Dreckbärenalarm in Gunzenhausen! Öffentliche Toiletten werden absichtlich verunreinigt

von | 27. Juni 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen

Gun­zen­hau­sen (red). Star­ke Ner­ven und Sur­vi­val-Kennt­nis­se soll­ten Sie mit­brin­gen, wenn Sie in die­sen Tagen eine der öffent­li­chen Toi­let­ten in Gun­zen­hau­sen auf­su­chen möch­ten. Denn es ist schlicht­weg Wahn­sinn, was dort seit Wochen immer wie­der pas­siert. Van­da­lis­mus, Ver­un­rei­ni­gung und Zer­stö­rung gab´s ja schon immer, doch mitt­ler­wei­le wer­den mit vol­ler Absicht Fäka­li­en an Wän­de geschmiert, Schüs­seln bis zum Rand mit Fremd­kör­per gefüllt und Räu­me unter Was­ser gesetzt. Men­schen die sol­che Din­ge im Voll­be­sitz ihrer geis­ti­gen Kräf­te tun, haben als Kin­der zu nah an der Wand geschau­kelt. Anders lässt sich solch ein Ver­hal­ten nicht erklä­ren. Für die Stadt Gun­zen­hau­sen ist das nicht nur ärger­lich, wir spre­chen von einem rie­si­gen Rei­ni­gungs­auf­wand und dem­entspre­chend von hohen Kos­ten. Zudem sind die WC-Anla­gen stän­dig gesperrt, da Putz­trupps für klar Schiff sor­gen müs­sen. Toll für all die­je­ni­gen, die in die­ser Zeit drin­gend ein Klo brau­chen.

„Letzt­lich kön­nen wir nur an den gesun­den Men­schen­ver­stand appel­lie­ren“, so Ers­ter Bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Fitz. „Was Weni­ge mög­li­cher­wei­se lus­tig fin­den, scha­det der Gemein­schaft und ist unso­li­da­risch. In Kon­se­quenz wer­den wir die zusätz­li­chen Kos­ten an die Steu­er­zah­ler wei­ter­ge­ge­ben müs­sen. Und falls sich an der Situa­ti­on nichts ändert, dann wer­den wir über die Schlie­ßung der Anla­gen nach­den­ken. Öffent­li­che Toi­let­ten sind kei­ne Pflicht­auf­ga­be der Kom­mu­ne. Wir las­sen uns nicht von ein­zel­nen Que­ru­lan­ten auf der Nase her­um­tan­zen.“

Für die Putz­trupps ist die Rei­ni­gung eine Zumu­tung und defi­ni­tiv nichts für schwa­che Ner­ven. Künf­tig wer­den die Toi­let­ten noch eng­ma­schi­ger kon­trol­liert und Beschä­di­gun­gen zur Anzei­ge gebracht.

Nähe­re Infor­ma­tio­nen zur Stadt Gun­zen­hau­sen erhal­ten Sie im Inter­net unter www.gunzenhausen.de.

Foto: Stadt Gunzenhausen/ Mar­kus Keil