Das neue Jahr in Ellingen eingeläutet

von | 14. Januar 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Ellin­gen (red). Am Neu­jahrs­emp­fang der Stadt Ellin­gen konn­te Bür­ger­meis­ter Mat­thi­as Obern­öder zahl­rei­che Gäs­te aus Poli­tik, Ver­wal­tung, Wirt­schaft und Gesell­schaft in der alten Schul­turn­hal­le begrü­ßen. „Wie­der geht ein Jahr zu Ende ange­füllt mit Freud und Leid“. In sei­ner Anspra­che blick­te das Stadt­ober­haupt auf zahl­rei­che getä­tig­te Maß­nah­men zurück und gab gleich­zei­tig einen Aus­blick auf das Jahr 2025, ver­bun­den mit herz­li­chen Dan­kes­wor­ten an Mit­ar­bei­ter, Ver­ei­ne und Behör­den.

Der Umzug von Tei­len der Ver­wal­tungs­ge­mein­schaft in das ehe­ma­li­ge Spar­kas­sen­ge­bäu­de ist voll­zo­gen. Mit der Aus­wei­tung des Rat­hau­ses wur­de der drin­gend not­wen­di­ge Platz geschaf­fen, um den stei­gen­den Anfor­de­run­gen an die Ver­wal­tung Rech­nung zu tra­gen. Eben­so liegt der Erwei­te­rungs­bau des Kin­der­gar­tens Ellin­gen im Zeit­plan und soll im Sep­tem­ber 2025 fer­tig­ge­stellt sein. Dann soll­te vor­erst genug Platz vor­han­den sein, um die 153 Krip­pen- und Kin­der­gar­ten­kin­der in Ellin­gen betreu­en zu kön­nen. „Mit einer vor­aus­sicht­li­chen Über­be­le­gung von 17 Kin­der­gar­ten­kin­dern im August 2025 könn­te man also ein­fach auch sagen: Die Rap­pel­kis­te ist rap­pel­voll“, so Obern­öder. In der Rap­pel­kis­te Ellin­gen und im Wur­zel­haus Stop­fen­heim wur­de die App „KTa­Fi­no“ ein­ge­führt, über die war­me Mit­tags­mahl­zei­ten bestellt wer­den – kön­nen eine Erleich­te­rung für das Fach­per­so­nal. In der Grund­schu­le Ellin­gen wer­den aktu­ell 245 Kin­der betreut, Ten­denz stei­gend. „Wir wer­den die nächs­ten Jah­re wohl durch­gän­gig 3‑zügig sein“, so Obern­ör­der. Dies und der Ganz­ta­ges­an­spruch ab 2026 mach­ten es not­wen­dig, die Schu­le neu zu über­den­ken. Dazu wur­de zusam­men mit der Fir­ma Lern­Land­Schaft ein päd­ago­gi­sches Raum­funk­ti­ons­buch erstellt. Mit die­sem Ergeb­nis soll ein Archi­tekt die Kos­ten eines kom­plet­ten Umbaus und die Kos­ten der rein zwin­gend not­wen­di­gen Repa­ra­tu­ren ermit­teln. Die Schu­le wur­de wie das Rat­haus an das Glas­fa­ser­netz ange­schlos­sen. Ein neu­er Schul­bus wur­de ange­schafft. In einem deso­la­ten Zustand befin­den sich die Hei­zun­gen der Schu­le. Sie wur­den von Haus­meis­ter Mario Bun­ge mit sehr viel Enga­ge­ment am Lau­fen gehal­ten. „Dass wir jetzt hier im War­men ste­hen, ver­dan­ken wir einer exter­nen Hei­zung“, bedank­te sich Obern­öder bei den betei­lig­ten Fir­men. Auch bei der Schul­turn­hal­le wur­de prag­ma­tisch gehan­delt. Die sicht­ba­ren Löcher des undich­ten Daches wur­den ver­schlos­sen. Unter der PV-Anla­ge ist dies aber nicht mög­lich. Die Aus­schrei­bung für eine Dach­sa­nie­rung wird gera­de erstellt. Auch die Erneue­rung der für den Sport­be­trieb not­wen­di­gen Ein­bau­ten ist im Haus­halt für 2025 vor­ge­se­hen. In Hörl­bach und Mas­sen­bach wer­den der­zeit Pro­jek­te im Rah­men der Dorf­er­neue­rung umge­setzt. Die Gemein­de­ver­bin­dungs­stra­ße Ellin­gen-Hörl­bach wur­de im Vor­feld der Sanie­rung der Orts­stra­ße von Hörl­bach erneu­ert und der Regen­was­ser­ka­nal in Hörl­bach her­ge­stellt. Neben den gro­ßen Pro­jek­ten sind auch klei­ne­re in Umset­zung wie die Bolz­plät­ze in Mas­sen­bach und Hörl­bach und der Spiel­platz in Hörl­bach. In Mas­sen­bach wur­de das an den Spiel­platz angren­zen­de Grund­stück von der Gemein­de erwor­ben. Ein Lob galt dem Dorf­er­neue­rungs­vor­sit­zen­dem Herrn Hor­ne­ber vom Amt für länd­li­che Ent­wick­lung. Für den Neu­bau der Klär­an­la­ge sol­len 2025 die Pla­nun­gen ver­voll­stän­digt und die Aus­schrei­bun­gen erstellt wer­den. Ein Anschluss an die Zweck­verb­ans­klär­an­la­ge Brom­b­ach­se kam nach einer Kos­ten­ver­gleichs­rech­nung nicht güns­ti­ger. In Sto­pen­heim wur­de das Regen­rück­hal­te­be­cken