GAK-Kürzungen zu Lasten des ländlichen Raumes

von | 1. Oktober 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

(red).  „Die Kür­zung der GAK-Mit­tel um rund 300 Mil­lio­nen Euro stellt die länd­li­chen Räu­me an das Ende der Prio­ri­tä­ten­lis­te der Ampel-Regie­rung. Statt die länd­li­chen Räu­me finan­zi­ell auf­zu­fors­ten, betreibt man jetzt einen Kahl­schlag. Denn ent­ge­gen dem Ver­spre­chen im Koali­ti­ons­ver­trag, die Mit­tel für die GAK zu erhö­hen, wer­den im Haus­halts­plan 2024 die Gel­der mas­siv gekürzt.

er Küs­ten­schutz und der länd­li­che Raum wur­de immer gemein­sam geför­dert. Nun wer­den sie gegen­ein­an­der aus­ge­spielt. Es gibt kei­ne ver­nünf­ti­ge Erklä­rung, war­um die Küs­te bevor­zugt wird im Ver­gleich zum länd­li­chen Raum. Viel­leicht sit­zen ja dort ein­fach mehr Wäh­ler der Grü­nen.

Unse­re For­de­rung ist daher klar: wir dür­fen unse­re Kom­mu­nen nicht im Stich las­sen! Die Mit­tel der GAK waren in Bay­ern zuguns­ten der Kom­mu­nen fest ein­ge­plant, auch in mei­nem Bezirk Ober­fran­ken war­ten Kom­mu­nen auf Dorf­er­neue­rungs-Maß­nah­men in den nächs­ten Jah­ren. Die­se Hoff­nung wird ihnen nun genom­men. Doch die Men­schen in Bay­ern erwar­ten zurecht, dass nicht nur Kli­en­tel­po­li­tik für die Groß­städ­te gemacht wird!

Dass die Mit­tel aus dem all­ge­mei­nen Rah­men­plan für die länd­li­che Ent­wick­lung ver­wen­det wer­den kön­nen, ist ein Trug­schluss: denn auch die Gel­der des all­ge­mei­nen Rah­men­pla­nes wer­den gekürzt.”

MdB Artur Auern­ham­mer, Obmann im Aus­schuss für Ernäh­rung und Land­wirt­schaft für die CDU/C­SU-Bun­des­tags­frak­ti­on und Agrar­po­li­ti­scher Spre­cher der CSU im Deut­schen Bun­des­tag:

„Die geplan­ten Kür­zun­gen sind ein abso­lut nega­ti­ves Signal der Bun­des­re­gie­rung in Rich­tung unse­rer Land­wir­tin­nen und Land­wir­te. Damit wird der Ankün­di­gungs­mi­nis­ter Özd­emir sei­ne Zie­le nicht errei­chen. Einer­seits macht der grü­ne Bun­des­land­wirt­schafts­mi­nis­ter Ver­spre­chun­gen, den Öko­land­bau vor­an­brin­gen, gleich­zei­tig wird der Son­der­rah­men­plan „Öko­land­bau und Bio­lo­gi­sche Viel­falt“ wozu auch der Insek­ten­schutz gehört, ersatz­los gestri­chen. Das passt hin­ten und vor­ne nicht zusam­men. Für die Zukunfts­fä­hig­keit unse­rer hei­mi­schen Land­wirt­schaft und die Bewäl­ti­gung der gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen im Bereich Umwelt­schutz oder der Anpas­sung an kli­ma­ti­sche Ver­än­de­run­gen ist die­se Spar­po­li­tik ein ech­ter Bären­dienst. Ich fra­ge mich, ob in unse­rem Land über­haupt noch Land­wirt­schaft gewünscht ist.

Laut Pro­gno­se des Deut­schen Bau­ern­ver­ban­des könn­ten sich die Mit­tel­kür­zun­gen für das wich­tigs­te natio­na­le För­der­instru­ment der Land- und Forst­wirt­schafts allein in Bay­ern auf cir­ca 70 Mil­lio­nen Euro belau­fen. Der Frei­staat Bay­ern wäre damit bun­des­weit am schärfs­ten betrof­fen. Ein Unding, denn unser baye­ri­sches Land­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um hat bis­her die GAK-Mit­tel vom Bund voll­um­fäng­lich abge­ru­fen. Die Ampel­po­li­tik benach­tei­ligt wie­der ein­mal den Frei­staat Bay­ern, wor­un­ter unse­re Bau­ern­fa­mi­li­en und mit ihnen unser länd­li­cher Raum lei­den wer­den.“

Bild­un­ter­schrift: MdB Artur Auern­ham­mer, Obmann im Aus­schuss für Ernäh­rung und Land­wirt­schaft für die CDU/C­SU-Bun­des­tags­frak­ti­on und Agrar­po­li­ti­scher Spre­cher der CSU im Deut­schen Bun­des­tag. Foto: Tobi­as Koch