Hochkarätiger Besuch in der Fachakademie für Sozialpädagogik Hensoltshöhe

von | 7. August 2024 | Altmühlfranken, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Weißenburg

Reger Aus­tausch zur IST-Situa­ti­on und zur Zukunft der Erzie­her­aus­bil­dung

Gun­zen­hau­sen – Die Fach­aka­de­mie für Sozi­al­päd­ago­gik der Stif­tung Hen­solts­hö­he durf­te hohen Besuch emp­fan­gen: Die Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Wolf­gang Hau­ber (Freie Wäh­ler) und Hel­mut Schnotz (CSU) sowie Land­rat Manu­el West­phal (CSU) infor­mier­ten sich vor Ort in Gun­zen­hau­sen
über die aktu­el­le Situa­ti­on und die Her­aus­for­de­run­gen in der Aus­bil­dung neu­er Fach­kräf­te im Erzie­hungs­be­reich.

In Gesprä­chen mit der Lei­tung der Fach­aka­de­mie Chris­tia­ne Bor­chert und Mar­tin Schim­mel­schmidt sowie Wolf­gang Becker, dem Vor­stands­vor­sit­zen­den der Stif­tung Hen­solts­hö­he als Trä­ger der Ein­rich­tung, wur­den umfas­sen­de Infor­ma­tio­nen über die Fach­aka­de­mie und deren Umgang mit dem her­aus­for­dern­den gesell­schafts- und bil­dungs­po­li­ti­schen Umfeld aus­ge­tauscht. Die Fach­aka­de­mie für Sozi­al­päd­ago­gik, die sich in frei­er Trä­ger­schaft der Stif­tung Hen­solts­hö­he befin­det, bil­det der­zeit fast 230 Stu­die­ren­de aus. Die Ein­rich­tung mit fast hun­dert­jäh­ri­ger Tra­di­ti­on und einem dezi­diert christ­li­chen Pro­fil ist für die hohe Qua­li­tät ihres Bil­dungs­an­ge­bo­tes bekannt.

Die Räum­lich­kei­ten sind abso­lut zeit­ge­mäß, hell und tech­nisch bes­tens aus­ge­rüs­tet. In Lauf­wei­te befin­det sich ein Wohn­haus für Schü­ler-Wohn­ge­mein­schaf­ten, vor der Tür gibt es aus­rei­chen­de Park­mög­lich­kei­ten. Auch das Außen­ge­län­de ist gepflegt und sehr anspre­chend gestal­tet. Die Vor­aus­set­zun­gen für eine opti­ma­le Aus­bil­dung von Nach­wuchs­er­zie­he­rin­nen und –erzie­hern sind alle vor­han­den und die­se zukünf­ti­gen Fach­kräf­te sind ent­schei­dend für die Bewäl­ti­gung des Fach­kräf­te­man­gels im Bereich der Erzie­hung, der lan­des­weit zu spü­ren ist.

Wäh­rend des Besuchs wur­de auch deut­lich, dass die Erzie­her­aus­bil­dung vor erheb­li­chen Her­aus­for­de­run­gen steht. Obwohl der Bedarf an qua­li­fi­zier­ten Fach­kräf­ten in der Erzie­hung ste­tig steigt, ver­zeich­nen die Fach­aka­de­mien kei­ne ent­spre­chen­de Zunah­me der Stu­die­ren­den­zah­len.
Dies führt zu einer wach­sen­den Besorg­nis, dass die drin­gend benö­tig­ten Fach­kräf­te auch künf­tig nicht aus­rei­chend zur Ver­fü­gung ste­hen könn­ten. Über die letz­ten Jah­re wur­den die Ange­bo­te an Aus­bil­dungs­plät­zen folg­lich lan­des­weit erheb­lich erwei­tert. Auch bei der Fach­aka­de­mie der
Hen­solts­hö­he wur­de die Kapa­zi­tät bereits 2017 auf bis zu fast 300 Schü­lern erhöht, aller­dings ohne die­se Stu­di­en­plät­ze voll ver­ge­ben zu kön­nen.  Mitt­ler­wei­le wur­de die Aus­bil­dungs­dau­er bay­ern­weit von fünf auf vier Jah­re ver­kürzt, um die Attrak­ti­vi­tät zu stei­gern. Vor­der­grün­dig wur­de viel für die Erzie­her­aus­bil­dung getan, aber mehr Schu­len heißt nicht auto­ma­tisch mehr Men­schen in Aus­bil­dung, denn die Schü­ler­zah­len sind all­ge­mein rück­läu­fig.

