Ein Plus an Aufenthaltsqualität in Gunzenhausen

von | 12. November 2025 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen

Der Umbau der städ­ti­schen Bus­hal­te­stel­len schrei­tet wei­ter vor­an

Wie es in unse­rem Lebens­raum aus­sieht hat einen immensen Ein­fluss auf unser See­len­heil. Das hat nun gar nichts mit der aktu­el­len Stadt­bild-Dis­kus­si­on zu tun. Man fühlt sich nur ein­fach da woh­ler, wo es schön und sau­ber ist und man sich ger­ne auf­hält. Das weiß auch die Stadt Gun­zen­hau­sen, die gemein­sam mit der Mobi­li­täts- und Ver­kehrs-GmbH (MVG) seit Jah­ren an einer Auf­wer­tung der Bus­hal­te­stel­len im Stadt­ge­biet arbei­tet. Die grau­en Wän­de und unin­spi­rier­ten Häus­chen ver­schwin­den nach und nach. Als Ersatz wer­den Dächer begrünt, beque­me Sitz­mög­lich­kei­ten geschaf­fen und gro­ße Infor­ma­ti­on­flä­chen instal­liert.

Wer­den Städ­te grü­ner, so wirkt sich das nicht nur posi­tiv auf das Kli­ma aus, son­dern erhöht gleich­zei­tig die Lebens­qua­li­tät und schafft exis­tenz­si­chern­den Raum für Insek­ten sowie Vögel. Leich­ter gesagt als getan, denn im urba­nen Raum domi­niert bis heu­te Beton und grau­es Pflas­ter. Doch das muss nicht sein, wie die Gun­zen­häu­ser Idee zeigt: Wenn mög­lich sol­len War­te­häus­chen optisch anspre­chend aus­se­hen und an aus­ge­wähl­ten Orten deren Dächer begrünt wer­den. Im städ­ti­schen Bau­amt ist hier­für feder­füh­rend Jan Kret­zer ver­ant­wort­lich, der sich um die Pla­nung und Umset­zung küm­mert.

„Mit Maß­nah­me wie einer Dach­be­pflan­zung set­zen wir im Kli­ma­wan­del ein grü­nes Aus­ru­fe­zei­chen“, betont MVG-Geschäfts­füh­rer Ste­fan Dietz. „Jede zusätz­li­che Blüh­flä­che ist ein Segen für die Bio­di­ver­si­tät. Das Dach eines Bus­hal­te­häus­chens kann für Insek­ten wich­ti­ger Lebens­raum sein, gleich­zei­tig spen­det das Ele­ment Schat­ten, ist ein natür­li­cher Was­ser­spei­cher und erhöht die Luft­qua­li­tät.“

Die Kos­ten für ein War­te­häus­chen inklu­si­ve begrün­ter Dach­flä­che pen­deln zwi­schen zehn- und fünf­zehn­tau­send Euro, exklu­si­ve groß­zü­gi­ger För­de­rung von jeweils bis zu 75 Pro­zent. Übri­gens ist die Dach­be­grü­nung eine spe­zi­el­le Vege­ta­ti­ons­mat­te, deren Bewuchs ins­be­son­de­re von Bie­nen und Schmet­ter­lin­gen sehr gut ange­nom­men wird. Der Pfle­ge­auf­wand ist mini­mal, die Grä­ser und Pflan­zen sind win­ter­hart. Neue Boden­plat­ten und Dach­be­grü­nun­gen gab es für die Hal­te­stel­len in der Indus­trie­stra­ße, Nürn­ber­ger­stra­ße bei Aldi/Netto und für die Sta­ti­on in der Büh­rin­ger­stra­ße.

Als wei­te­rer wich­ti­ger Bau­stein für mehr Lebens­qua­li­tät in der Stadt Gun­zen­hau­sen wer­den die Bus­hal­te­stel­len zudem kon­ti­nu­ier­lich bar­rie­re­frei umge­baut. Das ist nicht nur zeit­ge­mäß, son­dern ein wei­te­res Bekennt­nis für einen star­ken ÖPNV, das auch die ste­tig stei­gen­den Nut­zer­zah­len erken­nen las­sen. „Bar­rie­re­freie Bus­hal­te­stel­len sind unver­zicht­ba­re Bau­stei­ne für eine fami­li­en­freund­li­che und inklu­si­ve Stadt“, so Ers­ter Bür­ger­meis­ter Karl-Heinz Fitz. „Unser Ziel ist es, dass jeder, ob ung oder alt, mit oder ohne Han­di­cap, öffent­li­che Ver­kehrs­mit­tel unein­ge­schränkt nut­zen kann.“

In die­sem Jahr wur­den bereits zwei wei­te­re Hal­te­stel­len bar­rie­re­frei umge­baut, ins­ge­samt sind wir nun bei rund 50 in Kern­stadt und Orts­tei­len. Neben der War­te­zo­ne in der Orts­mit­te von Lau­ben­ze­del wur­de der Hal­te­punkt „Para­cel­sus­stra­ße“ am Reut­berg I in Angriff genom­men. Zuletzt wur­de noch die Hal­te­stel­le in der Nürn­ber­ger Stra­ße an die Bedürf­nis­se eines attrak­ti­ven ÖPNVs ange­passt.

Wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen zur Gun­zen­häu­ser Mobi­li­täts- und Ver­kehrs-GmbH erhal­ten Sie unter www.gunzenhausen-mobil.de.

Foto: Stadt Gunzenhausen/Manuel Gros­ser