Abschluss der Jugendverkehrsschule Schuljahr 2025/2026

von | 31. Juli 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Weißenburg

Wis­sen ver­mit­teln, das Gefah­ren­be­wusst­sein schär­fen, den Über­blick im Stra­ßen­ver­kehr gewin­nen und dadurch Ver­kehrs­un­fäl­le ver­hin­dern – das sind eini­ge der Zie­le der Jugend­ver­kehrs­schu­le. Im Mit­tel­punkt steht dabei die Sicher­heit unse­rer Kin­der.

Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der vier­ten Klas­sen wer­den zunächst in den Grund­schu­len im theo­re­ti­schen Teil der Rad­fahr­aus­bil­dung unter­rich­tet. Anschlie­ßend geht es für ins­ge­samt zehn Unter­richts­ein­hei­ten auf die Ver­kehrs­übungs­plät­ze.

Dort zeigt sich schnell, dass vie­les, was in der Theo­rie logisch erscheint, in der Pra­xis deut­lich schwie­ri­ger ist. Fra­gen wie:

  • Wie kom­me ich sicher von zu Hau­se auf die Stra­ße?
  • Wie fah­re ich sicher an einem gepark­ten PKW vor­bei?
  • Was bedeu­tet „Rechts vor Links“?
  • Wie ver­hal­te ich mich an einer Ampel oder bei vor­fahrts­re­geln­den Ver­kehrs­zei­chen?
  • Was ist zu tun, wenn ein Poli­zei­be­am­ter den Ver­kehr regelt?
  • Wie lau­ten die acht Punk­te des Links­ab­bie­gens und wie ord­ne ich mich auf den unter­schied­li­chen Stra­ßen rich­tig ein?

müs­sen plötz­lich nicht mehr nur beant­wor­tet, son­dern auch sicher umge­setzt wer­den.

Die­se zehn Unter­richts­ein­hei­ten umfas­sen ein anspruchs­vol­les und eng getak­te­tes Aus­bil­dungs­pro­gramm, bei dem sicher­lich auch der eine oder ande­re Erwach­se­ne ins Grü­beln kom­men wür­de.

Umso wich­ti­ger ist es, dass Kin­der bereits vor der Jugend­ver­kehrs­schu­le sicher Fahr­rad fah­ren kön­nen. Das Fahr­rad för­dert nicht nur die Selbst­stän­dig­keit, son­dern ver­mit­telt auch Sicher­heit im täg­li­chen Stra­ßen­ver­kehr.

Lei­der kom­men in den ver­gan­ge­nen Jah­ren immer häu­fi­ger Kin­der auf die Ver­kehrs­übungs­plät­ze, die nicht nur unsi­cher, son­dern teil­wei­se gar nicht Fahr­rad fah­ren kön­nen. Eini­ge kön­nen des­halb am prak­ti­schen Unter­richt nicht teil­neh­men. Ande­re haben Schwie­rig­kei­ten, ein­hän­dig zu fah­ren, Hand­zei­chen zu geben oder den wich­ti­gen Schul­ter­blick sicher aus­zu­füh­ren.

Gera­de das Umschau­en über die lin­ke Schul­ter ist jedoch ein ele­men­ta­rer Bestand­teil des siche­ren Rad­fah­rens. Wer beim Links­ab­bie­gen den Gegen­ver­kehr über­sieht, bringt sich schnell in eine lebens­ge­fähr­li­che Situa­ti­on. Selbst Erwach­se­ne haben mit sol­chen Ver­kehrs­la­gen immer wie­der Pro­ble­me – bei­spiels­wei­se an der Kreu­zung Kaufland/Hörnlein in Wei­ßen­burg.

Aus die­sem Grund wird das Links­ab­bie­gen wäh­rend der Aus­bil­dung beson­ders inten­siv geübt. Von Unter­richts­ein­heit zu Unter­richts­ein­heit gewin­nen die Kin­der mehr Sicher­heit und set­zen das Gelern­te immer bes­ser um. Den Abschluss bil­den die theo­re­ti­sche und die prak­ti­sche Rad­fahr­prü­fung.

Nun gilt: Übung macht den Meis­ter.

Des­halb unse­re Bit­te an alle Eltern: Üben Sie nach der bestan­de­nen Rad­fahr­prü­fung regel­mä­ßig mit Ihren Kin­dern. Nur durch stän­di­ges Wie­der­ho­len wer­den die erlern­ten Abläu­fe zur Rou­ti­ne.

Eben­so wich­tig ist die Vor­bild­funk­ti­on der Erwach­se­nen. Wer selbst die Ver­kehrs­re­geln ein­hält, ver­mit­telt sei­nen Kin­dern ganz selbst­ver­ständ­lich rich­ti­ges Ver­hal­ten im Stra­ßen­ver­kehr. Dazu gehö­ren auch ein ver­kehrs­si­che­res Fahr­rad, gut sicht­ba­re Klei­dung und ein pas­sen­der Fahr­rad­helm.

Rad­fah­rer gehö­ren – eben­so wie Fuß­gän­ger – zu den schwächs­ten Ver­kehrs­teil­neh­mern. Umso wich­ti­ger ist gegen­sei­ti­ge Rück­sicht­nah­me.

Es gilt des­halb für alle Ver­kehrs­teil­neh­mer – ob mit oder ohne Motor:

„Stän­di­ge Vor­sicht und gegen­sei­ti­ge Rück­sicht.“

Im Schul­jahr 2025/2026 nah­men im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen ins­ge­samt 975 Schü­le­rin­nen und Schü­ler von 987 Kin­dern an der Aus­bil­dung der Jugend­ver­kehrs­schu­le teil. 956 Kin­der schlos­sen die Aus­bil­dung erfolg­reich ab. Dies ent­spricht einer Erfolgs­quo­te von 98 Pro­zent.

Im Bereich der Poli­zei­in­spek­ti­on Wei­ßen­burg – hier­zu zäh­len die Grund­schu­len Wei­ßen­burg, Plein­feld, Ellin­gen, Nenns­lin­gen, Ale­sheim-Emetz­heim, die Alt­mühl­fran­ken-Schu­le sowie die Montesso­ri-Schu­le – wur­den ins­ge­samt 389 Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus­ge­bil­det. 385 Kin­der bestan­den die Rad­fahr­prü­fung. Dies ent­spricht einer Erfolgs­quo­te von 99 Pro­zent.

Bild­un­ter­schrift: Auf dem Foto ist eine Klas­se der Grund­schu­le Wei­ßen­burg zu sehen. Auf dem Bild sind neben den Schü­le­rin­nen und Schü­lern, ihre Leh­re­rin, Frau Greul, sowie die bei­den Ver­kehrs­er­zie­her der Poli­zei­in­spek­ti­on Wei­ßen­burg, PHMín Wie­ser, PI Treucht­lin­gen (links) und PHM Amber­ger, PI Wei­ßen­burg (rechts). Foto: Grund­schu­le Wei­ßen­burg