Arbeitslosigkeit nimmt saisonüblich ab — Noch viele freie Ausbildungsstellen

von | 5. April 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). „Erwar­tungs­ge­mäß sinkt die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Men­schen im März. Vie­le Betrie­be, die wit­te­rungs­be­dingt ihre Mitarbeiter*innen über die Win­ter­mo­na­te aus­stel­len müs­sen neh­men ihre Arbeit wie­der auf. Gleich­wohl fällt die­se Ent­wick­lung die­ses Jahr schwä­cher aus. Dies liegt unter ande­rem dar­an, dass der Win­ter rela­tiv mild war und den Unter­neh­men ist dar­an gele­gen, Fach­kräf­te zu hal­ten“, erläu­tert Clau­dia Wol­fin­ger, Vor­sit­zen­de der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Arbeit Ans­bach-Wei­ßen­burg.

Daten im Über­blick
Arbeits­lo­sen­zahl im März: ‑327 auf 7.601 (-4,1 Pro­zent zu Vor­mo­nat)
Arbeits­lo­sen­zahl im Vor­jah­res­ver­gleich: +835 (+12,3 Pro­zent)
Arbeits­lo­sen­quo­te gegen­über Vor­mo­nat: ‑0,1 bei 3,0 Pro­zent
Arbeits­lo­sen­quo­te im Vor­jahr: 2,6 Pro­zent

Bei Agen­tur für Arbeit weni­ger arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat – Zahl bei Job­cen­tern leicht gestie­gen

Von den ins­ge­samt 7.601 arbeits­los gemel­de­ten Men­schen wer­den 3.945 und damit 51,9 Pro­zent von der Agen­tur für Arbeit betreut. Im Ver­gleich zum Vor­mo­nat sind das 379 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 8,8 Pro­zent weni­ger. Zieht man den Ver­gleich zum März 2022 liegt ein Minus von 134 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 3,3 Pro­zent vor. Bei den Job­cen­tern sind der­zeit 3.656 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Das sind 52 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 1,4 Pro­zent mehr als im Vor­mo­nat. Zum Vor­jah­res­mo­nat errech­net sich ein Zuwachs um 969 Men­schen bezie­hungs­wei­se 36,1 Pro­zent.

Weni­ger neue Stel­len – Bestand offe­ner Stel­len wei­ter hoch
Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­tern 1.094 neue Stel­len im Lau­fe des Monats. Im Vor­mo­nats­ver­gleich sind das 158 weni­ger. Der Ver­gleich mit März 2022 ergibt 138 Stel­len weni­ger. Der Bestand an offe­nen Stel­len ist mit 6.359 höher als im März 2022 (+113) und deut­lich höher als jeweils im März der Jah­re 2019 (5.156) und 2018 (5.274), vor der Coro­na­kri­se. Der größ­te Anteil an frei­en Stel­len kommt mit 1.208 aus dem ver­ar­bei­ten­den Gewer­be. Danach folgt die Arbeit­neh­mer­über­las­sung mit 1.055 offe­nen Arbeits­stel­len. Im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen sind 783 und im Bau­ge­wer­be sind 618 Stel­len zu beset­zen. Der Groß- und Ein­zel­han­del mel­det 602 freie Arbeits­plät­ze und das Gast­ge­wer­be 321. Das größ­te Plus gegen­über dem März 2022 gibt es im Groß- und Ein­zel­han­del mit 12,1 Pro­zent mehr frei­en Arbeits­stel­len.

Aus­bil­dungs­markt: Zahl der Bewerber*innen nimmt zu
Zur Mit­te des aktu­el­len Berichts­jahrs (Okto­ber 2022-Sep­tem­ber 2023) sind 3.950 Aus­bil­dungs­stel­len gemel­det. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ent­spricht das einer Zunah­me um 8,5 Pro­zent. Davon sind 2.541 also etwa 64 Pro­zent noch unbe­setzt. Im Jahr zuvor waren es mit rund 66 Pro­zent etwas mehr. Auf der ande­ren Sei­te sind im März 2.401 Bewerber*innen bei der Berufs­be­ra­tung gemel­de­te. Das sind 171 bezie­hungs­wei­se 7,7 Pro­zent mehr als vor einem Jahr. 1.332 Bewerber*innen und damit rund 55,5 Pro­zent sind noch unver­sorgt, also noch ohne Aus­bil­dungs­platz.
„Es ist erfreu­lich, dass sich wie­der mehr jun­ge Men­schen für eine Berufs­aus­bil­dung inter­es­sie­ren. Eine dua­le Aus­bil­dung ist ein pra­xis­na­her Start ins Berufs­le­ben und die Grund­la­ge für her­vor­ra­gen­de Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten. Schön, dass wei­ter­hin so vie­le Betrie­be bereit sind, Jugend­li­chen die­se Chan­ce zu geben, indem sie zugleich ihre Fach­kräf­te von mor­gen aus­bil­den“, erklärt Clau­dia Wol­fin­ger.