Rich­tung Stör­zel­bach fer­tig­ge­stellt. Beim The­ma Trink­was­ser benö­tigt die Stadt auch eine Not­ver­sor­gung für den Fall einer Lie­fer­un­ter­bre­chung. Des­halb wur­de ein Inge­nieur­bü­ro beauf­tragt, das prü­fen soll, ob bzw. wie ein Anschluss an die Stadt­wer­ke Wei­ßen­burg mög­lich ist, nach­dem der Zweck­ver­band der Pfaf­fen­berg­grup­pe nicht über die erfor­der­li­che Was­ser­men­ge ver­fügt. Für die Betriebs­er­laub­nis des Alten­heim-Alt­baus Ende 2025 soll eine Ver­län­ge­rung bean­tragt wer­den. Mög­li­che För­de­run­gen für einen Neu­bau soll ein Archi­tekt erör­tern. „Ohne För­de­rung ist ein Neu­bau in der not­wen­di­gen Dimen­si­on für Ellin­gen nicht oder nur sehr, sehr schwer zu stem­men“, stell­te Obern­öder fest. Auch für das Alten­heim gab es ein neu­es Fahr­zeug, das haupt­säch­lich durch Spen­den finan­ziert wur­de. Obern­öder bedank­te sich wei­ter­hin bei der Stadt Wei­ßen­burg bezüg­lich der Erneue­rung des Rad­we­ges zwi­schen Wei­ßen­burg und Ellin­gen. Im Rat­haus schrei­tet die Digi­ta­li­sie­rung vor­an, was zu stei­gen­den Lizenz­ge­büh­ren für Soft­ware führt, aber auch heißt, das zum Bei­spiel für die Bun­des­tags­wahl Brief­wahl­un­ter­la­gen per QR-Code bean­tragt wer­den kön­nen bzw. das im Rat­haus ein digi­ta­les Archiv auf­ge­baut wird. Die Bom­bar­die­rung der Stadt Ellin­gen jährt sich heu­er am 23.02.2025 zum 80. Mal. Um das Erin­nern wach zu hal­ten, wird eine Gedenk­fei­er mit beglei­ten­der Aus­stel­lung des Freun­des­kreis Barock­stadt im Rat­haus statt­fin­den. Der Dank des Stadt­ober­haup­tes galt dem Markt Plein­feld, der VG Alt­mühl­tal und der Stadt Wei­ßen­burg sowie dem Land­rats­amt, die wäh­rend der mona­te­lan­gen Not­la­ge auf­grund Krank­heit von Mit­ar­bei­tern unter­stützt und das Stan­des­amt und Bau­amt auf­recht­erhal­ten haben eben­so dem Team der VG Ellin­gen, die in die­ser Zeit nach bes­tem Wis­sen und Gewis­sen gehol­fen haben. Der Hebe­satz für die Grund­steu­er A (land­wirt­schaft­lich) wur­de bei 500% belas­sen, da die errech­ne­te Abwei­chung sehr gering war. Die Grund­steu­er B (Bebaut) wur­de auf 240 % fest­ge­setzt und damit mehr als hal­biert, immer unter dem Fokus, damit das gesam­te Grund­steu­er­auf­kom­men in etwa gleich belas­sen wird. Ein gro­ßes The­ma war 2024 die Aus­wei­sung von Wind­kraft­ge­bie­ten. Es wur­den Pacht­mo­del­le, mög­li­che Vor­ge­hens­wei­sen, Fall­stri­cke und Chan­cen mit den betrof­fe­nen Grund­stücks­ei­gen­tü­mern bespro­chen. „Die ehren­amt­li­chen Tätig­kei­ten in allen Ellin­ger Ver­ei­nen ver­die­nen immer höchs­te Aner­ken­nung und gutes Lob“, bedank­te sich Obern­öder abschlie­ßend bei deren Enga­ge­ment, ohne das das kul­tu­rel­le, sozia­le und sport­li­che Leben in Ellin­gen wahr­schein­lich unmög­lich, auf jeden Fall um eini­ges ärmer wäre. Beson­ders wur­de die Feu­er­wehr her­vor­ge­ho­ben, die der Kom­mu­ne mit der Brand­ab­wehr „rich­tig Geld spa­ren“. Eine haupt­amt­li­che Feu­er­wehr könn­ten sich wohl nur die wenigs­ten Kom­mu­nen leis­ten. Die Nach­fol­ge des lang­jäh­ri­gen Kom­man­dan­ten Georg Mor­gott über­nimmt der neu gewähl­te Alex­an­der Bich­ler. Ein wei­te­rer Dank galt dem Bau­hof, der immer zur Stel­le sei, wenn etwas anfal­le eben­so wie den Gre­mi­en, mit der die Stadt zusam­men­ar­bei­tet. Zu den Ver­an­stal­tungs­hö­he­punk­ten in die­sem Jahr zäh­len das Feu­er­wehr­fest in Stop­fen­heim (22.05. bis 25.05.) sowie das Groß­kon­zert der Deutsch­or­dens­ka­pel­le am 26.07.25 im Schlos­sin­nen­hof.

Neben den musi­ka­li­schen Bei­trä­gen der Deutsch­or­dens­ka­pel­le Ellin­gen war die­ses Jahr der Auf­tritt der bei­den Sport­akro­ba­tin­nen Cla­ra Hof­beck (12) und Vio­let­ta Urban (15) vom UFC Ellin­gen ein High­light. Sie haben es vor kur­zem in den deut­schen Bun­des­ka­der geschafft – etwas Beson­de­res für eine Stadt mit gera­de mal 4000 Ein­woh­nern.

Fotos: Ama­de­us Mey­er