CSU besichtigte Forstbaumschulen Gracklauer Gunzenhausen

von | 22. Oktober 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen

Gun­zen­hau­sen (red). Die The­men nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung und regio­na­le Wert­schöp­fung, wel­che der CSU beson­ders wich­tig sind, wer­den in den Forst­baum­schu­len Grack­lau­er ver­eint. Des­halb hat sich eine gro­ße Grup­pe inter­es­sier­ter CSU­ler der Betriebs­be­sich­ti­gung ange­schlos­sen. Unter den Teil­neh­mern waren neben Bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Fitz und Land­rat Manu­el West­phal auch die bei­den Direkt­kan­di­da­ten der CSU, Hel­mut Schnotz für den Land­tag und Hans Popp für den Bezirks­tag.

Mit den Forst­baum­schu­len Grack­lau­er steht in Gun­zen­hau­sen eine der weni­gen noch pro­du­zie­ren­den Forst­pflanz­be­trie­be in Fran­ken. Auf über 40 ha in und um Gun­zen­hau­sen wer­den Pflan­zen, Bäu­me und Saat­gut für ganz Bay­ern pro­du­ziert. Ihre Kun­den kom­men aus dem Privat‑, Kom­mu­nal- und Staats­wald. Von dem bemer­kens­wer­ten Anteil, der hier in Gun­zen­hau­sen für ganz Bay­ern pro­du­ziert wird, waren alle Anwe­sen­den beein­druckt. Das Unter­neh­men, was seit 1932 in Gun­zen­hau­sen Forst­pflan­zen anzieht, wur­de 1999 von Ruth und Karl Grack­lau­er über­nom­men. Seit 2020 führt der gelern­te Forst­in­ge­nieur Tobi­as Grack­lau­er zusam­men mit sei­ner Frau Fran­zis­ka die Geschäf­te in zwei­ter Gene­ra­ti­on. Sie stell­ten den inter­es­sier­ten CSU­lern den Forst­be­trieb vor.

Tobi­as Grack­lau­er sprach (völ­lig zurecht) stolz über ihren Betrieb, erwähn­te aber auch vie­le Her­aus­for­de­run­gen. So sei eine Her­aus­for­de­rung Mit­ar­bei­ter zu fin­den. Ganz­jäh­rig beschäf­tigt der Betrieb 15 Mit­ar­bei­ter, sai­so­nal müs­sen aller­dings zusätz­lich 45 Mit­ar­bei­ter gefun­den wer­den. Das stellt den Betrieb all­jähr­lich vor Her­aus­for­de­run­gen. Aber nicht nur das, auch die Ver­än­de­rung der Böden ver­langt eine Anpas­sung der Pflan­zen. Wäh­rend vor knapp 100 Jah­ren die per­fek­ten Boden­ver­hält­nis­se der Grund für die Ansied­lung der Baum­schu­len war, wer­den die Böden zuneh­mend trock­ner und ver­lan­gen eine geziel­te Aus­wahl der Baum­ar­ten.

Nach­dem sich ein Bild von der neu­en Ver­sand­hal­le und dem Mate­ri­al­la­ger gemacht wur­de, kamen die Besu­cher mit den bei­den Geschäfts­füh­rern ins locke­re und infor­ma­ti­ve Gespräch. Auf die Fra­ge, wel­che Bäu­me wohl in Zukunft am bes­ten auf die sich ver­än­dern­den Kli­ma­be­din­gun­gen ange­passt sind, rät Herr Grack­lau­er, eine mög­lichst brei­te Auf­stel­lung mit unter­schied­li­chen hei­mi­schen Baum­ar­ten zu pflan­zen. Rei­ne Mono­kul­tur sei hier­für viel zu risi­ko­reich, wie die Erfah­rung zeigt.

Die Fami­lie Grack­lau­er sieht, trotz der Her­aus­for­de­run­gen und schon eini­ger schwe­rer Ent­schei­dun­gen, mit einem zuver­sicht­li­chen Blick in die Zukunft. Sie bedank­ten sich für das gro­ße Inter­es­se.

Foto: CSU Gun­zen­hau­sen