Eintrübung am Arbeitsmarkt

von | 5. März 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Höhe­re Arbeits­lo­sig­keit und rück­läu­fi­ger Stel­len­be­stand im Jah­res­ver­gleich

Daten im Über­blick

Arbeits­lo­sen­zahl im Febru­ar: ‑125 zu Vor­mo­nat (-1,4 Pro­zent) auf 8.846

Arbeits­lo­sen­zahl im Vor­jah­res­ver­gleich: +271 (+3,2 Pro­zent)

Arbeits­lo­sen­quo­te gegen­über Vor­mo­nat: ±0 bei 3,4 Pro­zent

Arbeits­lo­sen­quo­te im Vor­jahr: 3,3 Pro­zent

(red). „Der Arbeits­markt zeigt der­zeit ein durch­wach­se­nes Bild. Zwar ist die Arbeits­lo­sig­keit im Ver­gleich zum Vor­mo­nat leicht gesun­ken, und auch der Zugang an offe­nen Stel­len hat sich erhöht. Den­noch bleibt die Gesamt­si­tua­ti­on ange­spannt. Im Ver­gleich zum Vor­jahr liegt die Arbeits­lo­sig­keit ersicht­lich höher, wäh­rend der Stel­len­be­stand deut­lich zurück­ge­gan­gen ist. Die­se Ent­wick­lung spie­gelt eine spür­ba­re Ein­trü­bung am Arbeits­markt wider“, erläu­tert Clau­dia Wol­fin­ger, Vor­sit­zen­de der Geschäfts­füh­rung der Agen­tur für Arbeit Ans­bach-Wei­ßen­burg.

„Die anhal­tend schwa­chen Kon­junk­tur­aus­sich­ten ver­stär­ken die Unsi­cher­heit bei Unter­neh­men, was sich direkt auf Neu­ein­stel­lun­gen und die Inves­ti­ti­ons­be­reit­schaft aus­wirkt. Vie­le Betrie­be agie­ren wei­ter­hin zurück­hal­tend, was den Auf­bau neu­er Stel­len hemmt. Um den Arbeits­markt nach­hal­tig zu stär­ken, sind unter ande­rem geziel­te Qua­li­fi­zie­run­gen ent­schei­dend, um Arbeits­kräf­te fit für die Anfor­de­run­gen des Arbeits­mark­tes zu machen“, erklärt Wol­fin­ger.

Zugang an neu gemel­de­ten Stel­len zum Vor­mo­nat höher – Stel­len­be­stand im Ver­gleich zum Vor­jahr deut­lich nied­ri­ger

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­centern 868 neue Stel­len im Lau­fe des Monats. Das sind 271 bzw. 45,4 Pro­zent mehr als im Vor­mo­nat und 132 bzw. 13,2 Pro­zent weni­ger als im Vor­jahr. Der Bestand an offe­nen Stel­len ist mit 5.027 um 16 höher als im Vor­mo­nat und um 747 nied­ri­ger als im Febru­ar 2024.

Der größ­te Anteil an frei­en Stel­len im Bestand kommt mit 1.021 aus dem ver­ar­bei­ten­den Gewer­be. Danach folgt die Arbeit­neh­mer­über­las­sung mit 843 offe­nen Arbeits­stel­len. Im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen sind 663 und im Bau­ge­wer­be sind 528 Stel­len zu beset­zen. Der Groß- und Ein­zel­han­del mel­det 384 Arbeits­plät­ze und das Gast­ge­wer­be 251.

Im Groß- und Ein­zel­han­del sind 22,7 Pro­zent weni­ger freie Stel­len zu beset­zen, im ver­ar­bei­ten­den Gewer­be sind 12,4 Pro­zent weni­ger freie Stel­len im Bestand als im Vor­jahr, im Bau­ge­wer­be 10,5 Pro­zent. Im Gast­ge­wer­be 9,7 Pro­zent, in der Arbeit­neh­mer­über­las­sung 9,2 Pro­zent und im Gesund­heits- und Sozi­al­we­sen sind 2,9 Pro­zent weni­ger freie Stel­len wie im Vor­jahr zu beset­zen.

Zunah­me der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen bei Agen­tur für Arbeit und Job­cen­tern zum Vor­jahr

Von den ins­ge­samt 8.846 arbeits­los gemel­de­ten Men­schen wer­den 5.128 und damit 58,0 Pro­zent von der Agen­tur für Arbeit betreut, 114 weni­ger als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist die Zahl der Per­so­nen, die bei der Agen­tur für Arbeit arbeits­los gemel­det sind um 309 bezie­hungs­wei­se 6,4 Pro­zent gestie­gen.

