Gebäudeenergiegesetz ist fehlgeleitete Großstadtpolitik zu Lasten des ländlichen Raums

von | 4. Mai 2023 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). Die Minis­te­rin­nen und Minis­ter der Ampel-Regie­rung um Kanz­ler Olaf Scholz sind sich einig und haben den Ent­wurf zum neu­en Gebäu­de­en­er­gie­ge­setz (GEG) aus der Feder des grü­nen Bun­des­mi­nis­ters Dr. Robert Habecks ver­ab­schie­det. Schon ab 2024 soll das Gesetz auf sei­nen Wunsch hin in Kraft tre­ten. Nun müs­sen noch Bun­des­trag und Bun­des­rat zustim­men. An sich gut gemeint, aber schlecht gemacht, stellt Artur Auern­ham­mer fest. Er sieht ein­mal mehr die teu­ren Fol­gen der Ver­bots­po­li­tik der Ampel auf die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zukom­men.

Der Ent­wurf zum neu­en Gebäu­de­en­er­gie­ge­setz sieht strik­te Ein­schrän­kun­gen für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in Sachen Hei­zen vor. Danach soll der Ein­bau von fos­si­len Hei­zun­gen, betrie­ben mit Öl, Gas und auch mit nach­wach­sen­dem Holz ver­bo­ten wer­den oder nur mehr in Kom­bi­na­ti­on mit erneu­er­ba­ren Ener­gien mög­lich sein. Gera­de im länd­li­chen Raum, wo vie­le Men­schen Holz- oder Pel­let­hei­zun­gen mit regio­na­len Roh­stof­fen betrei­ben, regt sich Wider­stand. Beson­ders Wald­be­sit­zer und Haus­ei­gen­tü­mer füh­len sich von der Bun­des­re­gie­rung im Stich gelas­sen. Dafür zeigt Artur Auern­ham­mer Ver­ständ­nis, denn er kri­ti­siert den Geset­zes­ent­wurf der Regie­rungs­par­tei­en scharf: “Für mich ist das GEG ein irr­wit­zi­ger Aus­wuchs einer auf­ge­zwun­ge­nen und fehl­ge­lei­te­ten Ener­gie­wen­de”.

Einer­seits steigt Deutsch­land als ein­zi­ges Land Euro­pas zur Unzeit voll­stän­dig aus der Kern­ener­gie aus, wäh­rend Koh­le­kraft­wer­ke zur Sicher­stel­lung unse­rer Strom­ver­sor­gung wie­der hoch­ge­fah­ren wer­den. Gleich­zei­tig sol­len strom­be­trie­be­ne Wär­me­pum­pen die Öl‑, Gas‑, Holz- und Pel­let­hei­zun­gen erset­zen. “Das ist ideo­lo­gie­ge­präg­te Poli­tik mit der Brech­stan­ge”, so fasst der Agrar­spre­cher der CSU im Bun­des­tag sei­ne Beden­ken zusam­men.

Artur Auern­ham­mer abschlie­ßend: “Eine tech­no­lo­gie­of­fe­ne Ener­gie­wen­de, die die regio­na­len Gege­ben­hei­ten in unse­rem Land und den Sach­ver­stand unse­rer vie­len Wald­be­sit­zer nutzt, sieht anders aus. Wie­der ein­mal macht die Ampel aus­schließ­lich Groß­stadt­po­li­tik, die mit der Rea­li­tät in unse­rem Land nicht ver­ein­bar ist.”

Bild­un­ter­schrift: Gebäu­de­en­er­gie­ge­setz ist fehl­ge­lei­te­te Groß­stadt­po­li­tik zu Las­ten des länd­li­chen Raums, so MdB Artur Auern­ham­mer.