Smart-Meter-Rollout in der Region kommt Schritt für Schritt voran
Die N‑ERGIE Netz GmbH ist nicht nur Netzbetreiber, sondern gleichzeitig grundzuständiger Messstellenbetreiber in der Region. Als solcher treibt sie die Digitalisierung der Energiewende in ihrem Netzgebiet voran. Dazu gehören auch die sichere Kommunikation für die Übertragung der Messdaten und die Möglichkeit, bestimmte Anlagen zu steuern. In vielen Gebäuden wurden bereits intelligente Messsysteme, auch Smart Meter genannt, eingebaut. In den kommenden Monaten läuft nun auch der Steuerungsrollout an. Im Netzgebiet der N‑ERGIE gibt es regionale Schwerpunkte für die unterschiedlichen Arbeitsphasen: ein aktueller Überblick.
Wer bekommt automatisch einen Smart Meter?
Gesetzlich sind Smart Meter vorgeschrieben für Photovoltaik(PV)-Anlagen mit einer Leistung über 7 Kilowatt (kW), steuerbare Verbraucher wie leistungsstarke Wallboxen oder Wärmepumpen und Haushalte mit einem Stromverbrauch über 6.000 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr. Sie informieren die Messstellenbetreiber über Stromverbrauch und Einspeisemengen. Außerdem ermöglichen sie die Nutzung dynamischer Stromtarife.
Wo werden Smart Meter zuerst installiert?
Die N‑ERGIE Netz GmbH hat sich für einen regional gesteuerten Smart-Meter-Rollout entschieden, der dem Aufbau des Kommunikationsnetzes folgt. Denn die Voraussetzung für den Einbau ist eine funktionierende Kommunikation zwischen Smart Meter und Messstellenbetreiber. Daher startet der Einbau überall dort, wo das Kommunikationsnetz bereits etabliert ist. Die aktuellen Schwerpunkte für den Rollout liegen in den Landkreisen Ansbach, Neustadt/Aisch-Bad Windsheim und Weißenburg-Gunzenhausen.
Was kostet der vorgezogene Einbau eines Smart Meters?
Die sogenannten Pflichteinbaufälle, die der Gesetzgeber definiert hat, werden beim Smart-Meter-Rollout automatisch zuerst berücksichtigt. Doch es gibt auch Verbraucher*innen, die nicht warten möchten, bis der intelligente Zähler kostenlos von der N‑ERGIE Netz GmbH eingebaut wird. Wer so schnell wie möglich einen Smart Meter möchte, kann bei der N‑ERGIE Netz GmbH als grundzuständigem Messstellenbetreiber einen intelligenten Zähler bestellen. Der Einbau auf Wunsch kostet dann 100 Euro und zusätzlich 30 Euro im Jahr, wenn es sich nicht um einen Pflichteinbau handelt. Zusätzlich zum grundzuständigen Messstellenbetreiber gibt es auch wettbewerbliche Messstellenbetreiber, die mit dem Einbau eines Smart Meters beauftragt werden können. Teilweise erwecken sie den Eindruck eines Handlungsdrucks und treten unter einer offiziell klingenden Firmenbezeichnung auf. In jedem Fall gilt: Bitte unbedingt genau hinschauen und die Konditionen prüfen.
Welche Anlagen müssen vom Netzbetreiber gesteuert werden können?
Steuerbare Verbrauchsanlagen wie leistungsstarke Wärmepumpen und Wallboxen müssen nach gesetzlichen Vorgaben mit einer Steuerungseinrichtung ausgestattet werden. Das gilt auch für PV-Anlagen mit einer Leistung über 7 kW. Alle Anlagenbetreiber*innen müssen vorab die Voraussetzung für die Montage schaffen und beispielsweise den Zählerschrank durch einen Fachbetrieb vorbereiten lassen. Eine Ausnahme besteht für Anlagen, die anmelden, lediglich für den Eigenverbrauch Strom zu produzieren und diesen ganzjährig nicht ins Netz einzuspeisen.
Was bedeutet die Steuermöglichkeit für die Anlagenbetreibenden?
Eine Steuerungseinrichtung ermöglicht Netzbetreibern, die Leistung von Wärmepumpen und Wallboxen zeit- und stufenweise zu verringern oder PV-Anlagen abzuregeln, falls im Stromnetz Überlastungen drohen. Der normale Haushaltsstrom für Licht, Kühlschrank, Computer usw. wird dadurch nicht abgeschaltet, die Geräte können weiterhin betrieben werden. So bleibt die Stromversorgung für alle stabil – auch wenn die Netze zum Beispiel durch sehr viel Sonnen- und Windstrom stark ausgelastet sind. Die Anlagenbetreibenden können nachvollziehen, ob ihre Anlage gesteuert wurde, und erhalten eine Entschädigung für nicht eingespeisten Strom.
Wie geht die N‑ERGIE Netz GmbH beim Steuerungsrollout vor?
Der Steuerungsrollout soll ab Juli 2026 im Netzgebiet der N‑ERGIE bei PV-Anlagen mit Volleinspeisung starten, um bestmögliche Effekte zur Netzstabilisierung zu erzielen. Nach und nach erhalten alle steuerbaren Anlagen, die vom Gesetzgeber dafür vorgesehen sind, einen Smart Meter mit Steuerungseinrichtung, der in ein sicheres Kommunikationsnetz eingebunden ist. Wer zum Einbau einer Steuerungseinrichtung verpflichtet ist, wird von der N‑ERGIE Netz GmbH persönlich informiert. Ein Installationsbetrieb bereitet die Anlage für die Montage vor. Die Kosten dafür tragen die Anlagenbetreiber*innen. Die Installation der Steuereinrichtung durch die N ERGIE Netz GmbH ist kostenlos. Die jährlichen Betriebskosten betragen 50 Euro.
Weitere Informationen gibt es unter www.n‑ergie-netz.de/smart-meter.
Bildunterschrift: Einbau intelligenter Zähler, Foto: N‑ERGIE, Simeon Johnke


