Arbeitsmarkt trotz anhaltenden Krisen weiterhin stabil — Gute Aussichten für 2023

von | 3. Februar 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). „Die Arbeits­markt­aus­sich­ten sind trotz anhal­ten­dem Ukrai­ne­krieg, teil­wei­sen Mate­ri­al­eng­päs­sen und fort­schrei­ten­der Ener­gie­kri­se für 2023 sehr posi­tiv. Die Fir­men im Agen­tur­be­zirk sind gut in das neue Jahr gestar­tet, die Auf­trags­bü­cher sind voll und die Lager mitt­ler­wei­le wie­der nahe­zu gefüllt. Der leich­te Anstieg der Arbeits­lo­sig­keit im Janu­ar ist auf die
sai­son­be­ding­ten Kün­di­gun­gen zurück­zu­füh­ren, wobei vie­le der neu gemel­de­ten Arbeits­lo­sen bereits wie­der eine Ein­stel­lungs­zu­sa­ge für das Früh­jahr haben“, erklärt Clau­dia Wol­fin­ger, Vor­sit­zen­de der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Arbeit Ans­bach-Wei­ßen­burg. „Schaut man sich wei­ter die Zah­len der sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Beschäf­tig­ten an ist im Ver­gleich zum Vor­jahr 2022 die Zahl der sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen Beschäf­tig­ten um 1.973 Per­so­nen bzw. 1,2 Pro­zent gestie­gen und liegt damit auf einem his­to­risch hohen Niveau. Fer­ner sind die Anzei­gen auf Kurz­ar­bei­ter­geld nach wie vor rück­läu­fig und auch das Arbeits­an­ge­bot ist auf einem gleich­blei­ben­den hohen Niveau. Mit einem Ein­bruch des Arbeits­mark­tes im Früh­jahr 2023 ist nicht zu rech­nen, die Lage ist wei­ter­hin sta­bil,“ erläu­tert
Wol­fin­ger.

Daten im Über­blick: 
Arbeits­lo­sen­zahl im Janu­ar: + 1.021 auf 7.855 (+14,9 Pro­zent zu Vor­mo­nat)
Arbeits­lo­sen­zahl im Vor­jah­res­ver­gleich: + 451 (+6,1 Pro­zent)
Arbeits­lo­sen­quo­te gegen­über Vor­mo­nat: +0,4 auf 3,1 Pro­zent
Arbeits­lo­sen­quo­te im Vor­jahr: 2,9 Pro­zent

Wei­ter­hin vie­le offe­ne Stel­len im Bestand
Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­tern 877 neue Stel­len im Lau­fe des Monats. Im Vor­mo­nats­ver­gleich sind das 255 weni­ger. Der Ver­gleich mit Janu­ar 2022 ergibt 16 Stel­len mehr. Der Bestand an offe­nen Stel­len ist mit 5.960 noch höher als jeweils im Janu­ar der Vor­jah­re (2022: 5.907, 2021: 4.486, 2020: 4.728). Selbst im Janu­ar 2019, also vor der Coro­na­kri­se, waren mit 5.046 deut­lich weni­ger offe­ne Stel­len vor­han­den.

Der größ­te Anteil an frei­en Stel­len kommt mit 1.177 aus dem ver­ar­bei­ten­den Gewer­be. Danach folgt die Arbeit­neh­mer­über­las­sung mit 1.014 offe­nen Arbeits­stel­len. Im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen sind 734 und im Bau­ge­wer­be sind 575 Stel­len zu beset­zen. Der Groß- und Ein­zel­han­del mel­det 564 Arbeits­plät­ze und das Gast­ge­wer­be 286. Das größ­te Plus gegen­über dem Janu­ar 2022 gibt es im Gast­ge­wer­be mit 14,9 Pro­zent mehr frei­en Arbeits­stel­len.

