Burkhard-von-Seckendorff Heim: Abschied von einem Urgestein

von | 21. Februar 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen

Gun­zen­hau­sen (red). „Das Burk­hard-von-Secken­dorff Heim ist ein schö­nes Haus und ich habe mich hier sehr wohl gefühlt. Abschie­de gehö­ren jedoch zum Leben dazu und ich freue mich auf die Zeit, die nun kommt und die ich genie­ßen wer­de. Mei­nem Nach­fol­ger an der Spit­ze des Heims wün­sche ich viel Glück und ein gutes Händ­chen bei der Bewäl­ti­gung der vie­len kom­men­den Her­aus­for­de­run­gen.“ Mit Rolf Sie­ben­tritt wur­de vor kur­zem der ehe­ma­li­ge Heim­lei­ter des Gun­zen­häu­ser Alten- und Pfle­ge­heims in den Alters­teil­zeitru­he­stand ver­ab­schie­det. Fast 24 Jah­ren hat­te er der Ein­rich­tung den Stem­pel auf­ge­drückt, davon mehr als 20 als Heim­lei­tung. Im letz­ten Jahr folg­te Ste­fan Kett­ler nach, der die letz­ten Mona­te von Sie­ben­tritt bei der Ein­ar­bei­tung unter­stützt wur­de. „Mit Rolf Sie­ben­tritt ver­liert das Burk­hard-von-Secken­dorff Heim ein Stück sei­ner Iden­ti­tät und einen all­seits belieb­ten Mit­ar­bei­ter“, betont Ers­ter Bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Fitz. „In die Ent­wick­lung des Heims hat er viel Ener­gie und Kraft gesteckt, für sei­ne Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter war er auch in schwie­ri­gen Zei­ten eine gro­ße Stüt­ze und wich­ti­ger Rat­ge­ber. Für sei­nen gro­ßen Ein­satz ist ihm die Stadt Gun­zen­hau­sen zu gro­ßem Dank ver­pflich­tet.“

Rolf Sie­ben­tritt schlug am 1. Sep­tem­ber 1991 in der Stadt­ver­wal­tung Gun­zen­hau­sen sei­ne Zel­te auf, nach einem kur­zen Abste­cher in der Käm­me­rei lan­de­te er in der Bau­ver­wal­tung, die er fünf Jah­re lei­te­te. Ihn reiz­te aller­dings das Burk­hard-von-Secken­dorff Heim, für das er ab Mit­te 2000 aktiv sein durf­te. „In den 23,5 Jah­ren hier habe ich viel erlebt“, erzählt Rolf Sie­ben­tritt. „Vie­les hat sich ent­wi­ckelt und man­che Ver­än­de­rung wur­de im Lau­fe der Jahr­zehn­te ange­sto­ßen. So haben wir bei­spiels­wei­se mit Blick auf die Pfle­ge­si­tua­ti­on die sta­tio­nä­ren Plät­ze von 216 auf 177 ver­rin­gert. Im Zuge des­sen haben wir umfang­reich moder­ni­siert und im Bau­teil II 30 bar­rie­re­freie und senio­ren­ge­rech­te Woh­nun­gen ein­ge­rich­tet. Ein rich­ti­ger und wich­ti­ger Schritt, der auf die gesell­schaft­li­chen Bedürf­nis­se Rück­sicht nahm.“

Der ehe­ma­li­ge Lei­ter wird sei­nem Heim ver­bun­den blei­ben, freut sich aller­dings auch dar­über, „nicht mehr von Ter­mi­nen getrie­ben zu wer­den und Ver­ant­wor­tung los­las­sen zu kön­nen.“ Das Burk­hard-von-Secken­dorff Heim ist ein weit über die Gren­zen Gun­zen­hau­sens hin­aus ange­se­he­nes Alten- und Pfle­ge­heim und dies ist auch der guten Arbeit eines Rolf Sie­ben­tritt geschul­det. Nun gilt es jedoch den Blick nach vor­ne zu rich­ten, denn die Pfle­ge­bran­che steht vor immensen Her­aus­for­de­run­gen. So gibt es zu weni­ge Fach­kräf­te und die Finan­zie­rung von Ein­rich­tun­gen wird immer schwie­ri­ger. Ers­ter Bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Fitz ist sich des­sen bewusst: „So man­che Ent­wick­lung inner­halb des Gesund­heits­sys­tems macht mich nach­denk­lich und ärger­lich. Die Kos­ten explo­die­ren und vie­le Hei­me arbei­ten des­we­gen defi­zi­tär. Dar­un­ter lei­det nicht nur der Trä­ger, son­dern vor allem die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner. Das kann nicht sein und hier besteht drin­gen­der Nach­bes­se­rungs­be­darf. In Gun­zen­hau­sen möch­ten wir wei­ter­hin die best­mög­li­che Ver­sor­gung bie­ten, arbei­ten an erkann­ten Pro­ble­men und bün­deln gezielt fach­li­ches Know-How. Es gibt viel zu tun und ich bin froh, dass wir mit Ste­fan Kett­ler einen aus­ge­wie­se­nen Fach­mann für das Haus gewin­nen konn­ten. Bei ihm befin­det sich die Nach­fol­ge Rolf Sie­ben­tritts in guten Hän­den.“

Wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen zum Burk­hard-von-Secken­dorff Heim erhal­ten Sie im Inter­net unter bvsh.gunzenhausen.de.

Bild­un­ter­schrift: (v. l. n. r.): Heim­lei­tung Ste­fan Kett­ler, ehe­ma­li­ger Heim­lei­ter Rolf Sie­ben­tritt, Ers­ter Bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Fitz. Foto: Stadt Gunzenhausen/ Manu­el Gros­ser