Europa auf historischer Siegerstraße!

von | 22. Juli 2026 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Gun­zen­hau­sen — Gemäß den gän­gi­gen Ana­ly­sen schiebt sich gera­de Chi­na auf Platz 1 der Welt­mäch­te, die USA
ver­lie­ren spür­bar und Euro­pa kämpft müh­sam um sei­nen Platz. Dabei wird völ­lig über­se­hen, wel­chen gigan­ti­schen Weg in Sachen gemein­sa­mer poli­ti­scher und mili­tä­ri­scher Stär­ke Euro­pa in den letz­ten Jah­ren zurück­ge­legt hat. Und es wird auch völ­lig über­se­hen, wel­che Bedeu­tung Euro­pa in den kom­men­den Jah­ren zuwach­sen wird:

Der Zan­gen­griff von Trump und Putin hat Euro­pa mehr zusam­men­wach­sen las­sen und deut­lich stär­ker gemacht als Ver­trags­än­de­run­gen und Ver­hand­lun­gen je zustan­de gebracht hät­ten. Indi­zi­en die­ser erstaun­li­chen Ent­wick­lung sind:
Lang­jäh­ri­ge Freun­de bzw. Satel­li­ten Russ­lands — z.B. Arme­ni­en, Aser­bai­dschan, Geor­gi­en, Mol­da­vi­en, Kasach­stan und noch meh­re­re ande­re — wen­den sich rei­hen­wei­se von Russ­land ab und klop­fen an die Tür Euro­pas. Wegen Trumps Annek­ti­ons­plä­nen hat sogar Kana­da einen stra­te­gi­schen Schwenk in Rich­tung Euro­pa gemacht. Wenn dann nach einem Kriegs­en­de auch noch die rie­si­ge Ukrai­ne in geeig­ne­ter Form — das kann kei­ne nor­ma­le Mit­glied­schaft sein — an Euro­pa andockt, dann ver­fügt Euro­pa über einen Ein­fluss­be­reich, der mit dem der USA durch­aus ver­gleich­bar ist, von Russ­land ganz zu schwei­gen.

Euro­pas Attrak­ti­vi­tät und Anzie­hungs­kraft ist für Nach­barn und Part­ner über­wäl­ti­gend vor allem, weil Euro­pa nie­man­den erobern oder beherr­schen will. Euro­pas Ver­trags­treue, sei­ne sym­pa­thi­sche Aus­strah­lung, sein rei­ches kul­tu­rel­les Erbe und sein von allen geschätz­ter „way of life“ mit Men­schen­rech­ten, Frei­heit und Wohl­stand wer­den glo­bal hoch­ge­schätzt und ganz anders bewer­tet als die Bra­chial­at­ti­tü­de eines Chi­na oder die Unbe­re­chen­bar­keit eines Trump­schen Ame­ri­ka.

Mit sei­nem „sanf­ten“ Herr­schafts­mo­dell, das jetzt noch durch mili­tä­ri­sche Stär­ke abge­run­det wer­den muss, ist Euro­pa prak­tisch unschlag­bar und ein ein­ma­li­ger Sym­pa­thie­trä­ger, ja ein leuch­ten­des Bei­spiel wie Poli­tik auch gemacht wer­den kann. In die­sem Sin­ne ist Euro­pa auf einer his­to­ri­schen Sie­ger­stra­ße gelan­det. Die­se außer­or­dent­li­che Chan­ce wird aller­dings, wie alles auf die­ser Welt, vom Schick­sal nicht anstren­gungs­los geschenkt. Nein, sie erfor­dert sehr wohl den „Schweiß der Edlen“, um dau­er­haft gewahrt zu blei­ben. Dazu gehört wirt­schaft­li­che Dyna­mik, Auf­ho­len in den neu­en Tech­no­lo­gien und ins­be­son­de­re inne­re poli­ti­sche Sta­bi­li­tät, die nicht durch radi­ka­le Par­tei­en gefähr­det wer­den darf. Euro­pa hat es jetzt selbst in der Hand, dau­er­haft in Frie­den und Wohl­stand zu leben.

Foto: Dr. Ingo Fried­rich