Bildung, die verbindet – Mitgliederversammlung der vhs

von | 22. Mai 2025 | Altmühlfranken, Weißenburg

Wei­ßen­burg und Umge­bung e.V. zeigt Bedeu­tung für den gesam­ten Land­kreis auf

Wei­ßen­burg (red). Bei der dies­jäh­ri­gen Mit­glie­der­ver­samm­lung der Volks­hoch­schu­le (vhs) Wei­ßen­burg und Umge­bung e.V. am 21. Mai 2025 wur­de nicht nur Rück­blick auf ein beweg­tes Bil­dungs­jahr gehal­ten, son­dern auch die Bedeu­tung der vhs für die betei­lig­ten Gemein­den ein­drucks­voll unter­stri­chen. Der Ver­ein ver­sam­mel­te sich im Rah­men der tur­nus­mä­ßi­gen Sit­zung, um über Berich­te und Neu­wah­len zu bera­ten – und um eine kla­re Bot­schaft zu sen­den: Die Volks­hoch­schu­len sind längst mehr als ein Bil­dungs­trä­ger. Sie sind ein Motor für Teil­ha­be, Inte­gra­ti­on und Stand­ort­at­trak­ti­vi­tät.

Rück­blick und Neu­wah­len – ein kur­zer Über­blick
Die Berich­te der bei­den Vor­sit­zen­den Dr.Andreas Pal­me und Andre­as Eder sowie der Geschäfts­stel­len­lei­tung mach­ten deut­lich, dass die vhs Wei­ßen­burg im Geschäfts­jahr 2024 ihr Bil­dungs­an­ge­bot deut­lich aus­wei­ten und neue inhalt­li­che Schwer­punk­te set­zen konn­te, etwa im Bereich Grund­bil­dung und Alpha­be­ti­sie­rung sowie mit neu­en For­ma­ten wie dem Leseclub für Kin­der. Zudem wur­de die star­re Tri­mes­ter­struk­tur durch eine fle­xi­ble­re Pla­nung ersetzt und der Online-Auf­tritt moder­ni­siert. Zu den inhalt­li­chen Höhe­punk­ten gehör­ten unter ande­rem die Aus­stel­lung zum The­ma Rechts­ter­ro­ris­mus und die neu eta­blier­te Koope­ra­ti­on mit dem Goe­the-Insti­tut für die Prü­fun­gen Deutsch las Fremd­spra­che. Auch das Enga­ge­ment im Rah­men des bun­des­wei­ten Kul­tur­för­der­pro­gramms „Aller.Land“ ver­deut­lich­te den gesell­schaft­li­chen Anspruch der vhs. Her­aus­for­de­run­gen blei­ben vor allem recht­li­che Unsi­cher­hei­ten zur Umsatz­steu­er und Frei­be­ruf­lich­keit von Dozent*innen sowie der struk­tu­rel­le Aus­bau der Inte­gra­ti­ons­an­ge­bo­te für die Zukunft.

Der Bericht des Kas­siers Hel­mut Erd­manns­dör­fer zeig­te, dass die vhs Wei­ßen­burg wirt­schaft­lich soli­de arbei­tet und nach­dem auch die Rech­nungs­prü­fer in ihrem Bericht kei­ne Bean­stan­dun­gen fest­stell­ten, wur­de der Vor­stand ein­stim­mig ent­las­tet. Im Rah­men der anschlie­ßen­den Vor­stands­wah­len wur­de der bis­he­ri­ge Vor­stand in sei­nem Amt bestä­tigt.

Mehr als ein Kurs­an­bie­ter – die vhs als Stand­ort­fak­tor
Die vhs Wei­ßen­burg hat sich in den letz­ten Jah­ren von einem klas­si­schen Kurs­an­bie­ter zu einem zen­tra­len Bil­dungs­part­ner im länd­li­chen Raum ent­wi­ckelt. Im Jahr 2024 wur­den – gemein­sam mit den Kol­le­gin­nen der Geschäfts­stel­le in Gun­zen­hau­sen – Ver­an­stal­tun­gen in 18 Gemein­den durch­ge­führt, was einer deut­li­chen Stei­ge­rung im Ver­gleich zu den ver­gan­ge­nen Jah­ren ent­spricht. Damit erreicht die vhs nicht nur die gro­ßen Städ­te Wei­ßen­burg, Gun­zen­hau­sen oder Treucht­lin­gen, son­dern auch klei­ne­re Orte wie Nenns­lin­gen oder Ber­gen.

Die über 13.500 Ein­schrei­bun­gen im gesam­ten Land­kreis im Jahr 2024 zei­gen ein­drucks­voll die Nach­fra­ge und das Ver­trau­en der Bevöl­ke­rung. Mit über 15.000 geleis­te­ten Unter­richts­ein­hei­ten erbrin­gen die bei­den Geschäfts­stel­len im Land­kreis einen Bei­trag, der weit über das hin­aus­geht, was vie­le von klas­si­scher Erwach­se­nen­bil­dung erwar­ten. Neben den her­kömm­li­chen Kur­sen und Work­shops errei­chen Ange­bo­te wie Alpha­be­ti­sie­rung, Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen, Kon­zer­te und Vor­trä­ge alle Gene­ra­tio­nen und sozia­len Grup­pen.

Bil­dung wirkt – in jeder Gemein­de
Die Ange­bo­te der Volks­hoch­schu­len leis­ten einen wich­ti­gen Bei­trag zur sozia­len Teil­ha­be und zum gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt. Sie för­dern die Inte­gra­ti­on und schaf­fen nied­rig­schwel­li­ge Zugän­ge zu Bil­dung – unab­hän­gig von Alter, Her­kunft oder Bil­dungs­stand. Gleich­zei­tig tra­gen die viel­fäl­ti­gen Kul­tur- und Bil­dungs­an­ge­bo­te wesent­lich zur Stei­ge­rung der Lebens­qua­li­tät in den Gemein­den bei und erhö­hen damit die Attrak­ti­vi­tät der Regi­on für Fami­li­en, Fach­kräf­te und Unter­neh­men. Dass die Volks­hoch­schu­le auch in den Berei­chen Demo­kra­tie­bil­dung und kul­tu­rel­le Viel­falt Akzen­te setzt, zei­gen Pro­jek­te wie die Aus­stel­lung zum The­ma Rechts­ter­ro­ris­mus oder der im
ver­gan­ge­nen Jahr neu gegrün­de­te Leseclub für Kin­der – bei­des Bei­spie­le für die gesell­schaft­lich tief­grei­fen­de Wir­kung ihrer Arbeit.

Blick nach vorn
Die Mit­glie­der­ver­samm­lung war sich einig: Die Volks­hoch­schu­le bleibt eine unver­zicht­ba­re Säu­le der kom­mu­na­len Infra­struk­tur. Die neue Vor­stand­schaft, die gleich­zei­tig die alte ist, wird gemein­sam mit dem Trä­ger­ver­ein der Geschäfts­tel­le in Gun­zen­hau­sen dar­an arbei­ten, das Ange­bot wei­ter aus­zu­bau­en und noch mehr Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zu errei­chen. -

Bild­un­ter­schrift: Wie­der­ge­wählt: Der Vor­stand und die Revi­so­ren der vhs Wei­ßen­burg wur­den in ihren Ämtern bestä­tigt (v. l. n. r.): Kat­rin Bin­kert, Rudolf Dürr, Man­fred Häupl, Hel­mut Erd­manns­dör­fer, Dr. Andre­as Pal­me, Chris­tia­ne Hirsch­mann, Andre­as Eder). Foto: vhs Wei­ßen­burg