Gemeinsam gelingt Integration — Ukrainische Krankenschwester arbeitet in Klinikum Altmühlfranken

von | 7. März 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). „Das Job­cen­ter hat mir sehr gut gehol­fen. Ich freue mich, dass ich als Pfle­ge­hel­fe­rin im Kli­ni­kum Alt­mühl­fran­ken arbei­ten kann. Die Kol­le­gin­nen und mei­ne Che­fin unter­stüt­zen mich pri­ma“, freut sich Yana Mis­ha­hi­na. Sie muss­te vor dem rus­si­schen Angriffs­krieg auf die Ukrai­ne flie­hen und ist vor zwei Jah­ren in den Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen gekom­men. Sie bringt über 22 Jah­re Berufs­er­fah­rung als Kran­ken­schwes­ter mit. Zuletzt hat­te sie als Ober­schwes­ter eine Sta­ti­on mit 100 Per­so­nen gelei­tet.

„Mit unse­rer Unter­stüt­zung und durch ihre eig­nen Akti­vi­tä­ten ist es Frau Mis­ha­hi­na schnell gelun­gen, eine Arbeits­stel­le zu fin­den, die ihrer Qua­li­fi­ka­ti­on ent­spricht. Wie gut unse­re Bera­tung und För­de­rung wirkt hängt auch immer von indi­vi­du­el­len Fak­to­ren ab. Frau Mis­ha­hi­na hat beson­ders gut mit­ge­ar­bei­tet“, erläu­tert Katha­ri­na Mit­tel­bach, Arbeits­ver­mitt­le­rin im Job­cen­ter Wei­ßen­burg.

„Die Inte­gra­ti­on der Geflüch­te­ten aus der Ukrai­ne braucht Zeit aber sie wird gelin­gen, wenn alle Betei­lig­ten an einem Strang zie­hen. Jetzt gilt es die Men­schen, die Grund­kennt­nis­se in Deutsch erwor­ben haben, in Arbeit zu brin­gen. Denn zum einen kön­nen sie ihr Deutsch im Arbeits­all­tag wei­ter ver­bes­sern und zum ande­ren benö­ti­gen die Arbeit­ge­ber in der Regi­on Arbeits- und vor allem Fach­kräf­te“, ist Bernd Burg­schnei­der, Geschäfts­füh­rer des Job­cen­ters Wei­ßen­burg, über­zeugt.

„Wir beschäf­ti­gen ger­ne Kolleg*innen, die noch im Aner­ken­nungs­ver­fah­ren ihres Berufs­ab­schlus­ses als Pfle­ge­fach­kraft sind. Auch wenn unse­re Kapa­zi­tä­ten dafür begrenzt sind und die Tätig­keit min­des­tens B2-Sprach­ni­veau erfor­dert, zei­gen Bei­spie­le wie Frau Mis­ha­hi­na, dass es gelin­gen kann“, meint Lydia Stoll­rei­ter, Bereichs­lei­tung Pfle­ge am Kli­ni­kum Alt­mühl­fran­ken.

„Auf der Arbeit habe ich nur mit Leu­ten zu tun, die Deutsch als Mut­ter­spra­che spre­chen. Auch wenn ich noch Schwie­rig­kei­ten habe, Frän­kisch zu ver­ste­hen oder ich bei man­chen Fach­aus­drü­cken mei­ne Kol­le­gin­nen fra­gen muss, wird es immer bes­ser“, berich­tet Mis­ha­hi­na.

„Frau Mischa­hi­na hat ihr Deutsch gut wei­ter­ent­wi­ckelt in den drei Mona­ten, die sie nun im Kli­ni­kum Alt­mühl­fran­ken arbei­tet“, bestä­tigt Katha­ri­na Mit­tel­bach. „Men­schen, die Grund­kennt­nis­se in Deutsch erwor­ben haben ler­nen in der Regel bes­ser im Arbeits­all­tag Deutsch als wenn sie auf den nächs­ten Kurs war­ten, zumal dies aktu­ell auch sehr lan­ge dau­ern kann“, so Mit­tel­bach.

„Unter­neh­me­ri­scher Mut und Enga­ge­ment zah­len sich aus. Geflüch­te­te mit Grund­kennt­nis­sen in Deutsch ein­zu­stel­len kann ein wich­ti­ger Bei­trag sein, Fach­kräf­te zu gewin­nen. Unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen kön­nen Arbeit­ge­ber, die Geflüch­te­te mit Grund­kennt­nis­sen in Deutsch ein­stel­len von den bewähr­ten För­der­maß­nah­men von Job­cen­ter oder Agen­tur für Arbeit pro­fi­tie­ren“, legt Bernd Burg­schnei­der dar.

Inter­es­sier­te Arbeit­ge­ber kön­nen sich ger­ne beim gemein­sa­men Arbeit­ge­ber-Ser­vice von Job­cen­ter und Agen­tur für Arbeit mel­den: 09141 871–440,
Weissenburg.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de

Bild­un­ter­schrift: Auf dem Bild zu sehen (v. l. n. r.): Bernd Burg­schei­der (Geschäfts­füh­rer Job­cen­ter Wei­ßen­burg), Yana Mis­ha­hi­na, Lydia Stoll­rei­ter (Bereichs­lei­tung Pfle­ge Kli­ni­kum Alt­mühl­fran­ken), Katha­ri­na Mit­tel­bach, (Arbeits­ver­mitt­le­rin im Job­cen­ter Wei­ßen­burg). Foto: Flo­ri­an Braun­reu­ther / Agen­tur für Arbeit Ans­bach-Wei­ßen­burg