24-Stunden-Laden schwebte nach Stopfenheim

von | 10. Juli 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Ellin­gen — Lan­ge war es nur ein Traum auf dem Papier, nun ist es geleb­te Rea­li­tät: Das his­to­ri­sche „Hau­ser­schwarz­an­we­sen“ im Her­zen von Stop­fen­heim hat sich in einen leben­di­gen Dorf­mit­tel­punkt ver­wan­delt. Der neue, voll­au­to­ma­ti­sier­te Mini­markt „Allesdrin24“ hat ab sofort offi­zi­ell geöff­net. Das Beson­de­re: Der Laden bie­tet den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern eine Ein­kaufs­mög­lich­keit rund um die Uhr – 24 Stun­den am Tag, sie­ben Tage die Woche. Der Ein­zug des neu­en Dorf­la­dens glich dabei einem logis­ti­schen Schau­spiel. Da die bau­li­che Ein­hau­sung bereits vor­be­rei­tet war, schweb­ten der Ver­kaufs- und Lager­con­tai­ner sowie das fer­ti­ge Dach per Groß­kran auf dem Luft­weg an den vor­ge­se­he­nen Platz mit­ten im Her­zen des Dorfs.

Gemein­sam mit Ellin­gens Bür­ger­meis­ter Gün­gör Bul­du­kund zahl­rei­chen Ehren­gäs­ten fei­er­ten die Stop­fen­hei­mer die offi­zi­el­le Fer­tig­stel­lung des Umfelds und die Ein­wei­hung ihrer neu­en Ein­kaufs­oa­se. Für Wolf­gang Neu­kirch­ner, Lei­ter des Amtes für Länd­li­che Ent­wick­lung (ALE) Mit­tel­fran­ken, ist das gelun­ge­ne Pro­jekt ein ech­ter Mei­len­stein. In sei­nem Gruß­wort vor Ort spar­te er nicht mit Lob für das ein­fa­che Dorf­er­neue­rungs­ver­fah­ren „Stop­fen­heim 3“: „Mit der Umnut­zung der Scheu­ne des Hau­ser­schwarz-Anwe­sens, der Errich­tung des Dorf­la­dens und der Umge­stal­tung des Umgriffs wird den Zie­len der Länd­li­chen Ent­wick­lung in her­vor­ra­gen­der Wei­se Rech­nung getra­gen“, sag­te der Behör­den­lei­ter. „Es geht um die Erhal­tung und Gestal­tung lebens­wer­ter, resi­li­en­ter länd­li­cher Räu­me und die Schaf­fung gleich­wer­ti­ger Lebens­ver­hält­nis­se im Ver­gleich zu den Städ­ten.“

Die Ant­wort auf das Laden­ster­ben
Nach­dem über die ver­gan­ge­nen Jah­re hin­weg Gast­häu­ser, die Bank­fi­lia­le, der Fri­seur und Bäcker nach­ein­an­der ihre Türen schlos­sen, bringt der moder­ne Mini­markt seit lan­gem wie­der Leben in den Orts­kern. Den Stein ins Rol­len brach­te eine enga­gier­te Dorf­ge­mein­schaft, die gemein­sam mit dem Ellin­ger Stadt­rat nach einer nach­hal­ti­gen Lösung such­te. Betrei­ber Mar­tin Let­ten­mei­er, der das Kon­zept bereits in Markt Berolz­heim erfolg­reich erprobt hat, sieht in Stop­fen­heim – auch dank der direkt vor­bei­füh­ren­den Bun­des­stra­ße 13 – das idea­le Kun­den­po­ten­zi­al. Um die Con­tai­ner har­mo­nisch in das sen­si­ble his­to­ri­sche Umfeld am Kir­chen­platz ein­zu­fü­gen, ließ sich das Stop­fen­hei­mer Archi­tek­tur­bü­ro Bitt­ner eine bau­ge­stal­te­risch anspre­chen­de Ein­hau­sung ein­fal­len.

Der Dorf­la­den ist dabei jedoch nur der ers­te Streich für die Neu­ge­stal­tung des Are­als. Als nächs­ter gro­ßer Mei­len­stein steht bereits der Umbau der alten Scheu­ne zu einer moder­nen, wet­ter­ge­schütz­ten „Kalt­scheu­ne“ als Haus für die Dorf­ge­mein­schaft auf der Agen­da. Vom tra­di­tio­nel­len Mai­tanz über den Later­nen­um­zug bis hin zur Dorf­weih­nacht bie­tet sie künf­tig den per­fek­ten Rah­men für das vita­le Ver­eins­le­ben.

Ein 700.000-Euro-Kraftakt: „Hil­fe zur Selbst­hil­fe“
Die Gesamt­in­ves­ti­ti­on von rund 696.150 Euro ist bes­tens ange­leg­tes Geld. Das Amt für Länd­li­che Ent­wick­lung Mit­tel­fran­ken unter­stütz­te die Stadt Ellin­gen mit der maxi­ma­len För­der­quo­te von 55 Pro­zent und steu­er­te ins­ge­samt stol­ze 382.882,50 Euro bei. Den Rest der Sum­me stemm­ten die Stadt, Zuschüs­se des Hei­mat­fests – und vor allem die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger selbst durch eine beein­dru­cken­de Wel­le an Eigen­leis­tun­gen. „Das ist geleb­te Hil­fe zur Selbst­hil­fe“, freu­te sich Neu­kirch­ner. Zum Abschluss sei­nes Gruß­worts wünsch­te der ALE-Chef dem neu­en Markt „immer bes­te Geschäf­te“.

Bild­un­ter­schrift: Fünf lächeln­de Män­ner ste­hen neben­ein­an­der vor dem neu­en Geschäft und freu­en sich über die Eröff­nung: (v. l.) Land­rat Mar­kus Glä­ser, Ellin­gens Bür­ger­meis­ter Gün­gör Bul­duk, Betrei­ber Mar­tin Let­ten­mei­er, Behör­den­lei­ter Wolf­gang Neu­kirch­ner und Pro­jekt­be­glei­ter Rolf Hor­ne­ber wün­schen dem neu­en Dorf­la­den gute Geschäf­te. Foto: Amt für Länd­li­che Ent­wick­lung Mit­tel­fran­ken