Bei den Job­cen­tern sind der­zeit 3.718 Per­so­nen arbeits­los gemel­det. Das sind 11 Per­so­nen weni­ger als im Vor­mo­nat und 38 weni­ger als im Vor­jahr.

Stadt und Landkreis

Der Arbeits­markt im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen liegt bei 4,0 Pro­zent (Vor­mo­nat: 4,1 Pro­zent, Vor­jahr: 4,1 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 43 gesun­ken und liegt bei 2.204. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 5 ab.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Febru­ar 146 neue Stel­len, das sind 28 mehr als vor einem Monat und 9 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.079 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: ‑22; Vor­jahr: ‑79).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 1.177 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 36 Per­so­nen weni­ger. Beim Job­cen­ter sind mit 1.027 Per­so­nen 7 weni­ger arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 34 Per­so­nen zu, im Bereich des Job­cen­ters nahm sie um 39 Per­so­nen ab.

Der Arbeits­markt in der Stadt Ans­bach

Die Arbeits­lo­sen­quo­te in der Stadt Ans­bach liegt bei 5,2 Pro­zent (Vor­mo­nat: 5,3 Pro­zent und Vor­jahr: 5,0 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Men­schen ist im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 17 gesun­ken und liegt jetzt bei 1.255 Per­so­nen. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 58 zu.

Die Arbeitgeber*innen mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Febru­ar 156 neue Stel­len, das sind 55 mehr als vor einem Monat und 10 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind aus dem Stadt­ge­biet Ans­bach 696 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: +6; Vor­jahr: ‑88).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 575 Men­schen arbeits­los gemel­det. Das sind 19 weni­ger als vor einem Monat. Beim Job­cen­ter sind 680 Per­so­nen arbeits­los gemel­det und damit nahe­zu gleich vie­le als vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr stieg die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 70 Per­so­nen, im Bereich des Job­cen­ters sank sie um 12 Per­so­nen.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Ans­bach

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Ans­bach liegt bei 3,1 Pro­zent (Vor­mo­nat: 3,1 Pro­zent und Vor­jahr: 3,0 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen nahm im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 13 ab und liegt jetzt bei 3.410. Im Vor­jah­res­ver­gleich nahm sie um 121 zu.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Ans­bach mel­de­ten dem Arbeit­ge­ber-Ser­vice im Febru­ar mit 357 neu­en Stel­len 162 mehr als vor einem Monat und gleich vie­le als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.903 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: +20; Vor­jahr: ‑291).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind mit 2.157 Per­so­nen 14 weni­ger arbeits­los gemel­det als im Vor­mo­nat. Beim Job­cen­ter sind mit 1.253 Men­schen nahe­zu gleich vie­le arbeits­los gemel­det als vor einem Monat. Im Ver­gleich zum Vor­jahr nahm die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 121 zu und im Bereich des Job­cen­ters blieb sie gleich.

Der Arbeits­markt im Land­kreis Roth

Die Arbeits­lo­sen­quo­te im Land­kreis Roth liegt bei 2,7 Pro­zent (Vor­mo­nat: 2,7 Pro­zent, Vor­jahr: 2,6 Pro­zent). Die Zahl der arbeits­los gemel­de­ten Per­so­nen ist mit 1.977 im Ver­gleich zum Vor­mo­nat um 52 gesun­ken und im Ver­gleich zum Vor­jahr um 97 gestie­gen.

Die Arbeitgeber*innen des Land­krei­ses Land­kreis Roth mel­de­ten dem gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Arbeits­agen­tur und Job­cen­ter im Febru­ar 209 neue Stel­len, das sind 26 mehr als vor einem Monat und 113 weni­ger als vor einem Jahr. Ins­ge­samt sind 1.349 freie Stel­len im Bestand (Vor­mo­nat: +12; Vor­jahr: ‑289).

Bei der Agen­tur für Arbeit sind 1.219 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 45 Per­so­nen weni­ger. Beim Job­cen­ter sind 758 Per­so­nen arbeits­los gemel­det, das sind im Vor­mo­nats­ver­gleich 7 Per­so­nen weni­ger. Im Ver­gleich zum Vor­jahr hat die Arbeits­lo­sig­keit im Bereich der Agen­tur für Arbeit um 84 Per­so­nen zuge­nom­men und im Bereich des Job­cen­ters um 13 Per­so­nen.

Foto: Bri­git­te Dorr