Gemeindebesuche Landrat 2025 Auftakt

von | 17. September 2025 | Allgemein, Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen gibt es ins­ge­samt 27 Kom­mu­nen: Von Ale­sheim bis West­heim geht es quer ein­mal durch das Alpha­bet. Land­rat Manu­el West­phal tourt auch 2025 durch den Land­kreis und nimmt sich in den jewei­li­gen Gemein­den per­sön­lich viel Zeit, um sich vor Ort erklä­ren zu las­sen, wo viel­leicht der Schuh drückt und wo es aber auch über­aus gut läuft. Bei sei­nen Besu­chen, die drei Jah­re nach dem 50. Geburts­tag des Land­krei­ses im Jahr 2022 statt­fin­den, kommt der Land­kreis­chef nicht mit lee­ren Hän­den und hat für jeden der gepflanz­ten Jubi­lä­ums­bäu­me in den Kom­mu­nen eine klei­ne Tafel dabei. Die brach­te er über­all eigen­hän­dig an den Bäu­men an.

Auf­takt der Besuchs­rei­he war bereits im Juli in West­heim, wo Bür­ger­meis­ter Her­bert Weigel dem Land­kreis­chef aus­führ­li­cher das Ärz­te­haus, das MVZ und die ärzt­li­che Ver­sor­gung im länd­li­chen Raum vor­stell­te. Von Manu­el West­phal erhielt er aktu­el­le Infor­ma­tio­nen über den Stand des Pro­jekts „Kli­ma­re­si­li­enz in Alt­mühl­fran­ken“ und tausch­te sich auch mit dem Gemein­de­rat über die aktu­el­len The­men in der Gemein­de aus.

Anfang August ging es nach Pol­sin­gen, wo Bür­ger­meis­ter Heinz Mey­er durch die Gemein­de führ­te und dem Land­rat dort die neu­en Rad­we­ge zeig­te, die beson­ders von den Berufs­pend­lern gut und ger­ne genutzt wer­den und mit Mit­teln aus der Rad­we­ge­för­de­rung des Land­krei­ses finan­ziert wur­den. Die Pol­sin­ger haben sich auch Gedan­ken gemacht, wie sie das alte Raiff­ei­sen­ge­bäu­de wei­ter­hin nut­zen könn­ten: Es soll zum Bau­hof umge­baut wer­den. Nicht zufrie­den­stel­lend ist Mey­er zufol­ge das Mobil­funk­netz im Gemein­de­ge­biet. Land­rat West­phal nahm die Kla­ge mit offe­nen Ohren auf und will zur nächs­ten Bür­ger­meis­ter­infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung ver­schie­de­ne Mobil­funk­an­bie­ter mit ein­la­den, so dass alle Betei­lig­ten an einem gemein­sa­men Tisch, über die Her­aus­for­de­run­gen und künf­ti­ge Chan­cen spre­chen kön­nen.

In Thei­len­ho­fen stand vor allem die sanier­te Klär­an­la­ge in Wach­stein im Fokus, in die die Gemein­de kräf­tig inves­tiert hat, um sie an die gesetz­li­chen Vor­ga­ben anzu­pas­sen. Wei­te­re domi­nie­ren­de The­men in dem Ort sind Bür­ger­meis­ter Hel­mut König zufol­ge die Belas­tung durch der Schwer­last­ver­kehr auf der Bun­des­stra­ße 13 sowie der anste­hen­de Umbau der Kreu­zung in Dorn­hau­sen. Für die­se Pro­jek­te ist zwar das Staat­li­che Bau­amt Ans­bach zustän­dig, doch auch hier will Land­rat Manu­el West­phal nach­fas­sen, ver­sprach er bei dem Orts­ter­min.

Mit­te August konn­te sich Land­rat West­phal in Haun­dorf über­zeu­gen, dass in der Mönchs­wald­ge­mein­de bür­ger­schaft­li­ches Enga­ge­ment groß geschrie­ben wird. Bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Bei­er­lein zeig­te ver­schie­de­ne Pro­jek­te, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren umge­setzt wur­den bzw. für die Zukunft geplant sind. Beson­de­res stolz sei man im Ort auf das „Café HanS“. Auch in punc­to Erneu­er­ba­re Ener­gien stellt sich die Kom­mu­ne der­zeit auf: So hat sich in Grä­fen­stein­berg ein Nah­wär­me­netz mit 120 Anschluss­neh­mern gegrün­det und West­phal durf­te sich das Heiz­haus anschau­en. Über die inte­grier­te länd­li­che Ent­wick­lung wird zudem seit Kur­zem in Haun­dorf ein Car­sha­ring Ange­bot geför­dert. Das E‑Auto steht am „Café HanS“ in Haun­dorf und kann nach weni­gen Regis­trie­rungs­schrit­ten über eine App aus­ge­lie­hen wer­den. „Ein tol­les Bei­spiel für nach­hal­ti­gen Ver­kehr im länd­li­chen Raum“, befand West­phal.  Als letz­tes Pro­jekt wur­de das neu gebau­te Gemein­schafts­haus in Brom­bach besich­tigt.

