Informationen zum Schuljahr 2024/25

von | 15. September 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Alt­mühl­fran­ken (red). Im Schul­jahr 2024/25 besu­chen 3864 (2023/24=3637) (2022/23 = 3478) (2021/22 = 3151) (2020/21 = 3103) (2019/20 = 3173; 2018/19 = 3201) Schü­le­rin­nen und Schü­ler in 173 (162; 157; 146; 145; 150; 151) Klas­sen die Grund­schu­len in unse­rem Schul­amts­be­zirk.

In der Mit­tel­schu­le wer­den 1994 (1940; 1979; 1916; 1889; 1878; 1816) Schü­le­rin­nen und Schü­ler in 95 (90; 96; 92; 92; 90; 92) Klas­sen unter­rich­tet.

Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist die Gesamt­schü­ler­zahl mit 5858 (Vor­jah­re: 5577; 5457; 5063; 4992; 5051; 5017) erneut ange­stie­gen. Im Bereich der Mit­tel­schu­le ist die Stei­ge­rung auf die Beschu­lung von ukrai­ni­schen Kin­dern und Jugend­li­chen zurück­zu­füh­ren. Die bemer­kens­wer­te Stei­ge­rung bei den Grund­schul­kin­dern (ca. 225) ist vor allem dar­auf zurück­zu­füh­ren, dass im August 2024 ein rela­tiv gebur­ten­schwa­cher Jahr­gang die Grund­schu­len ver­las­sen hat bzw. bei der Ein­schu­lung die­ses Jahr­gangs im Herbst 2020 vie­le Eltern wegen Coro­na vom soge­nann­ten Ein­schu­lungs­kor­ri­dor Gebrauch gemacht haben und ihr Kind erst ein Jahr spä­ter ein­ge­schult haben.

Die Beschu­lung der ukrai­ni­schen Jugend­li­chen fin­det in die­sem Jahr ent­we­der in den Regel­klas­sen oder in den Deutsch­klas­sen der Mit­tel­schu­len statt. Eine schul­art­über­grei­fen­de Deutsch­klas­se wur­de an kei­ner Schu­le in unse­rem Land­kreis ein­ge­rich­tet.

Mit den ins­ge­samt zuge­teil­ten Leh­rer­stun­den konn­ten an den Grund- und Mit­tel­schu­len alle Stun­den des Pflicht­un­ter­richts abge­deckt wer­den. Das war aber nur mög­lich, weil Lehr­kräf­te, die eigent­lich für Krank­heits­ver­tre­tun­gen in der soge­nann­ten Mobi­len Reser­ve vor­ge­se­hen waren, aus die­ser wie­der genom­men wur­den. Zum Schul­jah­res­be­ginn ist somit im Bereich der Grund­schu­len kei­ne Voll­zeit­lehr­kraft mehr in der Mobi­len Reser­ve. Das wird mit gro­ßer Wahr­schein­lich­keit gro­ße Her­aus­for­de­run­gen im Ver­lauf des Schul­jah­res mit sich brin­gen.

Neben einer gan­zen Anzahl an voll aus­ge­bil­de­ten Grund- bzw. Mit­tel­schul­lehr­kräf­ten wird die Mobi­le Reser­ve ins­be­son­de­re durch vie­le Lehr­amts­stu­die­ren­de in höhe­ren Semes­tern gebil­det. Einer­seits ist die­se Ent­wick­lung zu begrü­ßen, da sehr vie­le Stu­die­ren­de schon einen ver­tief­ten Ein­blick in ihr spä­te­res Berufs­le­ben erhal­ten, ande­rer­seits sind es Stu­die­ren­de und kei­ne voll aus­ge­bil­de­ten Lehr­kräf­te. Die Schu­len, das Schul­amt und die Regie­rung von Mit­tel­fran­ken bemü­hen sich zwar, den Stu­die­ren­den den Ein­stieg durch Hil­fe­stel­lun­gen, Vor­be­rei­tung von Unter­richts­ma­te­ria­li­en usw. zu erleich­tern, aber es ist und bleibt kei­ne sys­te­ma­ti­sche Ein­füh­rung, wie sie dann spä­ter im Vor­be­rei­tungs­dienst durch die Semi­nar­aus­bil­dung durch­ge­führt wird.

Erst­mals wer­den auch Stu­die­ren­de vom Schul­jah­res­be­ginn an für Dif­fe­ren­zie­rungs­stun­den z. B. im Rah­men der Inklu­si­on oder in jahr­gangs­ge­misch­ten Klas­sen ein­ge­setzt, weil nicht genug aus­ge­bil­de­te Lehr­kräf­te zur Ver­fü­gung ste­hen.

Wie auch in den Vor­jah­ren haben sowohl fer­tig aus­ge­bil­de­te Lehr­kräf­te als auch Lehr­amts­an­wär­te­rin­nen und Lehr­amts­an­wär­ter aus per­sön­li­chen Grün­den auf die Ein­stel­lung ver­zich­tet bzw. wol­len ihren Vor­be­rei­tungs­dienst nicht im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen ableis­ten, weil die­ser zu weit von ihrem Hei­mat­ort ent­fernt ist.

Die durch­schnitt­li­che Anzahl der Schü­le­rin­nen und Schü­ler pro Klas­se in den Grund­schu­len ist im Ver­gleich zum Schul­jahr bei 22,3 rela­tiv sta­bil geblie­ben (Vor­jah­re: 22,4; 22,1).

Zum Bedau­ern der Schu­len wur­den das Pro­gramm der Schul­as­sis­ten­zen, das wäh­rend Coro­na ins Leben geru­fen wur­de, vom Kul­tus­mi­nis­te­ri­um nicht wei­ter­ge­führt. Als Ersatz kön­nen jetzt „päd­ago­gi­sche Unter­stüt­zungs­kräf­te“ in einem unbe­fris­te­ten Arbeits­ver­hält­nis ein­ge­stellt wer­den. So sehr die­se Maß­nah­me begrüßt wird, ist der Umfang der aus­ge­brach­ten Stel­len jedoch so gering, dass sehr vie­le Grund- und Mit­tel­schu­len im Land­kreis nicht davon pro­fi­tie­ren kön­nen.

Wenn­gleich der ers­te Schul­vor­mit­tag die­ses Jahr ver­reg­net war, über­wog aber wie­der bei allen die Freu­de und Vor­freu­de auf das kom­men­de Schul­jahr, natür­lich ins­be­son­de­re bei den 1001 Erst­kläss­lern in unse­rem Land­kreis.

Foto: Pix­a­bay