Ausbildungsmarkt bleibt stabil – Zahl der Bewerber*innen steigt leicht

von | 7. November 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Aus­bil­dungs­be­reit­schaft der Unter­neh­men trotz ange­spann­ter Wirt­schaft wei­ter­hin hoch

Der regio­na­le Aus­bil­dungs­markt im Berichts­jahr 2025/2026 zeigt sich kri­sen­fest. „Die Zahl der Aus­bil­dungs­stel­len ist im Ver­gleich zum vori­gen Jahr nur leicht gesun­ken“, sagt Wolf­gang Lan­ger, stell­ver­tre­ten­der Geschäfts­füh­rer der Agen­tur für Arbeit Ans­bach-Wei­ßen­burg. „Der­weil ver­zeich­nen wir einen leich­ten Anstieg bei der Zahl der Bewerber*innen.“ Auf einen jun­gen Men­schen kom­men damit rein rech­ne­risch 1,3 freie Stel­len. „Damit bleibt der Markt ein Bewerber*innenmarkt“, ord­net Lan­ger ein. „Die Situa­ti­on der jun­gen Men­schen hier unter­schei­det sich damit deut­lich von der deutsch­land­wei­ten.“

Wäh­rend bun­des­weit der Anteil der in Aus­bil­dung wech­seln­den Men­schen der kleins­te seit der Wie­der­ver­ei­ni­gung ist, bleibt der Wert im Agen­tur­be­zirk auf einem ähn­li­chen Niveau wie im letz­ten Berichts­jahr. „Obwohl die Wirt­schaft wei­ter schwä­chelt, zeigt uns die Ein­stel­lungs­be­reit­schaft der Betrie­be, dass sie an die Zukunft den­ken“, resü­miert Wolf­gang Lan­ger. „Auch wenn noch zahl­rei­che Aus­bil­dungs­stel­len unbe­setzt sind, ist auch hier der Wert etwas gesun­ken. Arbeitgeber*innen und Inter­es­sier­te fin­den also zuein­an­der, nicht zuletzt auf­grund unse­rer Ver­mitt­lungs­ar­beit. Wir set­zen uns wei­ter dafür ein, dass sich jun­ge Men­schen ein soli­des Fun­da­ment für ihre Zukunft erwer­ben kön­nen.“

Fle­xi­bi­li­tät ist gefragt: Ver­mitt­lung in Aus­bil­dung ist auch jetzt noch mög­lich

Zum Berichts­jah­res­en­de waren 38 Bewerber*innen (1,2 Pro­zent) unver­sorgt. „Wer noch nach einer Stel­le sucht, hat auch jetzt noch Chan­cen. Theo­re­tisch ste­hen jedem unver­sorg­ten jun­gen Men­schen noch 11 freie Aus­bil­dungs­stel­len zur Ver­fü­gung. Unser Arbeit­ge­ber­ser­vice und die Berufs­be­ra­tung hel­fen sowohl Unter­neh­men als auch Inter­es­sier­ten bei der Suche. Auch mit För­der­mög­lich­kei­ten ste­hen wir zur Sei­te, bei­spiels­wei­se im Rah­men der Assis­tier­ten Aus­bil­dung“, emp­fiehlt Wolf­gang Lan­ger. „So kön­nen wir Jugend­li­che gezielt und indi­vi­du­ell auf ihrem Weg unter­stüt­zen.“

Das Aus­bil­dungs­jahr 2025/2026 in Zah­len

Im Berichts­jahr stan­den im Agen­tur­be­zirk rech­ne­risch pro Bewerber*in 1,3 Aus­bil­dungs­stel­len zur Ver­fü­gung. Das ent­spricht nahe­zu dem Ver­hält­nis des Vor­jah­res (1,4). Die Zahl der Bewerber*innen ist auf 3.198 gestie­gen. Im Ver­gleich zum Berichts­jahr 2024/2025 sind das 50 bezie­hungs­wei­se 1,6 Pro­zent mehr. Gleich­zei­tig waren mit 4.297 Aus­bil­dungs­stel­len 59 bezie­hungs­wei­se 1,4 Pro­zent weni­ger gemel­det als zum Ende des vori­gen Berichts­jahrs.