Bei Agen­tur für Arbeit weni­ger Arbeits­lo­se als im Vor­jahr – bei Job­cen­ter deut­lich mehr Arbeits­lo­se als im Vor­jahr
Von den ins­ge­samt 7.855 arbeits­los gemel­de­ten Men­schen wer­den 4.413 und damit 56,2 Pro­zent von der Agen­tur für Arbeit betreut. Im Ver­gleich zum Vor­mo­nat sind das sai­son­be­dingt 956 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 27,7 Pro­zent mehr. Zieht man den Ver­gleich zum Janu­ar 2022 liegt ein Minus von 329 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 6,9 Pro­zent vor. Bei den Job­cen­tern sind der­zeit 3.442 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Das sind 65 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 1,9 Pro­zent mehr als im Vor­mo­nat. Zum Vor­jah­res­mo­nat errech­net sich auf­grund der Zuwan­de­rung ukrai­ni­scher Geflüch­te­ter ein Zuwachs um 780 Men­schen bezie­hungs­wei­se 29,3 Pro­zent.

Stadt und Land­krei­se

Der Arbeits­markt in der Stadt Ans­bach
Die Arbeits­lo­sen­quo­te in der Stadt Ans­bach liegt bei 4,5 Pro­zent (Vor­mo­nat: 4,0 Pro­zent und Janu­ar 2022: 3,9 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Men­schen nahm im Ver­gleich zum Dezem­ber um 124 zu und liegt jetzt bei 1.072 Per­so­nen. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 129 zu. Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Janu­ar 131 neue Stel­len, das sind 44 weni­ger als vor einem Monat und 25 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind im Stadt­ge­biet Ans­bach 665 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: ‑48; Vor­jahr: ‑11).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 465 Men­schen arbeits­los gemel­det, 91 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 24,3 Pro­zent mehr als vor einem Monat. Beim Job­cen­ter sind 607 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, was einem Plus von 33 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 5,7 Pro­zent zum Vor­mo­nat ent­spricht. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 27 Per­so­nen ab, im Bereich des Job­cen­ters stieg sie um 156 Per­so­nen.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Ans­bach
Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Ans­bach liegt bei 2,8 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,4 Pro­zent und Janu­ar 2022: 2,6 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen stieg im Ver­gleich zum Dezem­ber um 395 auf 2.969, im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 207 zu. Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Ans­bach mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice im Dezem­ber mit 271 neu­en Stel­len 186 weni­ger als noch vor einem Monat und 22 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 2.102 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: ‑97; Vor­jahr: ‑360).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 1.809 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 414 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 29,7 Pro­zent mehr. Beim Job­cen­ter sind 1.160 Men­schen arbeits­los gemel­det, was einem Minus von 19 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 1,6 Pro­zent zum Vor­mo­nat ent­spricht. Im Ver­gleich zum Vor­jahr sank die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 16, im Bereich des Job­cen­ters stieg sie um 223 Per­so­nen.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Roth
Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Roth liegt bei 2,3 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,0 Pro­zent und im Janu­ar 2022: 2,4 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen stieg im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 202 auf 1.671, im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 84 Per­so­nen ab. Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Roth mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Janu­ar 309 neue Stel­len, das sind 14 mehr als vor einem Monat und 62 mehr als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.928 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: +53; Vor­jahr: +215).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 1.033 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 184 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 21,7 Pro­zent mehr. Beim Job­cen­ter sind 638 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, was einem Plus von 18 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 2,9 Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­mo­nat ent­spricht. Im Ver­gleich zum Vor­jah­res­mo­nat nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 191 ab, im Bereich des Job­cen­ters nahm sie um 107 Per­so­nen zu.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen
Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen liegt bei 4,0 Pro­zent (Vor­mo­nat: 3,5 Pro­zent, Vor­jahr: 3,6 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen stieg im Ver­gleich zum Dezem­ber um 300 Per­so­nen auf 2.143, ver­gli­chen mit dem Vor­jah­res­mo­nat nahm sie um 199 zu. Die Arbeitgeber*innen im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Janu­ar 166 neue Stel­len. Das sind 39 weni­ger als vor einem Monat und nahe­zu so vie­le wie vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.265 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: +32; Vor­jahr: +209).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 1.106 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 267 Men­schen bezie­hungs­wei­se 31,8 Pro­zent mehr. Beim Job­cen­ter sind 1.037 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, was einem Plus von 33 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 3,3 Pro­zent zum Vor­mo­nat ent­spricht. Im Ver­gleich zum Vor­jahr sank die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 95, im Bereich des Job­cen­ters stieg sie um 294 Per­so­nen.

Foto: Bri­git­te Dorr