Strategiemeeting legt Grundlage für die nächsten zwei Jahre
Meinheim — Wie soll sich die ILE Altmühltal in den kommenden Jahren weiterentwickeln? Welche Themen sind für die Region besonders wichtig und bei welchen Projekten soll die interkommunale Zusammenarbeit künftig ansetzen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedskommunen Treuchtlingen, Pappenheim, Solnhofen, Langenaltheim, Alesheim, Markt Berolzheim, Dittenheim und Meinheim beim Strategiemeeting der ILE Altmühltal Anfang September 2026. Moderiert wurde das Treffen von Carina Steger und Maria König von FUTOUR — Umwelt‑, Tourismus- und Regionalberatung GmbH, die für die Umsetzungsbegleitung der ILE Altmühltal zuständig sind. Zudem wurde der Termin von Marlene Huschik vom Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken (ALE) begleitet.
Ziel des Treffens war es, die bisherige Arbeit der ILE zu reflektieren und die strategische Ausrichtung für die kommenden zwei Jahre zu überprüfen. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere die Inhalte des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) mit seinen verschiedenen Handlungsfeldern und den darin enthaltenen Projektideen.
Gemeinsam Schwerpunkte setzen
Im Rahmen des Strategiemeetings wurden die im ILEK festgehaltenen Projekte auf ihre Aktualität überprüft und ihre Priorität neu bewertet. Besonders hoch priorisiert wurden u.a.Projekte aus den Bereichen Energie und regionale Wertschöpfung, Mobilität, interkommunale Zusammenarbeit sowie Orts- und Innenentwicklung. Die Priorisierung stellt dabei noch keine Entscheidung über die Umsetzung einzelner Projekte dar, sondern bildet die Grundlage für die nächsten Schritte.
Im Zuge der Überprüfung wurde auch deutlich, dass sich bei einigen Themen die Rahmenbedingungen und Zuständigkeiten verändert haben: Die Förderung des Bewusstseins für das regionale Produkt Jurastein, die Unterstützung innovativer Industrie und von Start-ups sowie die Verbesserung der Wanderwegequalität und des Wegeverlaufs werden beispielsweise inzwischen auf Landkreisebene bearbeitet.
Damit wurde beim Strategiemeeting deutlich, dass Doppelstrukturen und die parallele Bearbeitung von Themen, die zwischenzeitlich auf anderer Ebene oder an anderen Stellen angesiedelt sind, vermieden werden sollen. Gleichzeitig will die ILE Altmühltal ihre Zusammenarbeit weiter intensivieren und ganz gezielt Projekte umsetzen, die einen nachhaltigen Mehrwert für die Region und ihre Bewohnerinnen und Bewohner schaffen. Als mögliche Ansatzpunkte wurden beispielsweise die gemeinsame Vermarktung regional erzeugten Stroms und der Aufbau von Bürgerenergiestrukturen, aber auch die gemeinsame Vergabe von Sanierungsarbeiten und die Weiterentwicklung von Mobilitätsangeboten betrachtet. Im Bereich Mobilität wäre eine Ausweitung bestehender Car-Sharing-Angebote auf weitere Kommunen denkbar. Im digitalen Bereich könnten bestehende Gemeinde-Apps möglicherweise stärker miteinander verknüpft oder perspektivisch vereinheitlicht werden. Darüber hinaus könnte die stärkere Verknüpfung touristischer Angebote für Wanderer und Radfahrer dazu beitragen, regionale Wertschöpfung zu fördern.
Eigene Website und Logo sowie Impulsbauberatung beschlossen
Neben der strategischen Diskussion wurden beim Treffen auch drei konkrete Vorhaben auf den Weg gebracht: Die ILE Altmühltal soll eine gemeinsame Website erhalten und künftig mit einem eigenen Logo auftreten. Ebenso soll eine Impulsbauberatung umgesetzt werden.
Die Beteiligtenversammlung beschloss einstimmig, die Erstellung einer Website zu vergeben und hierfür einen Förderantrag beim Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken zu stellen. Die Website soll künftig die gemeinsame Arbeit der ILE sichtbar machen und Informationen zu Projekten, Aktivitäten und insbesondere auch zum Regionalbudget gebündelt zur Verfügung stellen. Über das Regionalbudget können Kleinprojekte in der Region gefördert werden. Der aktuelle Förderaufruf läuft noch bis zum 16.
Oktober 2026. Für Rückfragen und weitere Informationen stehen FUTOUR unter ile-altmuehltal@futour.com sowie die Mitgliedskommunen zur Verfügung.
Auch die Erstellung eines eigenen Logos wurde einstimmig beschlossen. Die Gestaltung soll einen einheitlichen und wiedererkennbaren Auftritt der ILE Altmühltal ermöglichen. Als mögliche Gestaltungselemente wurden unter anderem der Flusslauf der Altmühl oder der Umriss der ILE-Region genannt. Auch für die Logoentwicklung ist eine Förderung durch das Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken vorgesehen.
Darüber hinaus soll auch die Impulsbauberatung als gemeinsames Vorhaben der ILE umgesetzt werden. Ziel ist es, Eigentümerinnen und Eigentümer bei der Entwicklung neuer Nutzungsmöglichkeiten für leerstehende oder ungenutzte Gebäude im Ortsinneren zu unterstützen und damit die Innenentwicklung in den Mitgliedskommunen zu stärken. FUTOUR begleitet die ILE Altmühltal auch bei diesem Vorhaben im Rahmen der Umsetzungsbegleitung. Wie Sie von diesem Vorhaben profitieren können, erfahren Sie noch dieses Jahr!
Bildunterschrift: (v. l. n. r.): Johannes Hummel (Dittenheim), Tobias Eberle (1. Bgm. Solnhofen), Günter Ströbel (1. Bgm. Dittenheim), Walter Otters (2. Bgm. Pappenheim), Alfred Maderer (1. Bgm. Langenaltheim), Helmut Zäh (1. Bgm. Alesheim), Ursula Waschkuhn-Hofmann (1. Bgmin. Markt Berolzheim), Maria König (FUTOUR), Wilfried Cramer (1. Bgm. Meinheim), Dr. Dr. Kristina Becker (1. Bgmin Treuchtlingen), Marlene Huschik (ALE Mittelfranken), Joachim Schröter (2. Bgm. Solnhofen)


