Das Erwachen der Farben — Bunt und Vielfältig

von | 19. Mai 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Pleinfeld, Treuchtlingen, Weißenburg

Aus­stel­lungs­er­öff­nung in Pap­pen­heim

Pap­pen­heim (do). Vom Kunst- und Kul­tur­ver­ein Pap­pen­heim war eigent­lich für den Mai eine ande­re Aus­stel­lung vor­ge­se­hen und ange­kün­digt – eine bun­te Palet­te mit Bil­dern der Hofer Künst­le­rin Hei­de­ma­rie Rauh, die lei­der im März die­ses Jah­res ver­stor­ben ist. Mit der Fami­lie wur­de ver­ein­bart, die­se geplan­te Aus­stel­lung erst ein­mal abzu­sa­gen und dafür eine ande­re Künst­ler­per­sön­lich­keit nach Pap­pen­heim zu holen, die auch das The­ma „Far­ben“ zum Mit­tel­punkt ihres Schaf­fens gemacht hat. Das ist mit Roman Pion­ke aus Regens­burg bes­tens geglückt.

Uschi Kreißl, die Vor­sit­zen­de des Kunst- und Kul­tur­ver­eins hieß die Gäs­te will­kom­men, ins­be­son­de­re Toch­ter und Enkel Hei­de­ma­rie Rauhs. David Weiß, der Enkel, spiel­te zur Eröff­nung der Aus­stel­lung mit sei­ner Gefähr­tin Jarah Labib ein­fühl­sa­me Melo­dien, die eine posi­ti­ve musi­ka­li­sche Stim­mung bei den Besu­che­rin­nen und Besu­chern erzeug­ten.

Die Erläu­te­rung und Vor­stel­lung der Kunst von Roman Pion­ke über­nahm Arno Piet­sch­mann aus Regens­burg. Ihn ver­bin­det eine enge Maler­freund­schaft mit Roman Pion­ke, mit dem er regen Aus­tausch pflegt. Roman Pion­ke wuchs in Polen auf, er hat sich schon in jun­gen Jah­ren mit der Male­rei beschäf­tigt, mach­te aber eine Aus­bil­dung als Foto­graf, da er damals in der sozia­lis­ti­schen Ära nicht sein Wunsch­fach Kunst stu­die­ren durf­te. Sein Foto­hand­werk als Grund­la­ge hat ihm bei sei­nem spä­te­ren künst­le­ri­schen Wer­de­gang sehr gehol­fen. Seit 1980 lebt er in Bay­ern und in Regens­burg. Seit mehr als 15 Jah­ren ist die Male­rei sei­ne Haupt­ak­ti­vi­tät gewor­den. Er malt ger­ne mit Ölfar­ben, liebt dane­ben die Acryl­ma­le­rei, zeich­net mit Krei­de und Blei­stift. Sei­ne Viel­sei­tig­keit zeigt sich auch in Pas­tell- und Aqua­rell­ge­mäl­den. Der Lau­da­tor betont beson­ders den stän­di­gen Wunsch des Künst­lers, nicht in einer ein­mal für gut befun­de­nen Mach­art ste­hen zu blei­ben, son­dern sich stän­dig wei­ter­zu­ent­wi­ckeln und nach wei­te­ren vari­an­ten Aus­schau zu hal­ten. Er möch­te sei­nen Mal­stil und
Mal­tech­nik stän­dig ver­bes­sern und ändern. Die Aus­drucks­wei­se sei­ner groß- wie klein­for­ma­ti­gen Bil­der kann als gegen­ständ­lich mit zuneh­men­der Abs­trak­ti­on beschrie­ben wer­den, man könn­te ihn als abs­trak­ten Rea­lis­ten bezeich­nen. Land­schaf­ten, Städ­te­bil­der wie Regens­burg und ande­re Ort­schaf­ten, aber auch klas­si­sche Por­träts zei­gen sei­ne brei­te Palet­te. Fas­zi­nie­rend und cha­rak­te­ris­tisch bei ihm sind sei­ne bezau­bern­den, lebens­fro­hen Far­ben, die viel Licht und Schat­ten erzeu­gen – so die Aus­füh­run­gen Arno Piet­sch­manns. In der far­ben­fro­hen Aus­stel­lung in der Städ­ti­schen Gale­rie Pap­pen­heim sind auch Moti­ve aus Pap­pen­heim auf­ge­nom­men. Nicht nur des­we­gen ist ein Besuch an den Sonn­tag­nach­mit­ta­gen in der Gale­rie emp­feh­lens­wert, die drei Räu­me strah­len näm­lich mit ihren bun­ten Gemäl­den gro­ßen Opti­mis­mus aus.

Städ­ti­sche Gale­rie Pap­pen­heim, An der Stadt­müh­le 1, Pap­pen­heim (Zugang im roten Turm von der Klos­ter­stra­ße aus), geöff­net an Sonn- und Fei­er­ta­gen vom 18. Mai bis 6. Juli 2025 von 14.00 bis 17.00 Uhr. Ein­tritt frei.

Bild­un­ter­schrift: Klos­ter­tor Pap­pen­heim von Roman Pion­ke. Foto: Kunst- und Kul­tur­ver­ein Pap­pen­heim e.V.