Neues Fachzentrum der Lehranstalten für 16,6 Millionen Euro entsteht — Bezirk investiert in Triesdorf

von | 7. März 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Tri­es­dorf (red). Es geht los: Mit dem offi­zi­el­len Spa­ten­stich hat die Umset­zung der „Bau­maß­nah­me 2“ für das neue Fach­zen­trum für Ener­gie- und Land­tech­nik (FEL) an den Land­wirt­schaft­li­chen Lehr­an­stal­ten (LLA) begon­nen. Deren Trä­ger, der Bezirk Mit­tel­fran­ken, inves­tiert in das zwei­pha­si­ge Groß­pro­jekt rund 16,6 Mil­lio­nen Euro. Etwa eine Mil­li­on Euro steu­ert das Baye­ri­sche Staats­mi­nis­te­ri­um für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und Fors­ten bei.

Zukünf­tig bie­ten die neu geschaf­fe­nen Räu­me Platz für Semi­na­re, Tagun­gen und Groß­ver­an­stal­tun­gen. Ange­hen­de Land­wir­te, Land­ma­schi­nen­me­cha­ni­ker, Land­wirt­schafts­meis­ter, Gärt­ner, Werk­er, Win­zer, Fach­kräf­te für Agrar­ser­vice sowie Schü­ler und Stu­den­ten der Tri­es­dor­fer Ein­rich­tun­gen erler­nen die grund­le­gen­den Fer­tig­kei­ten im Umgang mit Land­ma­schi­nen, kön­nen an Schweiß­kur­sen teil­neh­men und wer­den spe­zi­ell im Umgang mit digi­ta­len und auto­no­men Anwen­dun­gen geschult. Neben der Aus- und Fort­bil­dung sind Pra­xis­ta­ge sowie Tagun­gen von Fir­men und Ver­bän­den fes­ter Bestand­teil der Akti­vi­tä­ten am FEL. Mit jähr­lich 10.000 Teil­neh­mern – Ten­denz stei­gend — ist das Fach­zen­trum die größ­te Ein­rich­tung im Bereich Land­tech­nik und Ener­gie
im gesam­ten Bun­des­ge­biet. Mit den Aus­bil­dungs­gän­gen Fach­kraft Agrar­ser­vice, Agrar­ser­vice Meis­ter, Fach­agrar­wirt Erneu­er­ba­re Ener­gien sowie den Exklu­siv­se­mi­na­ren für Ser­vice­mit­ar­bei­ter aus Han­del und Her­stel­lung wirkt die Ein­rich­tung weit über die Gren­zen Mit­tel­fran­kens hin­aus.

Für Bezirks­tags­prä­si­dent Peter Dani­el Fors­ter ist das FEL-Pro­jekt denn auch „ein wich­ti­ger Schritt für unse­re Land­wirt­schaft­li­chen Lehr­an­stal­ten Tri­es­dorf und ein kla­res Bekennt­nis zur Land­wirt­schaft“. LLA-Direk­tor Mar­kus Heinz pflich­te­te dem beim Spa­ten­stich bei: „Mit der Bau­maß­nah­me 2 gehen wir einen wich­ti­gen Schritt um die Lehr­kräf­te und Mit­ar­bei­ter mit moder­ner Infra­struk­tur aus­zu­stat­ten und legen gleich­zei­tig den Grund­stein um inno­va­ti­ve Aus­bil­dungs­kon­zep­te vor­an­brin­gen zu kön­nen.“ Tho­mas Eckert als Ver­tre­ter der pla­nen­den und aus­füh­ren­den Archi­tek­ten Döm­ges bezeich­ne­te die Fort­füh­rung der Bau­ak­ti­vi­tä­ten als „Serie“, die es nun im Sin­ne der Mit­ar­bei­ter und ver­ant­wort­li­chen mit Inhal­ten zu fül­len gilt.

