Gottesdienst zum Abschluss der Ausstellung für ein sicheres Zuhause in der Stadtkirche Gunzenhausen
Gunzenhausen — Die Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit Gunzenhausen des Diakonische Werks Südfranken veranstaltete am vergangenen Sonntag in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde im Rahmen einer Wanderausstellung zum gesellschaftlichen Tabu-Thema häusliche Gewalt einen besonderen Gottesdienst.
Die gut besuchte Veranstaltung in der Stadtkirche wurde von Pfarrerin Stefanie Fischer und Sozialpädagogin Irene Rottler gemeinsam mit weiteren Mitwirkenden wie einem Querflöten-Solisten mit emotionaler Tiefe und harten Fakten abwechslungsreich gestaltet.
Beide haben damit auf dieses für Betroffene komplexe Thema aufmerksam gemacht und klar Position bezogen, dass es eben kein Randthema ist, Gewalt keine Lösung ist und frühzeitige Hilfe im Netzwerk zwischen Kirche, Diakonie, Staat und Zivilgesellschaft geschaffen werden sollten, damit jede*r Betroffene zu einem gewaltfreiem Leben finden kann.
Die Ausstellung ist von bis einschließlich 30.6.26 zu den Öffnungszeiten der Evang. Stadtkirche St. Marien zugänglich.
Die Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Weißenburg und Schwabach, sowie die Leiterin des Frauenhauses Schwabach waren auch nach dem Gottesdienst als Ansprechpartnerinnen präsent und bereicherten die Aktion mit aktuellen Broschüren und Plakaten.
Im eigens für den Gottesdienst vor dem Altar eingerichteten „Seelsorge-Wohnzimmer“ kamen in einem Interview durch die Pfarrerin Frau Fischer drei Betroffene zu Wort, wie sie die häusliche Situation erlebt und vor allem was besonders hilfreich war, die Gewalt loszuwerden.
Wer Betroffene in finanzieller Notlage unterstützen möchte, kann auf das Spendenkonto der Diakonie Südfranken bei der Sparkasse Mittelfranken Süd IBAN D76 7645 0000 0000 0270006 mit dem Verwendungsweck „Frauen in Not“ seinen (kleinen) Beitrag leisten, dass ein Leben in einem sicheren Zuhause gelingen kann.
Bildunterschrift: Mitwirkende beim Anspiel zum Themeneinstieg: (v. l.) Marlene, Irene Rottler, Stefanie Fischer und Dilana. Foto: Diakonie


