Arbeitsmarktbericht: Höhere Arbeitslosigkeit als saisonal üblich

von | 1. Februar 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Nürn­berg (red). „Wie sai­so­nal üblich nimmt die Arbeits­lo­sig­keit im Janu­ar zu. Denn vie­le wit­te­rungs­ab­hän­gi­ge Betrei­be wie zum Bei­spiel aus der Bau­bran­che ent­las­sen im Win­ter vor­rü­ber­ge­hend Per­so­nal und stel­len es im Früh­jahr wie­der ein. Doch heu­er ist zudem die kon­junk­tu­rell schwie­ri­ge Lage auf dem Arbeits­markt spür­bar“, erläu­tert Clau­dia Wol­fin­ger, Vor­sit­zen­de der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Ans­bach-Wei­ßen­burg. „Auch wenn die Arbeitgeber*innen mit der der Mel­dung neu­er Stel­len momen­tan zurück­hal­ten­der sind, wer­den wei­ter­hin Arbeits­kräf­te nach­ge­fragt. Das zeigt der nach wie
vor hohe Bestand offe­ner Stel­len. Vor die­sem Hin­ter­grund bin ich zuver­sicht­lich, dass es uns gelin­gen wird, arbeits­lo­se Men­schen und Arbeitgeber*innen zusam­men­zu­brin­gen. Dabei ist ein wesent­li­cher Erfolgs­fak­tor die pas­sen­de Qua­li­fi­ka­ti­on. Dem­entspre­chend bleibt die För­de­rung der Wei­ter­bil­dung von arbeits­los gemel­de­ten Men­schen genau­so wie von Beschäf­tig­ten ein Schwer­punkt unse­rer Arbeit“, erklärt Wol­fin­ger.

Weni­ger neu gemel­de­te Stel­len – Bestand wei­ter auf hohem Niveau

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­tern 730 neue Stel­len im Lau­fe des Monats. Im Vor­mo­nats­ver­gleich sind das 157 (17,7 Pro­zent) und im Vor­jah­res­ver­gleich 147 (16,8 Pro­zent) weni­ger. Der Bestand an offe­nen Stel­len ist mit 5.834 um 126 nied­ri­ger als im Janu­ar 2023. Der größ­te Anteil an frei­en Stel­len im Bestand kommt mit 1.211 aus dem ver­ar­bei­ten­den Gewer­be. Danach folgt die Arbeit­neh­mer­über­las­sung mit 979 offe­nen Arbeits­stel­len. Im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen sind 652 und im Bau­ge­wer­be sind 590 Stel­len zu beset­zen. Der Groß- und Ein­zel­han­del mel­det 536 Arbeits­plät­ze und das Gast­ge­wer­be 265. Im ver­ar­bei­ten­den Gewer­be sind 2,9 Pro­zent mehr freie Stel­len im Bestand als im Vor­jahr und im Bau­ge­wer­be 2,6 Pro­zent. In allen ande­ren Bran­chen ist der Bestand frei­er Stel­len rück­läu­fig.

Zunah­me der arbeits­los gemel­de­ten bei Agen­tur für Arbeit und Job­cen­tern

Von den ins­ge­samt 8.658 arbeits­los gemel­de­ten Men­schen wer­den 4.831 und damit 55,8 Pro­zent von der Agen­tur für Arbeit betreut, 803 mehr als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Janu­ar 2023 ist die Zahl der Per­so­nen, die bei der Agen­tur für Arbeit arbeits­los gemel­det sind um 418 bezie­hungs­wei­se 9,5 Pro­zent gestie­gen. Bei den Job­cen­tern sind der­zeit 3.827 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Das sind 176 mehr als im Vor­mo­nat. Zum Vor­jahr errech­net sich eine Zunah­me um 385 Per­so­nen bezie­hungs­wei­se 11,2 Pro­zent.

Stadt und Land­krei­se

Der Arbeits­markt im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen
Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen liegt bei 4,3 Pro­zent (Vor­mo­nat: 3,9 Pro­zent, Vor­jahr: 4,0 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 239 gestie­gen und liegt bei 2.333, was einem Plus von 190 Per­so­nen im Ver­gleich zum Vor­jahr ent­spricht. Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Janu­ar 139 neue Stel­len, das sind zehn weni­ger als vor einem Monat und 27 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.176 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: ‑2; Vor­jahr: ‑89).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 1.206 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 197 Per­so­nen mehr. Beim Job­cen­ter sind mit 1.127 Per­so­nen 42 mehr arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 100 Per­so­nen zu, im Bereich des Job­cen­ters nahm sie um 90 Per­so­nen zu.

Der Arbeits­markt in der Stadt Ans­bach
Die Arbeits­lo­sen­quo­te in der Stadt Ans­bach liegt bei 5,0 Pro­zent (Vor­mo­nat: 4,4 Pro­zent und Janu­ar 2023: 4,5 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Men­schen ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 130 gestie­gen und liegt jetzt bei 1.188 Per­so­nen. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 116 zu. Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Janu­ar 133 neue Stel­len, das sind nahe­zu genau­so vie­le wie vor einem Monat und vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind aus dem Stadt­ge­biet Ans­bach 789 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: ‑22; Vor­jahr: +124).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 503 Men­schen arbeits­los gemel­det. Das sind 50 mehr als vor einem Monat. Beim Job­cen­ter sind 685 Per­so­nen arbeits­los gemel­det und damit 80 mehr als vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 38 Per­so­nen zu, im Bereich des Job­cen­ters stieg sie um 78 Per­so­nen.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Ans­bach
Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Ans­bach liegt bei 3,0 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,5 Pro­zent und Janu­ar 2023: 2,8 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen nahm im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 448 zu und liegt jetzt bei 3.236. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 267 zu. Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Ans­bach mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice im Janu­ar mit 278 neu­en Stel­len 37 weni­ger als vor einem Monat und sie­ben mehr als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 2.246 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: ‑50; Vor­jahr: +144).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind mit 2.019 Per­so­nen 426 mehr arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Beim Job­cen­ter sind mit 1.217 Men­schen 22 mehr arbeits­los gemel­det als vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 210 Per­so­nen zu, im Bereich des Job­cen­ters stieg sie um 57 Per­so­nen.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Roth
Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Roth liegt bei 2,6 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,4 Pro­zent, Vor­jahr: 2,3 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen ist mit 1.901 im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 162 gestie­gen. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist sie um 230 gestie­gen. Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Land­kreis Roth mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Janu­ar 180 neue Stel­len, das sind 108 weni­ger als vor einem Monat und 129 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.623 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: ‑9; Vor­jahr: ‑305).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 1.103 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 130 Per­so­nen mehr. Beim Job­cen­ter sind 798 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, 32 mehr als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr hat die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 70 Per­so­nen und im Bereich des Job­cen­ters um 160 Per­so­nen zuge­nom­men.

Foto: Bri­git­te Dorr