Bereits im ers­ten Bau­ab­schnitt waren die Pla­ner des Archi­tek­tur­bü­ros Döm­ges am Werk. Das geplan­te und von 2018 bis 2020 umge­setz­te Raum­kon­zept der Bau­maß­nah­me 1 erfreut die Mit­ar­bei­ter und Kun­den zugleich. Neben den neu geschaf­fe­nen Funk­ti­ons­ge­bäu­den für die Aus- und Fort­bil­dung sowie Groß­ver­an­stal­tun­gen sind auch vor­han­de­ne his­to­ri­sche Gebäu­de Bestand­teil des Gebäu­de­kon­zep­tes. Die Gas­ton­scheu­ne wur­de umge­baut und dient zu Bespre­chun­gen und Semi­na­ren, das gene­ral­sa­nier­te Stall­meis­ter­haus von 1746 ist seit 2022 Sitz von Schul­lei­tung und ‑ver­wal­tung.

Nun also folgt Bau­maß­nah­me 2, bestehend aus den drei wei­te­ren Lehr­hal­len Ost und gleich­falls fünf Lehr­hal­len West samt Semi­nar- und Sozi­al­räu­men, Leh­rer­bü­ros sowie Sani­tär- und Umklei­de­be­rei­chen. Laut Bau­zei­ten­plan sol­len die neu­en Gebäu­de im Sep­tem­ber 2025 in Betrieb genom­men, die Frei­an­la­gen im dar­auf­fol­gen­den Früh­jahr fer­tig­ge­stellt wer­den. Die Gebäu­de, deren Nutz­flä­che sich auf 2224 Qua­drat­me­ter sum­miert, wer­den in der Kom­bi­na­ti­on aus Stahl­be­ton, Holz­bau­wei­se, Glas und Zie­gel­ver­blend­mau­er­werk erstellt. Damit wird die Ver­bin­dung aus moder­ner Archi­tek­tur und den Struk­tu­ren aus der mark­gräf­li­chen Zeit her­ge­stellt. Mit einer Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge und dem Anschluss an die Nah­wär­me­ver­sor­gung kann das Bau­vor­ha­ben auch im Bereich Kli­ma­schutz und Ener­gie­ef­fi­zi­enz punk­ten.

Beim sym­bo­li­schen Spa­ten­stich war die Freu­de groß dar­über, dass der Bezirk Mit­tel­fran­ken trotz ange­spann­ter Finanz­la­ge wei­ter­hin in sei­ne renom­mier­ten Land­wirt­schaft­li­chen Lehr­an­stal­ten in der Markt­ge­mein­de Wei­den­bach inves­tiert. So grif­fen denn auch neben Bezirks­tags­prä­si­dent Peter Dani­el Fors­ter und LLA-Direk­tor Mar­kus Heinz acht wei­te­re Män­ner sowie Fors­ters Stell­ver­tre­te­rin Chris­ta Heckel zu Helm und Spa­ten, um das Bau­pro­jekt auf den Weg zu brin­gen.

Foto: Bezirk Mit­tel­fran­ken

Bild­un­ter­schrift: Elf „Vor­ar­bei­ter“ set­zen die ers­ten Spa­ten­sti­che (von links): LLA-Direk­tor­Mar­kus Heinz, Tho­mas Eckert (Vor­stands­vor­sit­zen­der Döm­ges Archi­tek­ten AG), FEL-Lei­ter Nor­bert Blei­st­ei­ner, Wei­den­bachs Bür­ger­meis­ter Wil­li Albrecht, Hans Hen­nin­ger (stell­ver­te­ten­der Land­rat im Land­kreis Ans­bach),
Oli­ver Jusis (FEL-Pro­jekt­lei­ter beim Lie­gen­schafts­re­fe­rat des Bezirks Mit­tel­fran­ken), Bezirks­tags­prä­si­dent Peter Dani­el Fors­ter und sei­ne Stell­ver­tre­te­rin Chris­ta Heckel, Ste­fan Kor­in­ski (Lei­ter des Lie­gen­schafts­re­fe­rats des Bezirks), Bezirks­rat und LLA-Beauf­trag­ter Hans Popp sowie Bau­lei­ter Jür­gen Gru­ber von der Fir­ma Moe­zer GmbH. Foto: Bezirk Mit­tel­fran­ken