Aufruf zur Kundgebung am Sonntag, 9. Februar, 15.00 Uhr, in Treuchtlingen

von | 7. Februar 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Treucht­lin­gen (red). „Wir sind die Brand­mau­er“: Die­ses Signal wol­len Mathi­as Hertlein und Ulrich Win­ter gemein­sam mit Bür­ge­rin­nen und Bür­gern des Land­krei­ses Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen am kom­men­den Sonn­tag set­zen. Der SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de im Kreis­tag ruft gemein­sam mit dem Kreis­vor­sit­zen­den der Grü­nen um 15 Uhr Men­schen aus dem gan­zen Land­kreis zu einer Demons­tra­ti­on auf dem Treucht­lin­ger Volks­fest­platz auf. „Wir wol­len zei­gen, dass wir die jüngs­ten Ereig­nis­se in Ber­lin mit gro­ßer Sor­ge betrach­ten“, so Win­ter.

Denn die Lage ist zwei Wochen vor der Bun­des­tags­wahl nie­der­schmet­ternd: Die Brand­mau­er zur in Tei­len als gesi­chert rechts­extrem gel­ten­den AfD ist gefal­len, und in der Fol­ge kommt es zu hef­ti­gen Zer­würf­nis­sen und gegen­sei­ti­gen Vor­wür­fen zwi­schen den demo­kra­ti­schen Par­tei­en. „Der 5‑Punk­te-Plan von Fried­rich Merz ist an sich schon äußerst frag­wür­dig, schließ­lich steht er im Kon­flikt mit dem Grund­ge­setz und EU-Recht“, stellt Hertlein fest. „Dass die Uni­on einen Antrag aber nur mit Stim­men der AfD knapp durch­brach­te, war ein trau­ri­ger Para­dig­men­wech­sel in der Bun­des­po­li­tik. Und wirk­lich pro­fi­tiert hat am Ende nur die AfD.“

Mit Sebas­ti­an Amler (Die Grü­nen) und Nad­ja Gschwendt­ner (Die Lin­ke) wer­den zwei Bun­des­tags­kan­di­da­ten in Rede­bei­trä­gen ihre Hal­tung bekräf­ti­gen. Ergänzt wer­den die bei­den durch die SPD-Kreis­vor­sit­zen­de Tan­ja Tüt­ken und Ger­traud Mey­er vom DGB-Wei­ßen­burg.

Die kla­re Abgren­zung zur AfD sei dabei eigent­lich kein Wahl­kampf­the­ma, son­dern ein Grund­satz­the­ma, stellt Mathi­as Hertlein klar. Er will zurück zu gemein­sa­men Wer­ten aller demo­kra­ti­schen Par­tei­en, zu einer star­ken Mit­te: „Kei­ne Zusam­men­ar­beit mit Faschis­ten, das war im Nach­kriegs­deutsch­land andau­ern­der Kon­sens. Und dahin müs­sen wir zurück!“

Foto: Pix­a­bay