Die Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten und der Land­rat zeig­ten gro­ßes Inter­es­se an den Anlie­gen der Fach­aka­de­mie und ver­spra­chen, die The­ma­tik mit in ihre poli­ti­schen Gre­mi­en zu neh­men. Sie beka­men von ihren Gast­ge­bern deut­lich vor Augen geführt, wie wich­tig es ist, die Aus­bil­dung in der
Sozi­al­päd­ago­gik wei­ter zu stär­ken, ohne die hohe Qua­li­tät der Aus­bil­dung zu ver­rin­gern. Schul­lei­te­rin Chris­tia­ne Bor­chert füg­te hin­zu: „Wir müs­sen sicher­stel­len, dass jun­ge Men­schen die not­wen­di­ge Unter­stüt­zung und die rich­ti­gen Anrei­ze erhal­ten, um die­sen wich­ti­gen Beruf zu
ergrei­fen.“

Auch Stif­tungs­vor­stand Wolf­gang Becker unter­strich die Bedeu­tung der Fach­aka­de­mie für die Regi­on. „Die Arbeit, die hier geleis­tet wird, ist von gro­ßem Wert. Wir müs­sen gemein­sam Wege fin­den, um mehr Men­schen für die­sen Beruf zu gewin­nen, damit das bereits sehr gute Ange­bot der
Fach­aka­de­mien stär­ken und somit den Bedarf an Fach­kräf­ten lang­fris­tig decken.“ Die Fach­aka­de­mie für Sozi­al­päd­ago­gik hofft, dass durch das Enga­ge­ment der Poli­tik die not­wen­di­ge Auf­merk­sam­keit und Unter­stüt­zung für die Aus­bil­dung von Sozi­al­päd­ago­gen gestei­gert wird, um den drin­gend benö­tig­ten Zuwachs an Fach­kräf­ten zu errei­chen.

Bild­un­ter­schrtift: Die Lei­tung der Fach­aka­de­mie und der Hen­solts­hö­he freu­te sich über den hoch­ka­rä­ti­gen Besuch (v. l. Mar­tin Schim­mel­schmidt, Chris­tia­ne Bor­chert, MdL Hel­mut Schnotz, Land­rat Manu­el West­phal, MdL Wolf­gang Hau­ber und Stif­tungs­vor­stand Wolf­gang Becker. Foto: Micha­el Thum­mert

Stif­tung Hen­solts­hö­he
Die Stif­tung Hen­solts­hö­he ist ein Dia­ko­nie­werk und ein geist­li­ches Zen­trum im mit­tel­frän­ki­schen Gun­zen­hau­sen. Sie führt die über  115-jäh­ri­ge Tra­di­ti­on des Gemein­schafts-Dia­ko­nis­sen-Mut­ter­hau­ses Hen­solts­hö­he fort. Im mis­sio­na­risch-dia­ko­ni­schen Auf­trag arbei­ten rund 550 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter in den ver­schie­de­nen Ein­rich­tun­gen. In Gun­zen­hau­sen betreibt die Stif­tung Hen­solts­hö­he eine Reha­kli­nik, eine Real­schu­le, eine Fach­aka­de­mie für Sozi­al­päd­ago­gik sowie ein Fami­li­en­zen­trum. In Nürn­berg führt sie ein Alten­heim für voll­sta­tio­nä­re und Kurz­zeit­pfle­ge. Auch in zwei Tagungs- und Gäs­te­häu­sern am Ammer­see und im All­gäu steht der Dienst am Men­schen im Vor­der­grund.