In Pfo­feld war es Bür­ger­meis­ter Roland Huber ein Anlie­gen, mit Land­rat West­phal geeig­ne­te Maß­nah­men zu dis­ku­tie­ren, wie man die Zufahrt zum Cam­ping­platz Langlau so gestal­ten könn­te, dass es zu weni­ger Rück­stau und weni­ger Ver­kehrs­be­hin­de­run­gen kommt. Wei­ter­hin spiel­ten die Biber­schä­den im Gemein­de­ge­biet eine Rol­le, für die bereits gemäß den Richt­li­ni­en für Biber­ma­nage­ment Aus­gleich­zah­lun­gen vom Staats­mi­nis­te­ri­um für Umwelt und Ver­brau­cher­schutz nach Pfo­feld geflos­sen sind. Dar­über hin­aus waren das Gewer­be­ge­biet und das Was­ser­ma­nage­ment im Rah­men des Pro­jekts „Kli­ma­re­si­li­en­ter Land­kreis“ The­men, die Bür­ger­meis­ter Roland Huber mit dem Land­rat besprach. Auch Manu­el West­phals Ein­satz für die Reak­ti­vie­rung der Hes­sel­berg­bahn und den neu­en Kreu­zungs­bahn­hof in Langlau wur­den von Bür­ger­meis­ter Huber wohl­wol­lend und lobend erwähnt.

Auch am Jubi­lä­ums­baum in Muhr am See, der im eigens ange­leg­ten  Natur-Erleb­nis­gar­ten gepflanzt wur­de, brach­te West­phal ein Jubi­lä­ums­schild an. Durch den Gar­ten führ­ten die LBV-Ver­tre­te­rin­nen Mar­ti­na Widuch und Hei­di Seiß, die West­phals beson­de­res Augen­merk auf den neu geschaf­fe­nen Lebens­raum für Amphi­bi­en und Insek­ten lenk­ten. Die Besu­cher des Klein­ods sol­len hier die zen­tra­le Bedeu­tung Flo­ra und Fau­na füh­len und erle­ben kön­nen.

Das neue Feu­er­wehr­haus, das die fusio­nier­ten Feu­er­weh­ren aus Alten­muhr und Neu­en­muhr gebaut haben, soll in bei­den Orten die Zukunft des Feu­er­wehr­we­sens und Brand­schut­zes sichern. Die Ver­schmel­zung der bei­den Weh­ren konn­te bereits im Juni bei einem gemein­sa­men Jubi­lä­um gefei­ert wer­den: Die Feu­er­wehr in Muhr am See kann auf stol­ze 150 Jah­re zurück und in eine gute Zukunft bli­cken. Bei dem Gemein­de­be­such des Land­kreis­chefs wur­de ein­mal mehr betont: Die Frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren in Alt­mühl­fran­ken wären ohne ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment undenk­bar.

Ende August stand für Land­rat Manu­el West­phal dann noch der Besuch des Kin­der­gar­tens in Burg­sa­lach auf dem Pro­gramm: Dort hat der Jubi­lä­ums­baum bereits Früch­te getra­gen, konn­te sich Land­rat West­phal mit eige­nen Augen über­zeu­gen. Und erfuhr von Bür­ger­meis­ter Vol­ker Satz­in­ger ein­mal mehr: „Kin­der sind die Zukunft.“ Aus die­sem Grund soll im Gemein­schafts­haus der Gemein­de noch mehr Raum für kom­men­de Gene­ra­tio­nen geschaf­fen wer­den, eine Krab­bel­grup­pe trifft sich dort bereits regel­mä­ßig. Dass Burg­sa­lach auch die Gäs­te im Blick hat, erfuhr West­phal bei der Besich­ti­gung des Feri­en­hofs „Kunibunt“, ein Pro­jekt, das mit Mit­teln aus dem LEA­DER-Pro­gramm geför­dert wur­de und inno­va­ti­ve Über­nach­tungs­mög­lich­kei­ten für Rad­ler und Wan­de­rer in idyl­li­schen Holz­hüt­ten bie­tet. Bür­ger­meis­ter Satz­in­ger war es wich­tig, gegen­über Land­rat West­phal zu beto­nen: „Heu­te woll­ten Urlau­ber und Tou­ris­ten vor allem eines: Eine Über­nach­tung mit einem beson­de­ren Erleb­nis.“ Land­rat Manu­el West­phal sieht das genau­so: „Tou­ris­mus ist für unse­ren Land­kreis ein wich­ti­ger Wirt­schafts­fak­tor, da er Arbeits­plät­ze schafft, die loka­le Wirt­schaft stärkt, die Infra­struk­tur för­dert und zur Bewah­rung von Natur und Kul­tur bei­trägt. Die Gemein­de Burg­sa­lach geht hier den rich­ti­gen Weg.“

Bild­un­ter­schrift: Land­rat Manu­el West­phal ist der­zeit auf Gemein­de­be­such in allen 27 Kom­mu­nen des Land­krei­ses unter­wegs. Auf­takt der Besuchs­rei­he war in Muhr am See. Bür­ger­meis­ter Die­ter Ram­pe (4. Von links) und Ver­tre­ter des LBV und Gemein­de­rats­mit­glie­der ver­sam­mel­ten sich am Jubi­lä­ums­baum, an dem Land­rat West­phal am Jubi­lä­ums­baum eigen­hän­dig eine Tafel anbrach­te. Auf der steht der Anlass der Baum­pflan­zung: „Jubi­lä­ums­baum – 2022. 50 Jah­re Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen.“ Foto: Land­rats­amt Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen/­Sa­rah Bittl