Besuch aus Berlin — Bündnis ´90 / DIE GRÜNEN — OV Weißenburg

von | 17. Februar 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Weißenburg

Wei­ßen­burg — Mit einem The­men­abend zu Digi­ta­li­sie­rung und Bür­ger­be­tei­li­gung begrüß­te der Orts­ver­ein Bünd­nis 90/Die Grü­nen die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Rebec­ca Len­hard in Wei­ßen­burg. Die Digi­ta­li­sie­rungs-AG um Stadt­rats­lis­ten­kan­di­da­ten Uli Wag­ner stell­te ihre Punk­te zu einer Wei­ßen­burg-App vor. Im Mit­tel­punkt stan­den dabei Open Source bzw. Quell­code-Hoheit, Bar­rie­re­frei­heit, sowie ein klar struk­tu­rier­tes Pfle­ge­kon­zept. „Was bringt eine App, wenn Inhal­te ver­al­tet sind?“, beton­te Wag­ner. Die Pfle­ge müs­se von Beginn an mit­ge­dacht und auf meh­re­re Schul­tern inner­halb der Stadt­ver­wal­tung ver­teilt und aktua­li­siert
wer­den. Ver­ständ­li­che Sym­bo­le wie Fort­schritts­bal­ken könn­ten Abläu­fe trans­pa­rent dar­stel­len, etwa bei Pro­zes­sen, wie z.B. beim Lücken­schluss der See­wei­her­mau­er.

Rebec­ca Len­hard, Frak­ti­ons­spre­che­rin für Digi­ta­les und Staats­mo­der­ni­sie­rung im Bun­des­tag, ord­ne­te das The­ma euro­pä­isch und bun­des­po­li­tisch ein. Sie kri­ti­sier­te die star­ke Abhän­gig­keit von gro­ßen Tech-Kon­zer­nen und die damit ver­bun­de­ne „MAGA-Lob­by“. Sie warb für einen kon­se­quen­ten Umstieg auf unab­hän­gi­ge Open-Source-Lösun­gen. „Digi­ta­le Sou­ve­rä­ni­tät sei ange­sichts glo­ba­ler Unsi­cher­hei­ten auch eine Fra­ge der Sicher­heits­po­li­tik“. Impul­se nahm sie von einer Rei­se nach Indi­en und Sin­ga­pur mit, ins­be­son­de­re zum Auf­bau unab­hän­gi­ger Cloud­struk­tu­ren. Ihr Ziel sei­en gemein­sa­me euro­päi­sche Stan­dards wie „Euro­Stack“ und „Deutsch­land­Stack“ so schnell wie mög­lich ins Lau­fen zu bringen.Als wei­te­res Zukunfts­feld hob sie die in Deutsch­land star­ke For­schung zur Quan­ten­com­pu­ter-Tech­no­lo­gie her­vor. Beim The­ma Künst­li­che Intel­li­genz plä­dier­te sie für mehr Bil­dung und
ver­wies auf inter­na­tio­na­le Best-Prac­ti­ce-Bei­spie­le, wie soge­nann­te „AI-Hubs“ zur Stär­kung von Kom­pe­ten­zen und Qua­li­tät in Wirt­schafts­be­trie­ben.

Ergän­zend zur App brach­te die AG die Idee einer digi­ta­len Ideen­platt­form ein, auf der Pro­jek­te und Ideen aus der Bür­ger­schaft– ange­lehnt an die „Kick­star­ter-Platt­form“ – vor­ge­stellt und dis­ku­tiert wer­den könn­ten. „In Ver­bin­dung mit einem Bür­ger­bud­get sei so direk­te Betei­li­gung mög­lich“, merk­te Phil­lip Ben­gel an.

Ein Fazit des Abends: Vie­le Bür­ge­rin­nen und Bür­ger haben gute Ideen, wie Wei­ßen­burg gemein­sam gestal­tet wer­den kann, ganz im Sin­ne des aktu­el­len Wahl­mot­tos: WIR für Wei­ßen­burg. Rebec­ca Len­hard signa­li­sier­te abschlie­ßend, eine erfolg­rei­che Umset­zung die­ser Idee auch bun­des­weit bekannt machen zu wol­len.

Bild­un­ter­schrift: Gemein­sa­mes Bild der Kandidat*innen & Mit­glie­der. Foto: Bild­nach­weis OV Wug