Die meis­ten Bewerber*innen begin­nen eine Berufs­aus­bil­dung

Die meis­ten gemel­de­ten Bewerber*innen, 1.863 bezie­hungs­wei­se 58,3 Pro­zent, haben eine Berufs­aus­bil­dung begon­nen. Das ent­spricht abso­lut betrach­tet 54 Bewerber*innen weni­ger gegen­über dem Vor­jahr. Eine wei­te­re Schu­le, ein Stu­di­um oder ein Prak­ti­kum absol­vie­ren heu­er 598 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 18,7 Pro­zent. 158 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 4,9 Pro­zent gehen mitt­ler­wei­le einer Erwerbs­tä­tig­keit nach, 71 oder 2,2 Pro­zent benö­ti­gen noch eine För­der­maß­nah­me, die sie auf eine Aus­bil­dung vor­be­rei­tet. 36 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 1,1 Pro­zent leis­ten einen gemein­nüt­zi­gen oder sozia­len Dienst wie zum Bei­spiel Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst.

Weni­ger unbe­setz­te Aus­bil­dungs­stel­len als im Vor­jahr

Von 4.297 gemel­de­ten Aus­bil­dungs­stel­len waren Ende Sep­tem­ber 415 Stel­len bezie­hungs­wei­se 9,7 Pro­zent unbe­setzt. Das sind 126 unbe­setz­te Aus­bil­dungs­stel­len weni­ger als vor einem Jahr.

Das Aus­bil­dungs­jahr nach Bran­chen

Im ver­ar­bei­ten­den Gewer­be waren von den 1.407 gemel­de­ten Aus­bil­dungs­stel­len Ende Sep­tem­ber noch 132 bezie­hungs­wei­se 9,4 Pro­zent unbe­setzt. Im Han­del, der Instand­hal­tung und Repa­ra­tur von Kfz waren von 905 Stel­len noch 53 bezie­hungs­wei­se 5,9 Pro­zent unbe­setzt. Das Bau­ge­wer­be hat 572 Stel­len gemel­det, von denen noch 71 bezie­hungs­wei­se 12,4 Pro­zent unbe­setzt waren. Aus dem Bereich Erbrin­gung von frei­be­ruf­li­chen, wis­sen­schaft­li­chen und tech­ni­schen Dienst­leis­tun­gen wie zum Bei­spiel Rechts- und Steu­er­be­ra­tung oder Ver­wal­tung und Füh­rung von Unter­neh­men waren 77 der 516 Aus­bil­dungs­stel­len unbe­setzt (14,9 Pro­zent). Das Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen hat 217 Stel­len ange­bo­ten, von denen bis­lang 19 bezie­hungs­wei­se 8,8 Pro­zent nicht besetzt wer­den konn­ten. Im Gast­ge­wer­be waren von 145 Aus­bil­dungs­stel­len noch 20 frei bezie­hungs­wei­se 13,8 Pro­zent.

Aus­bil­dungs­si­tua­ti­on in der Stadt und den Land­krei­sen

Stadt Ans­bach

In der Stadt Ans­bach gab es 321 Bewerber*innen für 495 Aus­bil­dungs­stel­len. Das ent­spricht 1,5 Aus­bil­dungs­stel­len pro Bewerber*in. 28 Aus­bil­dungs­stel­len bezie­hungs­wei­se 5,7 Pro­zent waren Ende Sep­tem­ber noch unbe­setzt. Das sind 11 unbe­setz­te Aus­bil­dungs­stel­len weni­ger als im ver­gan­ge­nen Jahr.

In der Stadt Ans­bach waren 6 Bewerber*innen noch unver­sorgt, 148 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 46,1 Pro­zent mün­den in eine Berufs­aus­bil­dung ein. 70 Bewerber*innen oder 21,8 Pro­zent absol­vie­ren eine wei­te­re Schu­le, ein Stu­di­um oder ein Prak­ti­kum. Eine Erwerbs­tä­tig­keit haben 23 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 7,2 Pro­zent auf­ge­nom­men. 8 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 2,5 Pro­zent benö­ti­gen noch eine För­der­maß­nah­me, die sie auf eine Aus­bil­dung vor­be­rei­tet.

Im ver­ar­bei­ten­den Gewer­be waren von den 112 Aus­bil­dungs­stel­len 7 unbe­setzt (6,3 Pro­zent). Im Han­del und der Instand­hal­tung und Repa­ra­tur von Kfz waren von 104 Aus­bil­dungs­stel­len zum Stich­tag nahe­zu alle besetzt. Im Bereich frei­be­ruf­li­che, wis­sen­schaft­li­che und tech­ni­sche Dienst­leis­tun­gen wie zum Bei­spiel Rechts- und Steu­er­be­ra­tung oder Ver­wal­tung und Füh­rung von Unter­neh­men waren von 89 Stel­len noch 10 unbe­setzt, das ent­spricht 11,2 Pro­zent. Dage­gen sind von den 37 ange­bo­te­nen Stel­len Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen fast alle besetzt. Ähn­lich im Bereich Erzie­hung und Unter­richt: Hier wur­den alle der 34 Stel­len besetzt.

Land­kreis Ans­bach

Im Land­kreis Ans­bach gab es 1.157 Bewerber*innen für 1.520 Aus­bil­dungs­stel­len. Das ent­spricht rund 1,3 Stel­len pro Bewerber*in. 170 Aus­bil­dungs­stel­len (11,2 Pro­zent) waren Ende Sep­tem­ber noch unbe­setzt. Das sind 11 unbe­setz­te Aus­bil­dungs­stel­len weni­ger als im ver­gan­ge­nen Jahr.

18 Bewerber*innen waren noch unver­sorgt, 737 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 63,7 Pro­zent haben eine Berufs­aus­bil­dung begon­nen. 191 Bewerber*innen oder 16,5 Pro­zent absol­vie­ren eine wei­te­re Schu­le, ein Stu­di­um oder ein Prak­ti­kum. Eine Erwerbs­tä­tig­keit haben 52 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 4,5 Pro­zent auf­ge­nom­men. 20 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 1,7 Pro­zent benö­ti­gen noch eine För­der­maß­nah­me, die sie auf eine Aus­bil­dung vor­be­rei­tet. 12 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 1,0 Pro­zent leis­ten einen gemein­nüt­zi­gen oder sozia­len Dienst wie zum Bei­spiel Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst.

Im ver­ar­bei­ten­den Gewer­be waren von den 640 gemel­de­ten Aus­bil­dungs­stel­len Ende Sep­tem­ber noch 91 bezie­hungs­wei­se 14,2 Pro­zent unbe­setzt. Das Bau­ge­wer­be hat 258 Stel­len gemel­det, von denen noch 26 bezie­hungs­wei­se 10,1 Pro­zent unbe­setzt waren. Im Han­del und Instand­hal­tung und Repa­ra­tur von Kfz waren von 232 Stel­len noch 22 bezie­hungs­wei­se 9,5 Pro­zent unbe­setzt. Aus dem Bereich Erbrin­gung von frei­be­ruf­li­chen, wis­sen­schaft­li­chen und tech­ni­schen Dienst­leis­tun­gen wie zum Bei­spiel Rechts- und Steu­er­be­ra­tung oder Ver­wal­tung und Füh­rung von Unter­neh­men waren 3 der 168 Aus­bil­dungs­stel­len unbe­setzt (1,8 Pro­zent). Das Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen hat 58 Stel­len ange­bo­ten, von denen nahe­zu alle besetzt wur­den.

Land­kreis Roth

Im Land­kreis Roth gab es 838 Bewerber*innen für 1.185 Aus­bil­dungs­stel­len. Das ent­spricht 1,4 Aus­bil­dungs­stel­len pro Bewerber*in. 71 Aus­bil­dungs­stel­len bezie­hungs­wei­se 6,0 Pro­zent waren Ende Sep­tem­ber noch unbe­setzt. Das sind 58 unbe­setz­te Aus­bil­dungs­stel­len weni­ger als im ver­gan­ge­nen Jahr.

