Erste-Hilfe-Material im Wert von 200.000 Euro für die Ukraine

von | 2. Oktober 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Fürth (red). Anfang Sep­tem­ber über­gab die Arbeits­ge­mein­schaft Not­fall­me­di­zin Fürth (AGNF) 5.000 spe­zi­el­le Ers­te-Hil­fe-Kits für die Erst­ver­sor­gung von Schwer­ver­letz­ten in der Ukrai­ne im Wert von rund 200.000 Euro. Unter Anwe­sen­heit der Deut­schen Gesell­schaft für
inter­na­tio­na­le Zusammenarbeit(GIZ) über­nahm ein Spe­di­ti­ons­un­ter­neh­men am Vor­mit­tag die Hilfs­gü­ter, um sie in die vom Krieg gezeich­ne­te Ukrai­ne zu trans­por­tier­ten. Vor Ort wer­den die Kits zivi­len Aus­bil­dern über­ge­ben, die im Rah­men des AGNF-Hilfs­pro­jek­tes ein fünf­tä­gi­ges Trau­ma-Trai­ning im Spe­cial Trai­ning Cen­ter in Kiew absol­vie­ren.

Im April 2023 fiel der Start­schuss für ein huma­ni­tä­res Hilfs­pro­jekt mit dem Ziel, die kom­mu­na­le Ers­te Hil­fe in der Ukrai­ne zu unter­stüt­zen. Eine Koope­ra­ti­on aus der Arbeits­ge­mein­schaft Not­fall­me­di­zin Fürth, Quint Health­ca­re, Emer­gen­cy Respon­se Alba­nia, der NGO Lviv Eco­lo­gi­cal Foun­da­ti­on und dem Spe­cial Trai­ning Cen­ter in Kiew arbei­tet län­der­über­grei­fend zusam­men, um die not­fall­me­di­zi­ni­schen Struk­tu­ren vor Ort nach­hal­tig zu ver­bes­sern und aus­zu­bau­en. Geför­dert wird das Pro­jekt „Unter­stüt­zung des medi­zi­ni­schen Not­fall­diens­tes und kom­mu­na­le Ers­te Hil­fe in der Ukrai­ne“ durch finan­zi­el­le Mit­tel des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (BMZ) und unter­stützt durch das För­der­pro­gramm Kli­nik­part­ner­schaf­ten der Deut­schen Gesell­schaft für Inter­na­tio­na­le Zusam­men­ar­beit (GIZ).

Mit dem För­der­bud­get beschaff­te die Arbeits­ge­mein­schaft Not­fall­me­di­zin Fürth 5.000 spe­zi­el­le Ers­te-Hil­fe-Kits, die nach mehr­wö­chi­ger Schiffs­rei­se ver­gan­ge­ne Woche den Ham­bur­ger Hafen erreich­ten und auf 21 Euro­pal­let­ten wei­ter nach Fürth trans­por­tiert wur­den. Dort koor­di­nier­te ein sechs­köp­fi­ges Pro­jekt­team der AGNF die Über­ga­be. Zwi­schen Herbst 2023 und Früh­jahr 2024 wer­den sechs erfah­re­ne Instruk­to­ren des Spe­cial Trai­ning Cen­ters in Kiew ca. 100 loka­le Kräf­te der Feu­er­wehr, Poli­zei und der städ­ti­schen Ver­sor­gungs­ein­rich­tun­gen in inten­si­ven Trau­ma-Trai­nings wei­ter­bil­den. Klaus Mey­er, Vor­stand der ANGF, sagt: „Die­se Per­so­nen­grup­pen tref­fen häu­fig zuerst an einem Unfall­ort ein und müs­sen dann schnell reagie­ren. Mit den Ers­te-Hil­fe-Kits und vor allem den Trau­ma-Trai­nings in Kiew unter­stüt­zen wir ukrai­ni­sche Erst­hel­fer dabei, Leben zu ret­ten.“ Die Mul­ti­pli­ka­to­ren kön­nen ihr neu­er­lang­tes Wis­sen wie­der­um an ihre Team­kol­le­gen in den Gemein­den wei­ter­ge­ben. Jeder Mul­ti­pli­ka­tor erhält zudem 50 kom­pak­te Ers­te-Hil­fe-Kits, die etwa am Gür­tel oder Ruck­sack befes­tigt wer­den und sich so für den fle­xi­blen Ein­satz im aktu­el­len All­tag eig­nen.

Foto: Pix­a­bay