Jahreshauptversammlung der CSU Weißenburg — Berichte aus allen politischen Ebenen

von | 13. Mai 2024 | Altmühlfranken, Weißenburg

Emetz­heim (red). Kürz­lich fand die Jah­res­haupt­ver­samm­lung der CSU Wei­ßen­burg in der Rocken­stu­be in Emetz­heim statt. Im Rah­men der Ver­an­stal­tung konn­te Stadt­ver­bands­vor­sit­zen­der Klaus Drot­zi­ger Man­dats­trä­ger aus nahe­zu allen poli­ti­schen Ebe­nen begrü­ßen: Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter Artur Auern­ham­mer, Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Hel­mut Schnotz, Kreis­vor­sit­zen­de Kris­ti­na Becker und Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Tobi­as Kamm waren gekom­men, um die Wei­ßen­bur­ger CSU-Mit­glie­der über die aktu­el­le poli­ti­sche Situa­ti­on zu infor­mie­ren.

Stimm­kreis­ab­ge­ord­ne­ter Hel­mut Schnotz begann mit dem Bericht aus dem Land­tag, da er im Anschluss noch zu einer wei­te­ren Ver­an­stal­tung muss­te. Er sei in den Aus­schüs­sen Gesund­heit, Pfle­ge und Prä­ven­ti­on sowie Sozia­les. Im ers­te­ren beglei­tet er beson­ders die The­ma­tik “Kran­ken­haus­re­form im länd­li­chen Raum” sowie die Fra­ge der Heim­auf­sich­ten im Frei­staat. Im Sozi­al­aus­schuss steht für ihn die Kin­der­be­treu­ung und hier eine Reform des Kin­der­gar­ten­ge­setz­tes im Vor­der­grund. In einer von ihm mit initi­ier­ten Pro­jekt­grup­pe “Kom­mu­na­le Pra­xis” der CSU-Land­tags­frak­ti­on wol­len ehe­ma­li­ge Bür­ger­meis­ter und Land­rä­te ent­schei­dend mit dazu bei­tra­gen, Büro­kra­tie abzu­bau­en und Ver­ein­fa­chun­gen für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger auf allen Ebe­nen zu errei­chen. “Für eine gute Zukunft unse­rer Gesell­schaft ist es uner­läss­lich, sie von über­flüs­si­gen büro­kra­ti­schen Fes­seln zu befrei­en.”, so Schnotz.

Der Vor­sit­zen­de der Wei­ßen­bur­ger Stadt­rats­frak­ti­on, Tobi­as Kamm, berich­te­te im Anschluss über die aktu­el­len The­men im Stadt­rat und begrün­de­te die Stand­punk­te der CSU Frak­ti­on hin­sicht­lich der neu zu bau­en­den Kin­der­ta­ges­stät­te und dem Neu­bau des Bau­hofs.

Beson­de­res Augen­merk leg­te er dabei auf die anste­hen­de Ent­wick­lung des Sig­wart-Are­als, bei der noch in die­sem Jahr Grund­satz­ent­schei­dun­gen zu tref­fen sein wer­den. Er lud alle Anwe­sen­den dazu ein, mit Ideen und Wün­schen aktiv an ihn und sei­ne Frak­ti­ons­mit­glie­der her­an­zu­tre­ten.

Eine posi­ti­ve Bilanz zog Kamm beim Gas­s­la­bau­er-Park­platz. Auf­grund der star­ken Nut­zung ver­stum­men sei­ner Auf­fas­sung nach die Kri­ti­ker inzwi­schen zuneh­mend. In eini­gen Jah­ren, wenn die Park­plät­ze am Pro­gym­na­si­um sowie in der Ross­müh­le kom­plett weg­ge­fal­len sein wer­den, wird sich die Not­wen­dig­keit der neu ein­ge­rich­te­ten Park­flä­che noch ein­mal ver­deut­li­chen.

