Arbeitsmarkt stabil – Frühjahrsbelebung hält an — Zugang und Bestand offener Stellen leicht rückläufig

von | 3. Mai 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Alt­mühl­fran­ken (red). „Die Früh­jahrs­be­le­bung hält an. Auch wenn der sai­son­ty­pi­sche Rück­gang der Arbeits­lo­sen­zahl schwä­cher aus­fällt als in den Jah­ren zuvor. Dies liegt unte­re ande­rem dar­an, dass vie­le Betrie­be, die wit­te­rungs­ab­hän­gig sind wegen des mil­den Win­ters weni­ger Mitarbeiter*innen aus­stel­len muss­ten. Der Arbeits­markt ist sta­bil und zeigt kei­ne extre­men Auf- oder Abwärts­be­we­gun­gen“, erläu­tert Clau­dia Wol­fin­ger, Vor­sit­zen­de der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Arbeit Ans­bach-Wei­ßen­burg.

Bei Agen­tur für Arbeit und Job­cen­tern weni­ger arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat Von den ins­ge­samt 7.192 arbeits­los gemel­de­ten Men­schen wer­den 3.594 und damit 50,0 Pro­zent von der Agen­tur für Arbeit betreut. Im Ver­gleich zum Vor­mo­nat sind das 351 Per­so­nen weni­ger. Zieht man den Ver­gleich zum April 2022 liegt ein Minus von 75 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 2,0 Pro­zent vor. Bei den Job­cen­tern sind der­zeit 3.598 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Das sind 58 weni­ger als im Vor­mo­nat. Zum Vor­jahr errech­net sich ein Zuwachs um 932 Men­schen bezie­hungs­wei­se 35,0 Pro­zent.

Weni­ger neue Stel­len – Bestand offe­ner Stel­len wei­ter hoch
Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­tern 1.041 neue Stel­len im Lau­fe des Monats. Im Vor­mo­nats­ver­gleich sind das 53 weni­ger. Der Ver­gleich mit April 2022 ergibt 143 weni­ger gemel­de­te Stel­len. Der Bestand an offe­nen Stel­len ist mit 6.321 nahe­zu gleich mit dem im April 2022 und höher als jeweils im April der Jah­re 2019 (5.174) und 2018 (5.296), vor der Coro­na­kri­se. Der größ­te Anteil an frei­en Stel­len kommt mit 1.231 aus dem ver­ar­bei­ten­den Gewer­be. Danach folgt die Arbeit­neh­mer­über­las­sung mit 1.057 offe­nen Arbeits­stel­len. Im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen sind 799 und im Bau­ge­wer­be sind 613 Stel­len zu beset­zen. Der Groß- und Ein­zel­han­del mel­det 595 Arbeits­plät­ze und das Gast­ge­wer­be 331. Das größ­te Plus gegen­über dem April 2022 gibt es im Groß- und Ein­zel­han­del mit 9,2 Pro­zent mehr frei­en Arbeits­stel­len im Bestand.

„Die Arbeitgeber*innen in West­mit­tel­fran­ken plat­zie­ren neue Stel­len­an­ge­bo­te momen­tan eher bedacht und ver­su­chen die bereits gemel­de­ten offe­nen Stel­len zu beset­zen. Dies führt zu weni­ger Stel­len­zu­gän­gen und zu einer Abnah­me des Bestands. Nichts­des­to­trotz bie­ten sich Arbeitnehmer*innen aktu­ell gute Chan­cen auf dem Arbeits­markt, wenn sie über eine ent­spre­chen­de Qua­li­fi­ka­ti­on ver­fü­gen. Dem­entspre­chend unter­stützt die Agen­tur für Arbeit arbeits­lo­se Men­schen bei der Wei­ter­bil­dung eben­so wie Beschäf­tig­te“, erklärt Clau­dia Wol­fin­ger.

