Treuchtlingen — Mit innovativen Sonderlösungen, hoher Fertigungstiefe und internationaler Ausrichtung hat sich die ASP Automation GmbH in Treuchtlingen als leistungsstarker Partner für Industrieunternehmen etabliert. Im Rahmen eines Unternehmensbesuchs informierten sich kürzlich Landrat Markus Gläser und die Wirtschaftsförderung des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen über die Entwicklung des Unternehmens, dessen zukunftsweisende Technologien sowie aktuelle Herausforderungen bei der Fachkräftesicherung.
Die ASP Automation GmbH in Treuchtlingen ist auf die Entwicklung, Herstellung und Montage individueller Automatisierungs- und Fördertechniklösungen sowie den Sondermaschinenbau spezialisiert und beliefert Kunden aus ganz Deutschland sowie dem internationalen Markt – darunter namhafte Maschinenbauer, Automobilhersteller und OEMs. Zum Leistungsspektrum gehört zudem ein umfangreiches Ersatzteilgeschäft, mit dem ASP seine Kunden auch langfristig bei Wartung und Instandhaltung unterstützt.
Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis ins Jahr 2000 zurück, als Werner Schramm die Firma gründete. Mit dem Bau einer neuen Produktionshalle samt Bürogebäude ab 2013 und dem Umzug nach Treuchtlingen im Jahr 2015 wurde der heutige Standort geschaffen. Ein wichtiger Meilenstein folgte 2017 mit der Entwicklung der ersten Vario Puffer-Förderbänder und der Patentanmeldung. 2025 brachte ASP schließlich die weiterentwickelte Version V2 der Vario Puffer-Fördertechnik international auf den Markt. Heute beschäftigt ASP rund 20 Mitarbeitende und trägt mit seiner hohen Wertschöpfung maßgeblich zum Wirtschaftsstandort Altmühlfranken bei. Besonders die große Fertigungstiefe des Unternehmens beeindruckte beim Besuch: „Von der Konstruktion über den Werkzeugbau, die CNC-Bearbeitung, den Kunststoff-Spritzguss und die Schaltschrankmontage bis hin zur SPS-Programmierung, Endmontage und Versandvorbereitung entstehen sämtliche Arbeitsschritte im eigenen Haus“, erklärte Firmengründer Werner Schramm.
„ASP zeigt eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft und technisches Know-how in unserem Landkreis vorhanden sind. Unternehmen wie dieses schaffen hochwertige Arbeitsplätze, stärken unsere regionale Wirtschaft und sind gleichzeitig international erfolgreich – darauf können wir stolz sein“, so Landrat Markus Gläser. Zum Leistungsportfolio gehören neben innovativen Fördertechniksystemen insbesondere maßgeschneiderte Automatisierungslösungen sowie kundenindividuelle Sondermaschinen. Die Anlagen werden exakt auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt und können beispielsweise Förderstrecken von bis zu 60 Metern realisieren, auch sehr große Bauteile transportieren, Kurven sowie Steigungen bewältigen und Produktionsprozesse automatisiert überwachen. Sensorik und intelligente Steuerungssysteme erkennen fehlerhafte Bauteile, stoppen etwa bei Störungen automatisch den Materialfluss und ermöglichen eine lückenlose Erfassung von Stückzahlen und Produktionsdaten. Fehlerhafte Teile werden dabei automatisch ausgeschleust.
Auch moderne Fertigungstechnologien spielen bei ASP eine wichtige Rolle. So setzt das Unternehmen unter anderem auf 3D-Druck, um Bauteile zu entwickeln oder defekte Komponenten zu analysieren und weiterzuentwickeln. Eigene Spritzgussteile sowie selbst entwickelte Werkzeuge sorgen für größtmögliche Flexibilität und kurze Reaktionszeiten. Investitionen wie ein neues leistungsstarkes Laser-Schweißgerät unterstreichen den hohen technologischen Anspruch des Unternehmens. Das moderne Lasersystem arbeitet dabei ohne Funkenflug, wodurch höchste Präzision erreicht wird. Gleichzeitig hat der Schutz der Mitarbeitenden – insbesondere durch geeigneten Augen- und Kopfschutz – höchste Priorität.
Neben der technischen Entwicklung standen beim Unternehmensbesuch aber auch aktuelle Herausforderungen – wie etwa der Fachkräftemangel – im Mittelpunkt. ASP sucht derzeit insbesondere Werkzeugbauer, Handwerksmeister und Mechatroniker, um das Unternehmen weiter zu stärken. Darüber hinaus ist das Unternehmen auch als Ausbildungsbetrieb zugelassen und darf Industriemechatroniker, Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker sowie Technische Produktdesigner ausbilden. Derzeit beschäftigt man zwar keine Auszubildenden – in Zukunft wäre man jedoch gerne wieder bereit, junge Menschen für die technischen Berufe zu begeistern und auszubilden.
„Die Herausforderungen für Betriebe sind heutzutage vielfältig. Umso mehr freut es uns, ein solch innovatives und lösungsorientiertes Unternehmen in Altmühlfranken zu haben. Deshalb unterstützen wir auch gerne, wo wir nur können – etwa auch dabei, für mehr Sichtbarkeit bei Fachkräften zu sorgen“, so Sabine Unterlandstaettner, Leiterin der Wirtschaftsförderung im Landkreis, beim Unternehmensbesuch. Der Unternehmensbesuch machte deutlich, welche Innovationskraft und Kompetenz im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen beheimatet sind. Mit maßgeschneiderten Lösungen, hoher Fertigungstiefe und kontinuierlicher Weiterentwicklung hat sich die ASP Automation GmbH als verlässlicher Partner der Industrie etabliert und leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Stärke der Region.
Bildunterschrift: Firmengründer Werner Schramm (r.) gab Landrat Markus Gläser (l.) und Sabine Unterlandstaettner (Leiterin der Wirtschaftsförderung, m.) einen genauen Einblick in die Produktion von ASP. Foto: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen / Nico Kögel


