Arbeitslosigkeit steigt im Juli leicht

von | 31. Juli 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Daten im Über­blick

Arbeits­lo­sen­zahl im Juli: +160 zu Vor­mo­nat (+2,0 Pro­zent) auf 8.141

Arbeits­lo­sen­zahl im Vor­jah­res­ver­gleich: +92 (+1,1 Pro­zent)

Arbeits­lo­sen­quo­te gegen­über Vor­mo­nat: +0,1 bei 3,1 Pro­zent

Arbeits­lo­sen­quo­te im Vor­jahr: 3,1 Pro­zent

Der Arbeits­markt hat im Juli leicht an Schwung ver­lo­ren. Der Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit blieb jedoch über­schau­bar und ent­sprach weit­ge­hend dem übli­chen Ver­lauf in den Som­mer­mo­na­ten. Bet­ti­na Fröh­lich, Vor­sit­zen­de der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Arbeit Ans­bach-Wei­ßen­burg ord­net ein: „Vor den Som­mer­fe­ri­en lau­fen Ein­stel­lun­gen häu­fig lang­sa­mer an. Gleich­zei­tig enden ver­mehrt befris­te­te Beschäf­ti­gun­gen und Aus­bil­dungs­ver­hält­nis­se. Die leich­te Ein­trü­bung über­rascht des­halb nicht.“ Von einer grund­le­gen­den Ver­än­de­rung der Dyna­mik des regio­na­len Arbeits­markts ist des­halb nicht zu spre­chen. „Der Arbeits­markt bleibt trotz der sai­son­üb­li­chen Ent­wick­lung wei­ter ange­spannt. Unsi­cher­hei­ten unter ande­rem durch kurz- und lang­fris­ti­ge inter­na­tio­na­le Kri­sen tref­fen wei­ter auch die regio­na­le Wirt­schaft. Eine spür­ba­re Ent­las­tung ist noch nicht in Sicht“, ergänzt Fröh­lich.

Der Zuwachs der Arbeits­lo­sig­keit im Agen­tur­be­zirk zeig­te sich vor allem im Bereich der Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rung, die die Agen­tur für Arbeit betreut (Rechts­kreis SGB III). Im Bereich der von den Job­cen­tern betreu­ten Grund­si­che­rung (Rechts­kreis SGB II) blieb die Arbeits­lo­sig­keit nahe­zu unver­än­dert. Bet­ti­na Fröh­lich ergänzt: „Damit zeigt sich die Bewe­gung vor allem im beschäf­ti­gungs­na­hen Bereich. Bei der Agen­tur für Arbeit (SGB III) wer­den kurz­fris­ti­ge Ver­än­de­run­gen am Arbeits­markt meist frü­her sicht­bar, weil vie­le Betrof­fe­ne erst seit ver­gleichs­wei­se kur­zer Zeit arbeits­los sind. Ent­schei­dend ist des­halb nun ein schnel­ler und erfolg­rei­cher Wie­der­ein­stieg.“ Die Agen­tur für Arbeit unter­stützt für eine pass­ge­naue Ver­mitt­lung mit indi­vi­du­el­ler Bera­tung (auch für Unter­neh­men), geziel­ter Qua­li­fi­zie­rung und finan­zi­el­ler För­de­rung. 

Mehr Stel­len­mel­dun­gen als im Vor­mo­nat

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­centern 881 neue Stel­len im Lau­fe des Monats. Das sind 160 mehr als im Vor­mo­nat. Der Bestand offe­ner Stel­len ist mit 4.182 um 65 grö­ßer als im Vor­mo­nat.

Der größ­te Anteil an frei­en Stel­len im Bestand kommt mit 956 aus dem ver­ar­bei­ten­den Gewer­be. Danach folgt das Bau­ge­wer­be mit 529 offe­nen Arbeits­stel­len. Im Gesund­heits­we­sen sind 505 Stel­len zu beset­zen und in der Arbeit­neh­mer­über­las­sung 467. Der Groß- und Ein­zel­han­del mel­det 341 Arbeits­plät­ze und das Gast­ge­wer­be 194.

