Der Weißenburger Bahnhof ist weiter auf dem Abstellgleis

von | 15. September 2024 | Altmühlfranken, Weißenburg

Wei­ßen­burg (red). Der Start der zuge­sag­ten Mach­bar­keits­stu­die zur Mobi­li­täts­för­de­rung des Wei­ßen­bur­ger Bahn­hofs lässt wei­ter auf sich war­ten. Ergeb­nis­se soll­ten zum Jah­res­en­de vor­lie­gen aber nach Rück­fra­ge konn­te die Unter­su­chung, auf­grund von man­geln­den Ange­bo­ten in der ers­ten Aus­schrei­bungs­run­de, noch nicht begon­nen wer­den. Die­se Ver­zö­ge­rung ärgert MdL Wolf­gang Hau­ber sehr. Ein Büro sei nun laut der Kon­zern­be­voll­mäch­tig­ten der Deut­schen Bahn AG für den Frei­staat gefun­den und der Start der Erhe­bung soll nun im Herbst die­ses Jah­res erfol­gen.

Seit eini­gen Jah­ren ist der Wunsch nach einem voll­stän­dig bar­rie­re­frei­en Bahn­hof in Wei­ßen­burg groß. Das Gleis 2 kann vom Bahn­hof aus bar­rie­re­frei erreicht wer­den, die Glei­se 3 und 4 sind nur über eine Unter­füh­rung mit Trep­pen­auf- und ‑abgang erreich­bar. Grund­sätz­lich ist der Bund für die­se Maß­nah­men in der Ver­ant­wor­tung. Der Frei­staat treibt den bar­rie­re­frei­en Aus­bau der Bahn­sta­tio­nen seit vie­len Jah­ren mit erheb­li­chen Lan­des­mit­teln vor­an und leis­tet somit eine wich­ti­ge Vor­ar­beit, damit bei der Ver­ga­be von Son­der­pro­gram­men des Bun­des die­se Vor­ar­beit Vor­tei­le bei der Ver­ga­be gene­rie­ren kann. Auf Frak­ti­ons­in­itia­ti­ve des Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Wolf­gang Hau­ber stell­te der Frei­staat frei­wil­lig Mit­tel in Höhe von 200.000 Euro für die Mach­bar­keits­stu­die in Wei­ßen­burg zur Ver­fü­gung.

Durch die­ses Mobi­li­täts­kon­zep­tes soll die tech­ni­sche Mach­bar­keit von ver­schie­de­nen Lösun­gen zur Her­stel­lung der Bar­rie­re­frei­heit des Wei­ßen­bur­ger Bahn­hofs unter­sucht wer­den. Die Ana­ly­se der tech­ni­schen Mach­bar­keit sieht zwei Vari­an­ten vor. Die eine Vari­an­te ist der Bau einer Unter­füh­rung aus­ge­stat­tet mit ent­spre­chen­den Auf­zü­gen. Die ande­re Opti­on wäre, dass Auf­zü­ge an die bestehen­de Brü­cke der Gun­zen­hau­se­ner Stra­ße über die Bahn­li­nie errich­tet wer­den.
Hau­ber sieht nicht nur für ein­ge­schränk­te Men­schen, son­dern für die Stär­kung des Bahn­stand­ort und den Kli­ma­schutz eine gro­ße Dring­lich­keit. Der Bahn­hof in der
Kreis­stadt Wei­ßen­burg liegt an der Haupt­stre­cke von Treucht­lin­gen nach Nürn­berg und hat rund 2.300 Fahr­gäs­te pro Werk­tag. „Die Stär­kung des Öffent­li­chen
Nah­ver­kehrs in der Regi­on ist mir ein Her­zens­an­lie­gen und dies kann nur durch die För­de­rung von Inklu­si­on, Fami­li­en­freund­lich­keit und Umwelt­schutz gelin­gen“, so
Hau­ber.

Bild­un­ter­schrift: MdL Wolf­gang Hau­ber ver­är­gert über den aus­ste­hen­den Beginn der Mach­bar­keits­stu­die. Fotos: Büro MdL Wolf­gang Hau­ber