CSU erteilt Lauterbachs Plänen eine Abfuhr

von | 1. Februar 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Ber­gen (red). Die Land­kreis-CSU traf sich in Ber­gen zu ihrer Sit­zung. Beson­ders Bauch­schmer­zen berei­tet den Christ­so­zia­len die dro­hen­de Reform der Kran­ken­häu­ser­fi­nan­zie­rung. Die­se gefähr­de die hie­si­ge Kran­ken­haus­land­schaft.

Ein­ge­la­den hat­te die CSU-Kreis­vor­sit­zen­de Dr. Dr. Kris­ti­na Becker. Nach der lan­gen Nomi­nie­rungs­pha­se freue man sich jetzt beson­ders auf den Wahl­kampf und die Sach­ar­beit. „Wir gehen geschlos­sen in die nächs­te Zeit“, so die Treucht­lin­ger Bür­ger­meis­te­rin. Ein ers­te Ver­an­stal­tung im neu­en Jahr, der Neu­jahrs­emp­fang mit Minis­ter­prä­si­dent Söder, sei gut ver­lau­fen. „Gemes­sen an Zeit und Ort ist der Besuch sehr gut gewe­sen; ande­re Par­tei­en müs­sen sich durch­aus mit weni­ger Besu­chern zufrie­den­ge­ben“, gab Kris­ti­na Becker zu beden­ken.

Anschlie­ßend sprach der Kreis­vor­stand über die der­zei­ti­gen Bau­stel­len in der (Land­kreis-) Poli­tik. „Die gesamt­po­li­ti­sche Lage ist schwie­rig und wirk­lich auf allen Ebe­nen eine Her­aus­for­de­rung “, befand Becker. Fach­kräf­te fehl­ten, Prei­se stie­gen und Refor­men kämen nur schlep­pend in Gang. Vor­ga­ben von oben lie­ßen sich — viel­fach aus recht­li­chen Grün­den- an der Basis nicht umset­zen. Das sei ein Pro­blem, so die Rat­haus­chefin.

Eine Reform, das merk­te der Direkt­kan­di­dat Hel­mut Schnotz an, das sei­en sicher die Lau­ter­bach­schen Kran­ken­haus­plä­ne. „Es ist schon eine Reform, aber eine, die die Gesund­heits­struk­tur im länd­li­chen Raum wei­ter belas­tet“, so der Bür­ger­meis­ter. Lau­ter­bachs Reform spü­le eben nicht mehr Geld in die länd­li­chen Kran­ken­häu­ser. Gleich­zei­tig wer­den vie­le Stand­or­te in der neu­en Kate­go­ri­sie­rung her­ab­ge­stuft. Das könn­te zum Bei­spiel bedeu­ten, dass Gun­zen­hau­sen weni­ger Geld erhal­te und medi­zi­ni­sche Fach­be­rei­che abge­ben müs­se. „Das schmerzt dann wie­der in den länd­li­chen Regio­nen beson­ders stark“, so Schnotz.

Dem pflich­te­te auch CSU-Kreis­ge­schäfts­füh­rer Denis Glotz bei. „Ich kom­me aus Gun­zen­hau­sen und lebe hier“, so der 21-Jäh­ri­ge. Die Reform­plä­ne Lau­ter­bachs sei­en in die­sem Punkt untrag­bar. „Mei­ne Eltern, mei­ne Fami­lie und Freun­de woh­nen alle im länd­li­chen Raum. Eine gute medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung ist da Prio­ri­tät Num­mer 1.“, meint Glotz. Dass Lau­ter­bach, der selbst aus dem Raum Leverkusen/Köln stammt, den länd­li­chen Raum nicht unter­stüt­ze, wun­de­re Glotz nicht. „Der ver­steht sowie­so nur Groß­stadt“. Artur Auern­ham­mer und der Kan­di­dat Hel­mut Schnotz sei­en aber die per­fek­ten Ver­tre­ter, um zu ver­hin­dern, dass „Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen am Ende hin­ten run­ter­fällt“, ist er sicher. Sie kämpf­ten für gleich­wer­ti­ge Lebens­ver­hält­nis­se in Stadt und Land.

Bild­un­ter­schrift: /v.l.): Land­rat Manu­el West­phal, Michae­la Schweg­ler, Kreis­vor­sit­zen­de Dr. Dr. Kris­ti­na Becker, Kan­di­dat Hel­mut Schnotz, Fried­rich Kolb, Ani­ta Dol­lin­ger und CSU-Kreis­ge­schäfts­füh­rer Denis Glotz. Foto: CSU-Kreis­ver­ban­des Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen