei Freunden

von | 9. Oktober 2025 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen

Fran­ken­muths City­ma­na­ge­rin zu Gast in Gun­zen­hau­sen

Gun­zen­hau­sen — Die Bezie­hung zwi­schen Gun­zen­hau­sen und Fran­ken­muth geht über den Sta­tus einer han­dels­üb­li­chen Städ­te­part­ner­schaft weit hin­aus. In den ver­gan­ge­nen mehr als 60 Jah­ren sind dicke Freund­schaf­ten ent­stan­den und Besu­che fin­den auch außer­halb offi­zi­el­ler Anläs­se statt. Und wie es sich für eine gute Part­ner­schaft gehört, tauscht man sich regel­mä­ßig aus, gibt Tipps und lernt von­ein­an­der. Zuletzt war Fran­ken­muths City­ma­na­ge­rin Bridget Smith für einen zwei­wö­chi­gen Arbeits­aus­tausch in Gun­zen­hau­sen zu Gast. Auf ihrer prall gefüll­ten Agen­da stan­den Abste­cher in nahe­zu alle Ämter und Stabs­stel­len der Ver­wal­tung. Außer­dem schau­te sie sich aktu­el­le Bau­maß­nah­men an, ließ sich kom­men­de Pro­jek­te erklä­ren und dis­ku­tier­te aller­lei Her­aus­for­de­run­gen auf kom­mu­na­ler Ebe­ne. „Über Bridgets Besuch haben wir uns sehr gefreut“, so Ers­ter Bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Fitz. „Wer sich wei­ter­ent­wi­ckeln möch­te, muss über den eige­nen Tel­ler­rand hin­aus­bli­cken. Die­se inter­na­tio­na­le Arbeits­be­geg­nung hat die Städ­te­freund­schaft noch­mals ver­tieft und das gegen­sei­ti­ge Ver­ständ­nis für­ein­an­der geför­dert. Wir haben fest­ge­stellt, dass trotz der Ent­fer­nung und des gro­ßen Teichs zwi­schen bei­den Orten, in vie­len The­men Einig­keit herrscht, wir aber auch ähn­li­che Her­aus­for­de­run­gen zu meis­tern haben.“

Als City­ma­na­ge­rin ist Bridget Smith seit 2016 die Fran­ken­mu­ther Ver­wal­tungs­chefin, ihre Stel­lung ist ver­gleich­bar mit der eines (deut­schen) Bür­ger­meis­ters. Einen Bür­ger­meis­ter gibt es in der rund 5000 Ein­woh­ner zäh­len­den Klein­stadt im Staa­te Michi­gan mit Tom Mey­er auch, die­ser nimmt aller­dings reprä­sen­ta­ti­ve Auf­ga­ben wahr. Durch­ge­plant wur­de das „Prak­ti­kum“ in Gun­zen­hau­sen vom Zwei­ten Bür­ger­meis­ter Fried­rich Kolb und von der Wal­der Fran­ken­muth-Exper­tin Inge­borg Herr­mann, bei­de vom Freun­des­kreis Fran­ken­muth-Gun­zen­hau­sen e.V. Sie hal­fen zudem bei der Ver­stän­di­gung und über­setz­ten, wenn nötig.

Fran­ken­muth wird „Michigan´s Litt­le Bava­ria“ genannt und zählt mitt­ler­wei­le drei Mil­lio­nen Tou­ris­ten jähr­lich. Eine Her­aus­for­de­rung für das städ­ti­sche Abwas­ser­sys­tem, das erwei­tert wer­den muss. In Gun­zen­hau­sen sind wir mit der Ertüch­ti­gung und Sanie­rung von Kanal sowie Abwas­ser­rei­ni­gungs­an­la­ge ver­traut, für Bridget Smith wur­de daher ein aus­gie­bi­ger Infor­ma­ti­ons­aus­tausch in der städ­ti­schen Klär­an­la­ge orga­ni­siert. Span­nend fand die Ame­ri­ka­ne­rin außer­dem das Gun­zen­häu­ser Alt­mühl­pro­me­na­den­pro­jekt. Hier wur­den Aspek­te wie Natur­schutz, Nah­erho­lung, Fami­li­en­freund­lich­keit und Bewe­gung zu einer optisch anspre­chen­den Ein­heit ver­schmol­zen. Fran­ken­muth pro­fi­tiert zwar vom Tou­ris­mus, doch die Stadt­ent­wick­lung muss mit den ver­än­der­ten Bedürf­nis­sen Schritt hal­ten kön­nen. Die städ­ti­sche Wirt­schafts­för­de­rung war hier ein fach­lich guter Ansprech­part­ner und gab u.a. Ein­blick in die Innen­stadt­ent­wick­lung Gun­zen­hau­sens.

Bridget Smit­hs Ehe­mann Todd hat­te die City­ma­na­ge­rin nach Gun­zen­hau­sen beglei­tet und die bei­den lie­ßen es sich natür­lich nicht neh­men, das ein oder ande­re kul­tu­rel­le Ange­bot wahr­zu­neh­men. Ob die Kirch­wei­hen in Aha oder Unter­wurm­bach, über das US-Car-Tref­fen bis hin zum Abschieds­kon­zert von Kir­chen­mu­sik­di­rek­tor Bern­hard Krik­kay – die ame­ri­ka­ni­schen Freun­de waren mit­ten­drin und wur­den über­all herz­lich begrüßt. In den letz­ten Tagen vor der Abrei­se kamen dann noch die Fran­ken­mu­ther Stadt­rä­tin Beth Bern­thal-Reindel und deren Mann Jim nach Gun­zen­hau­sen.

„Der Reiz einer Part­ner­schaft liegt dar­in, sich man­ches Neu­es an- und manch­mal auch abzu­schau­en“, ergänzt Ers­ter Bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Fitz. „Gun­zen­hau­sen und Fran­ken­muth haben wie­der ein­mal anein­an­der gewon­nen. Der Aus­tausch ver­läuft auf so vie­len Ebe­nen, kul­tu­rell, wirt­schaft­lich aber auch stadt­pla­ne­risch. Die Syn­er­gie­ef­fek­te für bei­de Städ­te sind unbe­zahl­bar.“

Nähe­re Infor­ma­tio­nen zur Städ­te­part­ner­schaft Fran­ken­muth-Gun­zen­hau­sen erhal­ten Sie unter www.freundeskreis-frankenmuth.de.

Bild­un­ter­schrift: Fran­ken­muths City­ma­na­ge­rin Bridget Smith und Stadt­rä­tin Beth Bern­thal-Reindel beim Gespräch mit dem städ­ti­schen Wirt­schafts­för­de­rer Mat­thi­as Hörr.“ V.l.n.r.: Beth Bern­thal-Reindel, Bridget Smith, Mat­thi­as Hörr. Foto: Stadt Gunzenhausen/ Manu­el Gros­ser