Grund zum Feiern: 152 Gärtnerinnen und Gärtner erhalten

von | 29. Juli 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Meis­ter­brie­fe, 27 Jahr­gangs­bes­te auch Meis­ter­prei­se

Kirch­heim, Lkr. Mün­chen (red). Auch in den „grü­nen Beru­fen“ ist die Meis­ter­ur­kun­de ein sehr belieb­ter, häu­fig ange­streb­ter Abschluss. Sie beschei­nigt nicht nur fach­li­ches Kön­nen, son­dern auch Kom­pe­tenz in Berei­chen wie Unter­neh­mens- und Mit­ar­bei­ter­füh­rung. Außer­dem ver­brieft sie die fach­li­che Eig­nung zum Aus­bil­den von Berufs­nach­wuchs.

Stell­ver­tre­tend für Land­wirt­schafts­mi­nis­te­rin Michae­la Kani­ber über­reich­te Amts­chef Hubert Bittl­may­er heu­te im Kirch­hei­mer Bür­ger­saal auf
dem Gelän­de der Gar­ten­schau 25 Gärt­ne­rin­nen und 127 Gärt­nern ihre Meis­ter­brie­fe. Die 27 Jahr­gangs­bes­ten, dar­un­ter auch zwei Fach­agrar­wir­te Baum­pfle­ge, erhiel­ten zudem den Meis­ter­preis der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung in Form einer Urkun­de nebst Medail­le. Zudem erhal­ten alle Absol­ven­ten mit Wohn- oder Betriebs­sitz in Bay­ern, wie üblich, den soge­nann­ten Meis­ter­bo­nus der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung. Die­ser Bonus – eine finan­zi­el­le Aner­ken­nung für die bestan­de­ne Meis­ter- oder ver­gleich­ba­re Fort­bil­dungs­prü­fung in Höhe von der­zeit 3.000 € — wird vom Frei­staat seit Sep­tem­ber 2013 aus­ge­reicht.

Anläss­lich der fei­er­li­chen Ver­lei­hung sag­te Land­wirt­schafts­mi­nis­te­rin Kani­ber: „Die Meis­ter­brie­fe, die die Absol­ven­ten der drei gar­ten­bau­li­chen
Fach­schu­len in Lands­hut, Fürth und Veits­höch­heim heu­te bekom­men haben, sind der ver­dien­te Lohn für deren hohe Ein­satz­be­reit­schaft. Die frisch geba­cke­nen Gärt­ner­meis­te­rin­nen und ‑meis­ter haben sich damit opti­ma­le Vor­aus­set­zun­gen für ein erfolg­rei­ches Berufs­le­ben erar­bei­tet. Denn ein Meis­ter­ti­tel ist der krö­nen­de Abschluss einer anspruchs­vol­len Aus­bil­dung und attes­tiert exzel­len­tes Fach­wis­sen.“ Die Minis­te­rin bat die Absol­ven­ten zudem, ihr Wis­sen wei­ter­zu­ge­ben und sich selbst in der Aus­bil­dung zu enga­gie­ren: „Geben Sie neben Ihrem Wis­sen vor allem auch Ihre Begeis­te­rung für den Beruf an die nächs­ten Gene­ra­tio­nen wei­ter. Nach­wuchs­wer­bung durch die Pro­fis selbst ist für die Betrie­be heu­te unab­ding­bar.“

In die­sem Jahr kom­men 106 der neu­en Meis­te­rin­nen und Meis­ter aus dem Gar­ten- und Land­schafts­bau, 12 aus dem Zier­pflan­zen­bau und 10 aus dem Bereich Baum­schu­le; auch 2 Stau­den­gärt­ner und 22 Meis­ter aus der Fachspar­te Gemü­se­bau wur­den aus­ge­zeich­net. Und nach­dem die drei gar­ten­bau­li­chen Fach­schu­len des Frei­staa­tes auch außer­halb der weiß-blau­en Gren­zen einen aus­ge­zeich­ne­ten Ruf genie­ßen, stam­men 22 der Absol­ven­ten heu­er aus ande­ren Bun­des­län­dern: unter ande­rem aus Baden-Würt­tem­berg, Hes­sen, Rhein­land-Pfalz, Nord­rhein-West­fa­len und Nie­der­sach­sen. Zwei Absol­ven­tin­nen kom­men aus Luxem­burg und Tan­sa­nia.

Gera­de in Zei­ten des Kli­ma­wan­dels gewin­nen Gär­ten und Gar­ten­an­la­gen enorm an Bedeu­tung, zum Bei­spiel als küh­len­de Oasen. Des­halb sind fun­dier­te gar­ten­bau­li­che Kennt­nis­se von größ­ter Wich­tig­keit, so Staats­mi­nis­te­rin Kani­ber. „Des­halb mei­ne herz­li­che Bit­te an die neu­en  Gärt­ner­meis­te­rin­nen und ‑meis­ter: Enga­gie­ren Sie sich in unse­ren Städ­ten und Gemein­den. Zei­gen Sie den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, wie sie ihre Umge­bung trotz Kli­ma­wan­dels lebens­wert gestal­ten kön­nen. Beim Anle­gen neu­er Gär­ten soll­ten Pflan­zen im Vor­der­grund ste­hen, nicht Stei­ne, damit Insek­ten und Vögel ein Zuhau­se fin­den. Dass der gesam­te The­men­kom­plex für die Bür­ger von gro­ßem Inter­es­se ist, zeigt sich täg­lich an den Besu­cher­zah­len unse­res Kli­ma­gar­tens am Land­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um in Mün­chen.”

Bild­un­ter­schrift: Das Bild zeigt Amts­chef Hubert Bittl­may­er (1.v.li.) gemein­sam mit den bes­ten Gärt­ner­meis­te­rin­nen und ‑meis­tern. Foto: Tobi­as
Hase/StMELF