Elektronisches Stellwerk Langlau: Schnotz: „Es reicht – die Bahn muss endlich liefern!“ 

von | 3. März 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). Mit Ent­set­zen hat der Stimm­kreis­ab­ge­ord­ne­te Hel­mut Schnotz (CSU) auf die erneu­te Ver­schie­bung der Inbe­trieb­nah­me des elek­tro­ni­schen Stell­werks Langlau reagiert: „Es reicht! Die Bahn muss end­lich ‚in die Pöt­te kom­men‘ und ihre Haus­auf­ga­ben zuver­läs­sig und pünkt­lich machen!“

In einem aktu­el­len Schrei­ben hat der Kon­zern­be­voll­mäch­tig­te der Deut­schen Bahn in Bay­ern Hei­ko Bütt­ner mit­ge­teilt, dass der voll­stän­di­ge Fahr­plan der Reak­ti­vie­rungs­stre­cke Was­ser­trü­din­gen – Plein­feld wei­ter­hin nicht voll­zo­gen wer­den kann, da sich die Inbe­trieb­nah­me des elek­tro­ni­schen Stell­werks Langlau nun bis zum Som­mer wei­ter ver­zö­gert. Grund dafür sei­en erheb­li­che Eng­päs­se bei den Pla­nungs- und Bau­aus­füh­rungs­ka­pa­zi­tä­ten der beauf­trag­ten Fach­fir­ma für Signal­tech­nik. Bis zur voll­stän­di­gen Betriebs­auf­nah­me blei­be wei­ter­hin das Ersatz­kon­zept zwi­schen Plein­feld und Gun­zen­hau­sen in Betrieb.

Hel­mut Schnotz: „Mein Vor­gän­ger Alfons Brandl und auch ich haben bereits 2023 und 2024 in mehr­fa­chen Schrei­ben die Bahn auf­ge­for­dert, end­lich die Bau­ar­bei­ten in Langlau anzu­ge­hen. Immer hieß es sei­tens der Bahn ‚man sei im Fahr­plan und alles wer­de recht­zei­tig fer­tig‘. Die Wirk­lich­keit sieht anders aus. Nun muss man deut­lich von einem Ver­sa­gen der Bahn reden. Ich habe des­halb Mit­te März ein Gespräch mit dem Kon­zern­be­voll­mäch­tig­ten Hei­ko Bütt­ner, in dem ich mei­ner Ver­är­ge­rung deut­lich Luft machen wer­de.“

Der CSU-Abge­ord­ne­te will es aber nicht bei die­sem Gespräch belas­sen. Der Frei­staat Bay­ern und die Land­krei­se Ans­bach und Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen haben sich auf die Zusa­gen der Bahn ver­las­sen und zum Bei­spiel ihre Bus­fahr­plä­ne auf einen funk­tio­nie­ren­den Schie­nen­nah­ver­kehr mit hoher Inten­si­tät aus­ge­rich­tet. Es muss nun ein poli­ti­sches Signal von höchs­ter Stel­le geben: „Ich wer­de daher beim baye­ri­schen Ver­kehrs­mi­nis­ter inter­ve­nie­ren genau­so wie zeit­nah bei einem neu­en Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter. Auf den aktu­el­len „Ampel-Minis­ter“ set­ze ich hier nicht mehr“, so Schnotz wei­ter.

Land­rat Dr. Jür­gen Lud­wig: „Die Bau­maß­nah­men in Langlau müs­sen wie zuge­sagt fer­tig­ge­stellt wer­den. Eine erneu­te Ver­zö­ge­rung wäre zum Scha­den der Fahr­gäs­te und des Land­krei­ses Ans­bach.“

Land­rat Manu­el West­phal: „Die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sowie die Unter­neh­men im Land­kreis müs­sen sich dar­auf ver­las­sen kön­nen, dass die Infra­struk­tur zuver­läs­sig funk­tio­niert. Gera­de mit Blick auf die kom­men­de Urlaubs­sai­son muss end­lich der fina­le Fahr­plan der Reak­ti­vie­rungs­stre­cke voll­zo­gen wer­den.“

Schnotz abschlie­ßend: „Ich habe kein Ver­ständ­nis mehr für die Hin­hal­te­po­li­tik der Bahn. Aus­re­den haben wir nun genug gehört. Wenn die han­deln­den Per­so­nen der Deut­schen Bahn ihrer Auf­ga­be nicht gerecht wer­den, sind auch per­so­nel­le Kon­se­quen­zen unver­meid­lich. Dies muss dann die Poli­tik deut­lich machen!“

Foto: MdL Hel­mut Schnotz