Aus­bil­dungs­markt: Zahl der Bewerber*innen nimmt zu
Im April sind 4.113 Aus­bil­dungs­stel­len gemel­det. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ent­spricht das einer Zunah­me um 9,0 Pro­zent. Davon sind 2.493 also etwa 61 Pro­zent noch unbe­setzt. Im Jahr zuvor waren es zu die­sem Zeit­punkt etwa 62 Pro­zent. Auf der ande­ren Sei­te sind im April 2.531 Bewerber*innen bei der Berufs­be­ra­tung gemel­de­te. Das sind 133 bezie­hungs­wei­se 5,5 Pro­zent mehr als vor einem Jahr. 1.140 Bewerber*innen und damit rund 45 Pro­zent sind noch unver­sorgt, also noch ohne Aus­bil­dungs­platz.

Stadt und Land­krei­se

Der Arbeits­markt im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen
Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen liegt bei 3,6 Pro­zent (Vor­mo­nat: 3,8 Pro­zent, Vor­jahr: 2,9 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen sank im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 109 auf 1.933, im Vor­jah­res­ver­gleich liegt sie um 368 höher. Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im April 232 neue Stel­len, das sind 33 mehr als vor einem Monat und 18 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.302 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: +4; Vor­jahr: +49).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 833 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 104 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 11,1 Pro­zent weni­ger. Beim Job­cen­ter sind mit 1.100 nahe­zu genau so vie­le Per­so­nen arbeits­los gemel­det wie im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 25 Per­so­nen ab, im Bereich des Job­cen­ters um 393 Per­so­nen zu.

Der Arbeits­markt in der Stadt Ans­bach
Die Arbeits­lo­sen­quo­te in der Stadt Ans­bach liegt im Ver­gleich zum Vor­mo­nat unver­än­dert bei 4,5 Pro­zent (April 2022: 3,7 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Men­schen ist im Ver­gleich zum März exakt gleich­ge­blie­ben und liegt jetzt bei 1.076 Per­so­nen. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 181 zu. Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im April 206 neue Stel­len, das sind 19 mehr als vor einem Monat und 50 mehr als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind aus dem Stadt­ge­biet Ans­bach 779 freie Stel­len
im Bestand (Vor­mo­nat: +25; Vor­jahr: +89).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 436 Men­schen arbeits­los gemel­det. Das sind nahe­zu genau so vie­le wie vor einem Monat. Beim Job­cen­ter sind mit 640 Per­so­nen nahe­zu genau­so vie­le Men­schen arbeits­los gemel­det wie vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 13 Per­so­nen zu, im Bereich des Job­cen­ters stieg sie um 168 Per­so­nen.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Ans­bach
Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Ans­bach liegt bei 2,5 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,7 Pro­zent und April 2022: 2,2 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen nahm im Ver­gleich zum März um 196 ab und liegt jetzt bei 2.661. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 282 zu. Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Ans­bach mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice im April mit 324 neu­en Stel­len 92 weni­ger als noch vor einem Monat und 101 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 2.287 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: ‑55; Vor­jahr: ‑262).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind mit 1.470 Per­so­nen 170 bezie­hungs­wei­se 10,4 Pro­zent weni­ger arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Beim Job­cen­ter sind 1.191 Men­schen arbeits­los gemel­det, was einem Minus von 26 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 2,1 Pro­zent zum Vor­mo­nat ent­spricht. Im Ver­gleich zum Vor­jahr stieg die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 53 Per­so­nen, im Bereich des Job­cen­ters stieg sie um 229 Per­so­nen.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Roth
Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Roth liegt bei 2,1 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,2 Pro­zent, Vor­jahr: 2,0 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen sank im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 104 auf 1.522, im Vor­jah­res­ver­gleich liegt sie um 26 höher. Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Land­kreis Roth mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im April 279 neue Stel­len, das sind 13 weni­ger als vor einem Monat und 74 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.953 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: ‑12; Vor­jahr: +129).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 855 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 81 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 8,7 Pro­zent weni­ger. Beim Job­cen­ter sind 667 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, was einem Minus von 23 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 3,3 Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­mo­nat ent­spricht. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 116 Per­so­nen ab, im Bereich des Job­cen­ters um 142 Per­so­nen zu.

Foto: Bri­git­te Dorr