Gesundheitsregionplus Altmühlfranken: Einzigartiges Projekt „Frauengesundheit in der Geburtshilfe“ durchgeführt

von | 29. April 2025 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

(red). Im Rah­men des Prä­ven­ti­ons­schwer­punk­tes des Baye­ri­schen Staats­mi­nis­te­ri­ums für Gesund­heit, Pfle­ge und Prä­ven­ti­on „Frau­en – sicht­bar und gesund“ wur­de durch eine För­de­rung der Initia­ti­ve Gesund.Leben.Bayern. ein ein­zig­ar­ti­ges Pro­jekt für die Heb­am­men im Land­kreis Wei­ßen­burg-Gun­zen­hau­sen umge­setzt: Unter dem Mot­to „Frau­en­ge­sund­heit in der Geburts­hil­fe“ wur­den in der Gesund­heits­re­gi­onplus Alt­mühl­fran­ken Not­fall­trai­nings für Heb­am­men ange­bo­ten. Ziel des Pro­jek­tes war es, die Heb­am­men in ihrer wich­ti­gen Rol­le wäh­rend kri­ti­scher Situa­tio­nen in der Geburts­hil­fe und Nach­sor­ge zu unter­stüt­zen und ihre Fähig­kei­ten im Umgang mit Not­fäl­len zu schu­len.

Ein Not­fall in der Geburts­hil­fe stellt sowohl für die wer­den­de Mut­ter und ihr Neu­ge­bo­re­nes als auch für die betreu­en­de Heb­am­me eine her­aus­for­dern­de Aus­nah­me­si­tua­ti­on dar. Um die Gesund­heit und das Leben von Mut­ter und Kind zu schüt­zen, ist ein ver­sier­tes und siche­res Han­deln der Heb­am­me uner­läss­lich. Daher ist es wich­tig, dass Heb­am­men regel­mä­ßig ihr not­fall­spe­zi­fi­sches Know-how erwei­tern und trai­nie­ren.

Das Pro­jekt bot allen Heb­am­men im Land­kreis die Mög­lich­keit, an maß­ge­schnei­der­ten Not­fall­trai­nings teil­zu­neh­men, die auf ihre indi­vi­du­el­len Tätig­keits­be­rei­che – sei es im Kreiß­saal, bei Haus­ge­bur­ten oder in der Wochen­bett­be­treu­ung – aus­ge­rich­tet waren. Die­se wur­den in Zusam­men­ar­beit mit der Arbeits­ge­mein­schaft für Akut- und Not­fall­me­di­zin Fürth e.V. umge­setzt.

Um auch die psy­chi­sche und emo­tio­na­le Belas­tung der Heb­am­men in not­fall­be­ding­ten Aus­nah­me­si­tua­tio­nen zu berück­sich­ti­gen, wur­de das Pro­jekt ergänzt um ein spe­zi­el­les Super­vi­si­ons- und Coa­chin­g­an­ge­bot durch Bian­ca Kel­ler von der Deut­sche Gesell­schaft für Super­vi­si­on und Coa­ching e.V. – Netz­werk „Super­vi­si­on mit Heb­am­men in der DGSv“. Neben spe­zi­fi­schen Kennt­nis­sen in der Not­fall­kom­mu­ni­ka­ti­on, wur­den den Teil­neh­me­rin­nen hier eben­falls Stra­te­gien der (Selbst)-Fürsorge zur Prä­ven­ti­on von gesund­heit­li­chen Fol­gen ver­mit­telt.

Die Fort­bil­dungs­an­ge­bo­te wur­den von den Heb­am­men sehr dank­bar ange­nom­men und durch­wegs posi­tiv bewer­tet.

Das Pro­jekt „Frau­en­ge­sund­heit in der Geburts­hil­fe“ leis­tet einen wert­vol­len Bei­trag zur Ver­bes­se­rung der Heb­am­men­wei­ter­bil­dung und zur Sicher­stel­lung einer hohen Ver­sor­gungs­qua­li­tät in der Geburts­hil­fe in unse­rer Regi­on.

Bild­un­ter­schrift: Wäh­rend der Not­fall­trai­nings wur­de bei­spiels­wei­se die Reani­ma­ti­on von Säug­lin­gen geübt. Foto: Clau­dia Jun­ge