Folgeförderung für Naturpark-Projekt

von | 27. Oktober 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

„Alt­mühl­ta­ler Wei­de­rind – Pro­jekt ver­eint Tier­wohl, Kli­ma­schutz und den Erhalt regio­na­ler Struk­tu­ren

(red). Vor weni­gen Tagen traf sich die Koor­di­nie­rungs­grup­pe des Pro­jekts  in Eich­stätt zum 1. Aus­tausch­ge­spräch anläss­lich der Bewil­li­gung der Fol­ge­för­de­rung bis Ende 2026.

Das Pro­jekt „Alt­mühl­ta­ler Wei­de­rind“ soll ein wich­ti­ger Mei­len­stein zur nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung der Grün­land-Kul­tur­land­schaft im gesam­ten Natur­raum Süd­li­che Fran­ken­alb ein. Der Natur­park Alt­mühl­tal (Südl. Fran­ken­alb) e.V. will hier neue Maß­stä­be für Kli­ma­schutz, Land­schafts­pfle­ge und Tier­wohl set­zen. Das Pro­jekt wird jetzt bis Ende 2026 durch eine vom Natur­park getra­ge­ne und vom Amt für Länd­li­che Ent­wick­lung (ALE) Ober­bay­ern zu 90% geför­der­te Umset­zungs­be­glei­tung durch die Fa. Futour aus Haun­dorf ver­wirk­licht. Die rest­li­chen 10% der Kos­ten sol­len die Mit­glieds­land­krei­se des Natur­parks je nach Flä­chen­an­teil über­neh­men. Die­se sind die Land­krei­se Eich­stätt, Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen, Donau-Ries, Kel­heim, Neu­burg-Schro­ben­hau­sen, Neu­markt, Roth und der Stadt Ingol­stadt.

Der Natur­park Alt­mühl­tal arbei­tet in die­sem Pro­jekt mit regio­na­len Land­wir­ten und Metz­ge­rei­en zusam­men. Ziel ist, die Mar­ke „Alt­mühl­ta­ler Wei­de­rind“ als Qua­li­täts­mar­ke zu eta­blie­ren, die vor­ran­gig mehr Tier­wohl durch stress­freie Wei­de­schlach­tung sicher­stellt. Die fes­ten Qua­li­täts­kri­te­ri­en des „Alt­mühl­ta­ler Wei­der­inds“ wur­den kürz­lich geän­dert: So wur­de von der Ver­mark­tungs­ge­sell­schaft (UG) jetzt ein Jah­res­fest­preis anstel­le eines  Auf­schlags auf die amt­li­che Notie­rung fest­ge­legt. Außer­dem wur­den die Qua­li­täts­kri­te­ri­en erwei­tert, so dass jetzt auch Betrie­be, die in der End­mast mit hof­ei­ge­nen Getrei­de zufüt­tern, mit­ma­chen kön­nen. Zuge­kauf­te Fut­ter­mit­tel wie impor­tier­tes Soja oder Mais blei­ben jedoch ein No-Go fürs Pro­jekt.

Für die Umset­zungs­be­glei­tung geht die Suche nach wei­te­ren inter­es­sier­ten Land­wir­ten, Metz­ge­rei­en und Dienst­leis­tern, die sich betei­li­gen wol­len, wei­ter. Wer sich mehr über das Pro­jekt infor­mie­ren möch­te oder betei­li­gen will, fin­det wei­te­re Infor­ma­tio­nen auf der Home­page des Natur­park Alt­mühl­tal und unter www.altmuehltaler-weiderind.de.Jetzt im Win­ter­halb­jahr wird bei den betei­lig­ten Metz­ger- und Gas­tro­no­mie­be­trie­ben das Alt­mühl­ta­ler Wei­de­rind wie­der im Ver­kauf bzw. auf der Spei­se­kar­te zu fin­den sein.

Bild­un­ter­schrift: Das 1. Koor­di­nie­rungs­tref­fen in der För­der­pe­ri­ode 2024–2026 fand vor weni­gen Tagen in Eich­stätt statt. (v.l.): Von links: Manu­el West­phal, Land­rat und 1. Vor­sit­zen­der des Natur­park Alt­mühl­tal (Südl. Fran­ken­alb) e. V; Jana Schle­sin­ger, Amt für Länd­li­che Ent­wick­lung Ober­bay­ern; Chris­toph Würf­lein, Geschäfts­füh­rer Natur­park Alt­mühl­tal (Südl. Fran­ken­alb) e. V.; Die­ter Popp, Umset­zungs­be­glei­ter des Pro­jekts; Mar­le­ne Huschik, Amt für Länd­li­che Ent­wick­lung Mit­tel­fran­ken; Klaus Amann (Land­schafts­pfle­ge­ver­band VÖF Kel­heim e.V.). Foto: Andrea Spran­ger, Natur­park Alt­mühl­tal