Begeisternder Theaterabend an der Schule

von | 8. Mai 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen

„Geis­ter, nichts wie weg!“ sorgt für gro­ße Unter­hal­tung

Gun­zen­hau­sen — Am Abend des 28. April 2026 ver­wan­del­te sich die Aula der Schu­le in eine schau­rig-schö­ne Büh­ne vol­ler Witz, Musik und beein­dru­cken­der Dar­bie­tun­gen. Die Thea­ter­grup­pe prä­sen­tier­te das Stück „Geis­ter, nichts wie weg hier!“ von Vol­ker Zill – und lie­fer­te dabei einen rund­um gelun­ge­nen Abend, der das Publi­kum von der ers­ten bis zur letz­ten Minu­te fes­sel­te.

Im Mit­tel­punkt der Hand­lung ste­hen fünf lie­bens­wert-chao­ti­sche Unto­te, die ihres ein­tö­ni­gen Fried­hofs­le­bens über­drüs­sig sind und beschlie­ßen, in ein nahe­ge­le­ge­nes Schloss umzu­zie­hen. Was sie jedoch nicht wis­sen: Das Schloss ist längst ein moder­nes Event-Hotel, in dem aus­ge­rech­net eine „Gru­sel­nacht“ statt­fin­det. Die ech­ten Geis­ter wer­den dort prompt für enga­gier­te Schau­spie­ler gehal­ten – und das tur­bu­len­te Ver­wechs­lungs­spiel nimmt sei­nen Lauf.

Bereits die ers­te Sze­ne auf dem Fried­hof über­zeug­te mit viel Humor und Spiel­freu­de. Fin­ja Roscher als exzen­tri­sche Vam­pir­da­me Made­moi­sel­le Jac­que­line glänz­te mit fran­zö­si­schem Charme und komö­di­an­ti­schem Timing. Ihr zur Sei­te stand Lot­te Schnotz als ver­gess­li­cher Zom­bie Herr Förs­ter, der mit sei­ner toll­pat­schi­gen Art für zahl­rei­che Lacher sorg­te. Auch Lena Marx als stol­ze Mumie Hat­schep­sut (Hat­schi) über­zeug­te mit herr­lich über­trie­be­ner Wür­de, wäh­rend Niki Klee­mann als klap­pern­des Ske­lett punk­te­te. Eine beson­de­re Rol­le war Alexis Suciu in der Rol­le des kind­lich-gru­se­li­gen Ras­sel­geists Key­la, die mit ihrer Mischung aus Unschuld und Cha­os für vie­le amü­san­te Momen­te sorg­te. Mit von der Par­tie dabei auch ein ver­gess­li­cher Fried­hofs­wär­ter, gespielt von Lukas Bei­sen­herz.

Im wei­te­ren Ver­lauf des Stücks, der im luxu­riö­sen Hotel spielt, tra­ten wei­te­re Figu­ren auf, die das Gesche­hen berei­cher­ten. Han­na Walz als ener­gi­sche Hotel­ma­na­ge­rin Frau Gru­ber führ­te mit viel Tem­po durch die Sze­nen, wäh­rend Emma Bei­sen­herz als krea­ti­ve Spie­leer­fin­de­rin Miri­am Schnei­der und ihre Töch­ter – gespielt von Jule Krapp (Mary Lou) und Jas­min Mai (Niki) – für moder­ne und leben­di­ge Dia­lo­ge sorg­ten. Auch wei­te­re Rol­len, die tref­fend besetzt sind, wie Timm Rock­berg, gespielt von Mio Schnell und sei­nem umtrie­bi­gen Agen­ten Adol­fo (gespielt von Mateo Kadic). Auch die Neben­rol­len, etwa der geheim­nis­vol­le Natio­nal­trai­ner Juli­an Schrau­ben­mann (dar­ge­stellt von Felix Stier­hof) oder die schrä­ge Wahr­sa­ge­rin Mag­gy Magic (Sofia Bur­ma­to­va) oder die eigent­li­che Mons­ter­dar­stel­le­rin Frau Pop­pel (Sofia Schrey­er), waren her­vor­ra­gend besetzt.

Doch nicht nur die Schau­spie­le­rin­nen und Schau­spie­ler mach­ten den Abend beson­ders: Die Schul­band sorg­te mit stim­mungs­vol­ler Live-Musik für die pas­sen­de Atmo­sphä­re zwi­schen den Sze­nen und ver­lieh dem Stück eine zusätz­li­che emo­tio­na­le Ebe­ne. Ergänzt wur­de das Pro­gramm durch eine neue Tanz­grup­pe und somit ein gelun­ge­nes Zusam­men­spiel ver­schie­de­ner Talen­te der Schu­le.

Ein wei­te­res High­light war die Pau­se: Die Berufs­schu­le hat­te ein lie­be­voll gestal­te­tes Buf­fet vor­be­rei­tet, das the­ma­tisch per­fekt zum Gru­sel­stück pass­te. Mit fan­ta­sie­voll deko­rier­ten Spei­sen und „schau­ri­gen“ Lecke­rei­en wur­de auch kuli­na­risch für Begeis­te­rung gesorgt.

Ins­ge­samt war die Auf­füh­rung ein vol­ler Erfolg. Die Kom­bi­na­ti­on aus humor­vol­lem Thea­ter, enga­gier­ten Dar­stel­lern, musi­ka­li­scher Beglei­tung und tän­ze­ri­schen Ein­la­gen mach­te den Abend zu einem unver­gess­li­chen Erleb­nis. Das Publi­kum dank­te es mit lang­an­hal­ten­dem Applaus – ein ver­dien­ter Lohn für die inten­si­ve Arbeit aller Betei­lig­ten.

Die­ser Thea­ter­abend hat ein­drucks­voll gezeigt, wie viel Krea­ti­vi­tät, Team­geist und Talent in der Schul­ge­mein­schaft steckt. Man darf sich schon jetzt auf die nächs­te Auf­füh­rung freu­en.

Foto: Staatl. Berufl. Schul­zen­trum Alt­mühl­fran­ken