Dr. Ingo Friedrich: Wieviel Krisen halten wir noch aus?

von | 17. September 2025 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Die Bür­ger hono­rie­ren in der heu­ti­gen Situa­ti­on Kom­pro­miss­be­reit­schaft der Par­tei­en, aber nicht mehr das „Pfle­gen der eige­nen Kli­en­tel“

Bei Lek­tü­re der Zei­tung könn­te man schier Schnapp­at­mung bekom­men, eine Kri­se jagt die ande­re:

Ukrai­ne Krieg

Gaza Krieg

Zoll­kri­se mit den USA

Frank­reich ver­schul­det und ohne Regie­rung

Auto­in­dus­trie unter Druck

Sozi­al­leis­tun­gen nicht mehr finan­zier­bar

Wie soll da der nor­ma­le Bür­ger noch ruhig schla­fen kön­nen?  Was wir jetzt brau­chen sind nicht stän­dig neue und noch alar­mie­ren­de­re Ana­ly­sen son­dern ein­mal auch Ideen und Vor­schlä­ge wie es wei­ter­ge­hen könn­te oder soll­te.

Ver­su­chen wir es doch mal:

Ukrai­ne: da muss und wird es hof­fent­lich bald ein Ende geben, weil inzwi­schen alle Betei­lig­ten einen so hohen Preis zah­len, den sich kei­ner mehr leis­ten kann, auch die Rus­sen nicht mehr.  

Für Gaza gilt das Glei­che. Wenn Netan­ja­hu das Desas­ter über­ste­hen möch­te, muss er irgend­wann, ja ziem­lich bald, mit dem Bom­ben auf­hö­ren.  

Zoll­kri­se: Trumps erra­ti­sche Poli­tik wird frü­her oder spä­ter enden. Ent­we­der er wird bei den Mid­term Wah­len in 1 1/2 Jah­ren bru­tal abge­straft oder er ändert sei­ne Poli­tik hin zu mehr Nor­ma­li­tät und Kal­ku­lier­bar­keit.  

Frank­reich: wenn wirk­lich alle Stri­cke rei­ßen, wird jed­we­de fran­zö­si­sche Regie­rung gezwun­gen sein, dras­ti­sche Kon­so­li­die­rungs­maß­nah­men vor­zu­neh­men. Dass ein sol­ches Vor­ge­hen mög­lich ist und auch funk­tio­niert, ist am Bei­spiel Grie­chen­lands zu sehen. So hat Athen bei­spiels­wei­se die Ren­ten um über 30 Pro­zent gekürzt! Noch vor weni­gen Jah­ren war Grie­chen­land ein ver­lo­re­nes Land und heu­te ver­fügt es über eine blü­hen­de Wirt­schaft, zahlt sei­ne Zin­sen und dis­ku­tiert Steu­er­sen­kun­gen. Es geht also, man muss nur wol­len!

Auto­in­dus­trie: Ja lei­der hat uns Chi­na hier zu einem erheb­li­chen Teil über­holt. Da hilft nur eines: bes­ser wer­den, bes­ser wer­den! Die Autos der Zukunft bie­ten Luxus, Enter­tain­ment und Ent­span­nung und dies zu bezahl­ba­ren Prei­sen. Das ist zwar nicht ein­fach zu errei­chen aber Teu­fels­zeug ist es auch nicht.  

Sozi­al­staat: auf die­sem Sek­tor ent­schei­det sich das Schick­sal der Bun­des­re­gie­rung! Den bei­den Regie­rungs­par­tei­en muss klar sein: die Wäh­ler hono­rie­ren in die­ser Kri­sen­si­tua­ti­on nicht mehr das Strei­cheln und Pfle­gen der eig­nen Kli­en­tel, son­dern die Fähig­keit Kom­pro­mis­se zu fin­den! Dar­an ist ja die FDP geschei­tert, durch ihr stän­di­ges Nein­sa­gen hat sie sich zwar pro­fi­liert aber wegen der feh­len­den Kom­pro­miss­be­reit­schaft wur­de sie vom Wäh­ler abge­straft. Wer hören kann der höre und ler­ne dar­aus!!  

Foto: Dr. Ingo Fried­rich