Aktion „Zukunft-Pflanzen“

von | 11. April 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). Der Orts­ver­band der Grü­nen sucht Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aus Wei­ßen­burg und den Orts­tei­len, die Teil der Akti­on „Zukunft-Pflan­zen“ wer­den wol­len. Dabei wer­den zwan­zig jun­ge Baum­setz­lin­ge, inklu­si­ver Kom­plett­pflan­zung, an Pri­vat­leu­te ver­schenkt. Die ein­zi­ge Vor­aus­set­zung dafür ist, dass ein pas­sen­der Stand­ort mit cir­ca einem Qua­drat­me­ter soge­nann­ten „Mut­ter­bo­den“, d.h. natür­lich gewach­se­ner Boden, zur Ver­fü­gung steht, der gemein­sam bepflanzt wer­den kann.

Zur Aus­wahl ste­hen ent­we­der eine regio­na­le Apfel­sor­te oder als Alter­na­ti­ve für die Stadt gut geeig­ne­te Sor­ten wie Kas­ta­nie, Chris­tus­dorn­baum oder Ulme. Die rela­tiv klei­nen Bäu­me wer­den, wenn nötig, mit einem Wind­schutz gepflanzt und benö­ti­gen kei­ner­lei Pfle­ge oder Dün­gung.

Wer Inter­es­se und einen pas­sen­den Stand­ort für einen der jun­gen Bäu­me hat, kann sich ab Sonn­tag, 16. April, ab 15.00 Uhr, auf der Home­page der Grü­nen Wei­ßen­burg unter www.gruene-weissenburg.de anmel­den. Die ers­ten zwan­zig Anmel­dun­gen wer­den in der dar­auf fol­gen­den Woche kon­tak­tiert.

Die Grü­nen Wei­ßen­burg möch­ten mit die­ser Akti­on in ers­ter Linie Bewusst­sein schaf­fen, im Umgang mit dem The­ma Bäu­me und Bepflan­zung in Zei­ten des Kli­ma­wan­dels. Zum einen wer­den pri­vat wie auch öffent­lich zumeist „gro­ße“ mehr­jäh­ri­ge Bäu­me gepflanzt, in der Hoff­nung, dass die­se schnel­ler wach­sen – was sich beim genaue­ren Hin­se­hen aller­dings als Trug­schluss ent­puppt. Zum ande­ren wird häu­fig die weit­ver­brei­tet aber kurz­sich­ti­ge Pra­xis ange­wen­det, gefäll­ten „Alt­be­stand“ mit Neu­be­pflan­zung zu kom­pen­sie­ren. Dafür wer­den in der Regel eben­falls mehr­jäh­ri­ge Bäu­me gepflanzt, die zum Teil sehr hohe Aus­fäl­le haben.

Bis die­se neu gepflanz­ten Bäu­me das Erwach­se­nen­al­ter errei­chen und einen gleich­wer­ti­gen Bei­trag zum Kli­ma­schutz leis­ten kön­nen, dau­ert es bis zu sieb­zig Jah­re. Eine sehr lan­ge Zeit­span­ne, bedenkt man die deut­lich spür­ba­ren Kli­ma­ver­än­de­run­gen allein der letz­ten zehn Jah­re, die beson­ders nicht aus­ge­wach­se­nen Bäu­men zusetzt.

Ein viel­ver­spre­chen­der Ansatz ist es statt­des­sen, jun­ge Bäu­me zu pflan­zen. Jung­pflan­zen haben noch den Drang schnellst­mög­lich Wur­zel­mas­se aus­zu­bil­den, um Kon­kur­ren­ten im Vor­teil zu sein. Somit haben sie eine deut­lich grö­ße­re Chan­ce in Zukunft, trotz kom­men­der Hit­ze- und Tro­cken­pe­ri­oden, zu über­le­ben und zu wach­sen. Das Bei­spiel der Natur­ver­jün­gun­gen aus der Forst­wirt­schaft zeigt bereits dahin­ge­hend die größ­ten Erfol­ge mit die­ser Metho­de.

Orts­ver­band Wei­ßen­burg

Foto: BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN