Georg Kamm Bauunternehmung

von | 7. November 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Ellin­ger Tra­di­ti­ons­be­trieb ver­bin­det Hand­werk, Inno­va­ti­on und Nach­hal­tig­keit

Ellin­gen — Seit mehr als 130 Jah­ren ist die Georg Kamm Bau­un­ter­neh­mung GmbH & Co. KG in Ellin­gen fest ver­wur­zelt. Das fami­li­en­ge­führ­te Unter­neh­men ver­eint klas­si­sches Bau­hand­werk mit moder­ner Tech­nik, einem brei­ten Leis­tungs­spek­trum und den Blick auf zukünf­ti­ge Anfor­de­run­gen der Bau­bran­che. Bei einem Unter­neh­mens­be­such infor­mier­ten sich Land­rat Mar­kus Glä­ser und die Wirt­schafts­för­de­rung des Land­krei­ses Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen kürz­lich bei Geschäfts­füh­rer Klaus Weber und des­sen Sohn Johan­nes Weber über die Ent­wick­lung des Tra­di­ti­ons­be­triebs, aktu­el­le Inves­ti­tio­nen sowie die Bedeu­tung nach­hal­ti­ger Bau­stof­fe und inno­va­ti­ver Bau­ver­fah­ren.

Die Geschich­te des Unter­neh­mens reicht bis etwa 1890 zurück. Einen wich­ti­gen Mei­len­stein mar­kier­te das Jahr 1961, als Mau­rer­meis­ter Georg Kamm das Bau­ge­schäft über­nahm. Nach dem Tod von Georg Kamm im Jahr 1998 führ­ten des­sen Toch­ter Bri­git­te Weber und ihr Ehe­mann Klaus Weber, eben­falls Mau­rer­meis­ter, das Unter­neh­men wei­ter. Seit­dem prägt Klaus Weber die Ent­wick­lung des Betriebs, der heu­te rund 20 Mit­ar­bei­ter beschäf­tigt und ein viel­sei­ti­ges Ange­bot rund um das Bau­en bereit­stellt. Seit Ende 2022 ist Sohn Johan­nes Weber in den elter­li­chen Betrieb ein­ge­stie­gen. Neben dem eigent­li­chen Bau­un­ter­neh­men gehö­ren dazu ein eige­ner Bag­ger­be­trieb, ein Trans­port­be­ton­werk und ein Bau­stoff­han­del. In den Jah­ren 2023 und 2024 wur­de das ehe­ma­li­ge Trans­port­be­ton­werk abge­ris­sen und durch ein neu­es, moder­nes Werk ersetzt.

Das Leis­tungs­spek­trum reicht von der Bau­pla­nung über sämt­li­che Arbei­ten im Hoch‑, Tief- und Indus­trie­bau. Zudem tritt die Bau­un­ter­neh­mung als Gene­ral­un­ter­neh­mer im Bereich Schlüs­sel­fer­tig­bau auf. Im Hoch­bau über­nimmt der Betrieb Neubau‑, Umbau- und Sanie­rungs­pro­jek­te für pri­va­te, gewerb­li­che und öffent­li­che Auf­trag­ge­ber. Im Tief­bau zäh­len unter ande­rem Kanal‑, Erd- und Pflas­ter­ar­bei­ten, Erschlie­ßungs­maß­nah­men sowie die Gestal­tung von Außen­an­la­gen zum Ange­bot. Ein wei­te­rer Fir­men­zweig ist die Ver­sor­gung mit Trans­port­be­ton, Beton-Fer­tig­tei­len und Bau­stof­fen. Kun­den kön­nen Mate­ria­li­en direkt ab Werk bezie­hen oder auf die betriebs­ei­ge­ne Trans­port- und För­der­tech­nik zurück­grei­fen.

Wie wich­tig die kon­ti­nu­ier­li­che Wei­ter­ent­wick­lung für den Betrieb ist, zeigt sich ins­be­son­de­re bei einer Inves­ti­ti­on am Stand­ort Ellin­gen. Im Jahr 2024 nahm das Unter­neh­men ein voll­stän­dig auto­ma­ti­sier­tes Trans­port­be­ton­werk in Betrieb. Die moder­ne Anla­ge zeich­net sich durch einen hohen Auto­ma­ti­sie­rungs­grad, eine leis­tungs­fä­hi­ge Aus­stat­tung und sehr gerin­ge Emis­sio­nen für die Umge­bung aus. Neben her­kömm­li­chen Beton­qua­li­tä­ten las­sen sich damit auch spe­zi­el­le Mischun­gen für Nischen­pro­duk­te her­stel­len. Johan­nes Weber beschreibt die neue Anla­ge als „High-End-Anla­ge, die in Bezug auf Qua­li­tät, Leis­tung, Aus­stat­tung und Auto­ma­ti­ons­grad das tech­nisch und qua­li­ta­tiv Mach­ba­re reprä­sen­tiert“. Die Inves­ti­ti­on stärkt damit nicht nur die Pro­duk­ti­ons­mög­lich­kei­ten, son­dern schafft zugleich die Grund­la­ge, fle­xi­bel auf neue Anfor­de­run­gen und beson­de­re Kun­den­wün­sche ein­zu­ge­hen. Bezüg­lich der För­der- und Finan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten wei­te­rer Zukunfts­in­ves­ti­tio­nen steht das Unter­neh­men der­zeit bereits im engen Aus­tausch mit Sebas­ti­an Regens­bur­ger, dem För­der­lot­sen der Wirt­schafts­för­de­rung im Land­kreis.