Anstieg der Arbeits­lo­sen­zahl nur bei Agen­tur für Arbeit – Arbeits­lo­sig­keit wei­ter über Vor­jah­res­ni­veau

Von den ins­ge­samt 8.141 arbeits­los gemel­de­ten Men­schen wer­den 4.763 und damit 58,5 Pro­zent von der Agen­tur für Arbeit betreut, das sind 174 mehr als im Vor­mo­nat (+3,8% Pro­zent). Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist die Zahl der Per­so­nen, die bei der Agen­tur für Arbeit arbeits­los gemel­det sind, um 100 bezie­hungs­wei­se 2,1 Pro­zent gestie­gen. Im April lag die­ser Unter­schied zum Vor­jah­res­mo­nat aller­dings noch bei 9,0 Pro­zent, im Mai noch bei 5,8 Pro­zent und im Juni bei 3,6 Pro­zent. Der Abstand zum Vor­jahr schrumpft damit wei­ter­hin ten­den­zi­ell.

Bei den Job­cen­tern sind der­zeit 3.378 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Das sind 14 Per­so­nen weni­ger als im Vor­mo­nat (-0,4 Pro­zent) und 8 weni­ger als im Vor­jahr (-0,2 Pro­zent).

Stadt und Land­krei­se

Der Arbeits­markt in der Stadt Ans­bach

Die Arbeits­lo­sen­quo­te in der Stadt Ans­bach liegt bei 5,4 Pro­zent (Vor­mo­nat: 5,2 Pro­zent und Vor­jahr: 5,2 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Men­schen ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 47 gestie­gen und liegt jetzt bei 1.301 Per­so­nen. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 49 zu.

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Juli 116 neue Stel­len. Das sind 11 weni­ger als vor einem Monat. Ins­ge­samt sind aus dem Stadt­ge­biet Ans­bach 469 freie Stel­len im Bestand Vor­mo­nat: 485).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 593 Men­schen arbeits­los gemel­det. Das sind 35 mehr als im Vor­mo­nat. Beim Job­cen­ter sind 708 Per­so­nen arbeits­los gemel­det und damit 12 mehr als vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr stieg die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 37 Per­so­nen und im Bereich des Job­cen­ters um 12.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Ans­bach

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Ans­bach liegt bei 2,9 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,9 Pro­zent und Vor­jahr: 2,8 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen nahm im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 10 zu und liegt jetzt bei 3.166. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 61 zu.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Ans­bach mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice im Juli 328 neue Stel­len und damit 75 mehr als vor einem Monat. Ins­ge­samt sind 1.602 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: 1.617).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind mit 1.985 Per­so­nen 42 mehr arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Beim Job­cen­ter sind 1.181 Per­so­nen arbeits­los gemel­det und damit 32 weni­ger als vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 55 und im Bereich des Job­cen­ters um 6 zu.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Roth

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Roth liegt bei 2,4 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,3 Pro­zent, Vor­jahr: 2,4 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen ist mit 1.759 im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 59 gestie­gen und im Ver­gleich zum Vor­jahr um 57 gesun­ken.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Roth mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Juli 263 neue Stel­len, das sind 67 mehr als vor einem Monat. Ins­ge­samt sind 1.171 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: 1.113).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 1.134 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 56 Per­so­nen mehr. Beim Job­cen­ter sind 625 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind 3 mehr als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr hat die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 68 Per­so­nen abge­nom­men und im Bereich des Job­cen­ters um 11 zuge­nom­men.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen liegt bei 3,5 Pro­zent (Vor­mo­nat: 3,4 Pro­zent, Vor­jahr: 3,4 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 44 gestie­gen und liegt bei 1.915. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 39 zu.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Juli 174 neue Stel­len, das sind 29 mehr als vor einem Monat. Ins­ge­samt sind 940 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: 902).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 1.051 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 41 Per­so­nen mehr. Beim Job­cen­ter sind mit 864 Per­so­nen 3 mehr arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 76 Per­so­nen zu, im Bereich des Job­cen­ters nahm sie um 37 Per­so­nen ab.

Foto: Bri­git­te Dorr