Stadt und Land­krei­se

Der Arbeits­markt im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen: Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen liegt bei 3,8 Pro­zent (Vor­mo­nat: 4,0 Pro­zent, März 2022: 3,2 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen sank im Ver­gleich zum Febru­ar um 90 bezie­hungs­wei­se 4,2 Pro­zent auf 2.042. Ver­gli­chen mit dem Vor­jah­res­mo­nat nahm sie um 341 zu.
Die Arbeitgeber*innen im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im März 199 neue Stel­len. Das sind 20 weni­ger als vor einem Monat und 26 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.298 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: +44; Vor­jahr: +96).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 937 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 119 Men­schen bezie­hungs­wei­se 11,3 Pro­zent weni­ger. Beim Job­cen­ter sind 1.105 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, was einem Plus von 29 bezie­hungs­wei­se 2,7 Pro­zent zum Vor­mo­nat ent­spricht. Im Ver­gleich zum Vor­jahr sank die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 39, im Bereich des Job­cen­ters stieg sie um 380 Per­so­nen

Der Arbeits­markt in der Stadt Ans­bach: Die Arbeits­lo­sen­quo­te in der Stadt Ans­bach liegt bei 4,5 Pro­zent (Vor­mo­nat: 4,8 Pro­zent und März 2022: 3,8 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Men­schen nahm im Ver­gleich zum Febru­ar um 55 ab und liegt jetzt bei 1.076 Per­so­nen. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 173 zu. Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im März 187 neue Stel­len, das sind 15 weni­ger als vor einem Monat und vier weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind im Stadt­ge­biet Ans­bach 754 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: +35; Vor­jahr: +52).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 432 Men­schen arbeits­los gemel­det. Das sind 30 bezie­hungs­wei­se 6,5 Pro­zent weni­ger als vor einem Monat. Beim Job­cen­ter sind 644 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, was einem Minus von 25 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 3,7 Pro­zent zum Vor­mo­nat ent­spricht. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 14 Per­so­nen ab, im Bereich des Job­cen­ters stieg sie um 187 Per­so­nen.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Ans­bach. Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Ans­bach liegt bei 2,7 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,8 Pro­zent und März 2022: 2,4 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen nahm im Ver­gleich zum Febru­ar um 120 ab und liegt jetzt bei 2.857. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 265 zu. Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Ans­bach mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice im März mit 416 neu­en Stel­len 61 weni­ger als noch vor einem Monat und 60 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 2.342 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: +96; Vor­jahr: ‑153).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind mit 1.640 Per­so­nen 156 bezie­hungs­wei­se 8,7 Pro­zent weni­ger arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Beim Job­cen­ter sind 1.217 Men­schen arbeits­los gemel­det, was einem Plus von 36 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 3,0 Pro­zent zum Vor­mo­nat ent­spricht. Im Ver­gleich zum Vor­jahr stieg die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 32 Per­so­nen, im Bereich des Job­cen­ters stieg sie um 233 Per­so­nen.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Roth
Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Roth liegt bei 2,2 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,3 Pro­zent; März 2022: 2,1 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen sank im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 62 auf 1.626. Im Vor­jah­res­ver­gleich stieg sie um 56 Per­so­nen. Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Roth mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im März 292 neue Stel­len, das sind 62 weni­ger als vor einem Monat und 48 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.965 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: ‑28; Vor­jahr: +118).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 936 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 74 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 7,3 Pro­zent weni­ger. Beim Job­cen­ter sind 690 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, was einem Plus von zwölf Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 1,8 Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­mo­nat ent­spricht. Im Ver­gleich zum Vor­jah­res­mo­nat nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 113 ab, im Bereich des Job­cen­ters nahm sie um 169 Per­so­nen zu.

Foto: Bri­git­te Dorr