Auch beim The­ma Nach­hal­tig­keit enga­giert sich der Ellin­ger Betrieb über den eige­nen Arbeits­all­tag hin­aus. So ist man als Pra­xis­part­ner an meh­re­ren grö­ße­ren For­schungs­pro­jek­ten betei­ligt, unter ande­rem gemein­sam mit den Hoch­schu­len Mün­chen sowie Würz­burg-Schwein­furt. Im Mit­tel­punkt ste­hen dabei Ansät­ze zur CO₂-redu­zier­ten Zement­her­stel­lung, alter­na­ti­ve Ersatz­stof­fe sowie die Her­stel­lung und Anwen­dung von Recy­cling­be­ton. Die Betei­li­gung ermög­licht es, wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis­se mit prak­ti­scher Erfah­rung aus dem Bau­all­tag zu ver­bin­den und neue Lösun­gen zu ent­wi­ckeln. „Nicht nur als ehe­ma­li­ger Kreis­bau­meis­ter waren die Ein­bli­cke beim Besuch sehr inter­es­sant. Es ist beein­dru­ckend, wie man als hand­werk­li­ches Unter­neh­men aus dem Land­kreis in gro­ßen For­schungs­pro­jek­ten invol­viert ist. Mit dem Ein­stieg von Johan­nes Weber als Juni­or­chef sind die Wei­chen für eine erfolg­rei­che Zukunft des Ellin­ger Tra­di­ti­ons­be­triebs gestellt“, beton­te Land­rat Mar­kus Glä­ser.

So rückt zugleich die nächs­te Gene­ra­ti­on stär­ker in die Ver­ant­wor­tung. Der Juni­or­chef bringt neue Impul­se in den Fami­li­en­be­trieb ein und ergänzt die Erfah­rung sei­nes Vaters um wei­te­re Ideen für die zukünf­ti­ge Aus­rich­tung. Klaus Weber begrüßt die­se Ent­wick­lung aus­drück­lich: Durch sei­nen Sohn kom­me „fri­scher Wind“ ins Unter­neh­men. Bei­de sehen die Bau­bran­che vor wich­ti­gen Auf­ga­ben, ins­be­son­de­re wenn es dar­um geht, wirt­schaft­li­che Lösun­gen mit lang­fris­ti­ger Qua­li­tät und Nach­hal­tig­keit zu ver­bin­den. „Zukünf­tig wird es immer wich­ti­ger, Pro­duk­te und Lösun­gen für einen bezahl­ba­ren und nach­hal­ti­gen Woh­nungs­bau zu den­ken“, so Klaus Weber. Johan­nes Weber ergänzt: „Auch das seri­el­le Bau­en und das schlüs­sel­fer­ti­ge Bau­en wird mehr und mehr an Bedeu­tung gewin­nen. Genau dar­auf gilt es Ant­wor­ten zu fin­den.“ Neben der tech­ni­schen Wei­ter­ent­wick­lung bleibt auch die Siche­rung qua­li­fi­zier­ter Fach­kräf­te ein wich­ti­ger Bau­stein für die Zukunft des Betriebs. Das Unter­neh­men bil­det Mau­rer und Beton­bau­er aus und bie­tet Inter­es­sier­ten auf Anfra­ge die Mög­lich­keit, ein Prak­ti­kum zu absol­vie­ren.

Der Unter­neh­mens­be­such ver­deut­lich­te, wie sich der Ellin­ger Fami­li­en­be­trieb mit einem brei­ten Leis­tungs­spek­trum, Inves­ti­tio­nen in moder­ne Anlagen­tech­nik, Enga­ge­ment in der Bau­stoff­for­schung und dem Gene­ra­ti­ons­wech­sel in der Geschäfts­lei­tung den Her­aus­for­de­run­gen einer Bran­che im Wan­del stellt.

Bild­un­ter­schrift: Geschäfts­füh­rer Klaus Weber, Land­rat Mar­kus Glä­ser, Wirt­schafts­för­de­rer Sebas­ti­an Regens­bur­ger und Juni­or­chef Johan­nes Weber (v.l.) vor der neu­en Beton­misch­an­la­ge. Foto: Georg Kamm Bau­un­ter­nehmung