5 Bewerber*innen sind ver­sorgt, 488 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 58,2 Pro­zent haben eine Berufs­aus­bil­dung begon­nen. 150 Bewerber*innen oder 17,9 Pro­zent absol­vie­ren eine wei­te­re Schu­le, ein Stu­di­um oder ein Prak­ti­kum. Eine Erwerbs­tä­tig­keit haben 42 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 5,0 Pro­zent auf­ge­nom­men. 21 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 2,5 Pro­zent benö­ti­gen noch eine För­der­maß­nah­me, die sie auf eine Aus­bil­dung vor­be­rei­tet. 12 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 1,4 Pro­zent leis­ten einen gemein­nüt­zi­gen oder sozia­len Dienst wie zum Bei­spiel Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst.

Im ver­ar­bei­ten­den Gewer­be waren von den 327 gemel­de­ten Aus­bil­dungs­stel­len Ende Sep­tem­ber noch 10 bezie­hungs­wei­se 3,1 Pro­zent unbe­setzt. Im Han­del und Instand­hal­tung und Repa­ra­tur von Kfz waren von 330 Stel­len noch 7 bezie­hungs­wei­se 2,1 Pro­zent unbe­setzt. Das Bau­ge­wer­be hat 180 Stel­len gemel­det, von denen noch 27 bezie­hungs­wei­se 15,0 Pro­zent unbe­setzt waren. Aus dem Bereich Erbrin­gung von frei­be­ruf­li­chen, wis­sen­schaft­li­chen und tech­ni­schen Dienst­leis­tun­gen wie zum Bei­spiel Rechts- und Steu­er­be­ra­tung oder Ver­wal­tung und Füh­rung von Unter­neh­men waren 14 der 88 Aus­bil­dungs­stel­len unbe­setzt (15,9 Pro­zent). Das Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen hat 65 Stel­len ange­bo­ten, von denen nahe­zu alle besetzt wur­den.

Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen

Im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen gab es 882 Bewerber*innen für 1.097 Aus­bil­dungs­stel­len. Das ent­spricht 1,2 Aus­bil­dungs­stel­len pro Bewerber*in. 146 Aus­bil­dungs­stel­len bezie­hungs­wei­se 16,6 Pro­zent waren Ende Sep­tem­ber noch unbe­setzt. Das sind 46 unbe­setz­te Aus­bil­dungs­stel­len weni­ger als im ver­gan­ge­nen Jahr.

9 Bewerber*innen waren noch unver­sorgt, 453 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 51,4 Pro­zent haben eine Berufs­aus­bil­dung begon­nen. 187 Bewerber*innen oder 21,2 Pro­zent absol­vie­ren eine wei­te­re Schu­le, ein Stu­di­um oder ein Prak­ti­kum. 22 Bewerber*innen bezie­hungs­wei­se 2,5 Pro­zent benö­ti­gen noch eine För­der­maß­nah­me, die sie auf eine Aus­bil­dung vor­be­rei­tet. 9 Bewerber*innen leis­ten einen gemein­nüt­zi­gen oder sozia­len Dienst wie zum Bei­spiel Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst, das ent­spricht 1,0 Pro­zent.

Im ver­ar­bei­ten­den Gewer­be waren von den 328 gemel­de­ten Aus­bil­dungs­stel­len Ende Sep­tem­ber noch 24 bezie­hungs­wei­se 7,3 Pro­zent unbe­setzt. Im Han­del und Instand­hal­tung und Repa­ra­tur von Kfz waren von 239 Stel­len noch 22 bezie­hungs­wei­se 9,2 Pro­zent unbe­setzt. Aus dem Bereich Erbrin­gung von frei­be­ruf­li­chen, wis­sen­schaft­li­chen und tech­ni­schen Dienst­leis­tun­gen wie zum Bei­spiel Rechts- und Steu­er­be­ra­tung oder Ver­wal­tung und Füh­rung von Unter­neh­men waren 50 der 171 Aus­bil­dungs­stel­len unbe­setzt (29,2 Pro­zent). Das Bau­ge­wer­be hat 103 Stel­len gemel­det, von denen noch 18 bezie­hungs­wei­se 17,5 Pro­zent unbe­setzt waren. Das Gast­ge­wer­be hat 65 Stel­len gemel­det, wovon 8 unbe­setzt blie­ben (12,3 Pro­zent).

Foto: Bri­git­te Dorr