Zum Ende sei­nes Berich­tes ging er noch die The­men ein, die für Wei­ßen­burg und sei­ne Bür­ger in den nächs­ten Jah­ren wich­tig wer­den: Sei es die beson­de­re Rol­le, die Wei­ßen­burg bei der Wind­ener­gie zuge­dacht wird, oder aber die Chan­cen der kom­mu­na­len Wär­me­pla­nung.

Kreis­vor­sit­zen­de Kris­ti­na Becker erläu­ter­te in Stell­ver­tre­tung von Land­rat Manu­el West­phal The­men aus der Kreis­po­li­tik: die Gene­ral­sa­nie­rung des Wei­ßen­bur­ger Kli­ni­kums, die ärzt­li­che Ver­sor­gung im Land­kreis und die Inves­ti­tio­nen in die Land­kreis­schu­len.

Das The­ma „Chance.Natur“ wur­de von ihr eben­falls the­ma­ti­siert, was zu einer leb­haf­ten Dis­kus­si­on über ein mög­li­ches Nach­fol­ge­pro­jekt sowie all­ge­mein über künf­ti­ge Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gien für her­aus­ra­gen­de Kreis­the­men führ­te.

Im Hin­blick auf die in den nächs­ten Jah­ren anste­hen­den Wah­len und das Erstar­ken der AfD im Land­kreis beton­te die Kreis­vor­sit­zen­de, dass es wich­tig sei, mit allen Bevöl­ke­rungs­grup­pen das direk­te Gespräch zu suchen und Lösun­gen für kon­kre­te Pro­ble­me anzu­bie­ten bzw. zu erar­bei­ten.

Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter Artur Auern­ham­mer ergriff zuletzt das Wort. Er schlug in die glei­che Ker­be wie die Kreis­vor­sit­zen­de: Er dank­te zunächst dem Wei­ßen­bur­ger Stadt­ver­band für das gro­ße Enga­ge­ment und den Ein­satz für Wei­ßen­burg. Auch sei­ner Auf­fas­sung nach ist die Arbeit „vor Ort“ gera­de im Hin­blick auf die schlech­te Regie­rungs­ar­beit der Ampel-Koali­ti­on wich­ti­ger denn je.

Nach Auf­fas­sung von Auern­ham­mer hat die Ampel hat bei vie­len The­men kein Herz für länd­li­chen Raum. Als Bei­spiel hier­für nann­te er das Hei­zungs­ge­setz, das 49-Euro-Ticket, aber auch die feh­len­de Unter­stüt­zung für die hei­mi­schen Bau­ern­fa­mi­li­en. Das ein­zi­ge The­ma, bei dem die Ampel sich sofort einig war: Can­na­bis. Der Gesund­heits­schutz der Bevöl­ke­rung und gera­de von Kin­dern und Jugend­li­chen wird dabei völ­lig außer Acht gelas­sen.

Auern­ham­mer kri­ti­sier­te auch das von der Ampel ver­ab­schie­de­te neue Wahl­recht und hob dabei auf die aktu­ell anste­hen­de Über­prü­fung die­ses Geset­zes durch das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in Karls­ru­he ab. Sei­ne Kri­tik zielt dar­auf ab, dass auf­grund des aktu­ell gül­ti­gen neu­en Wahl­rechts man­cher direkt gewähl­te Abge­ord­ne­te aus Bay­ern nicht in den Bun­des­tag ein­zie­hen kön­nen wird und es dann für die­sen Wahl­kreis kei­nen Ver­tre­ter im Bun­des­tag geben könn­te.

Stadt­ver­bands­vor­sit­zen­der Klaus Drot­zi­ger nutz­te die Jah­res­haupt­ver­samm­lung um die anwe­sen­den CSU-Mit­glie­der auf die kom­men­den Wah­len ein­zu­stim­men. In sei­nen Aus­füh­run­gen spie­gel­te sich jedoch nicht nur die am 09. Juni 2024 anste­hen­de Euro­pa­wahl mit den dafür geplan­ten Infor­ma­ti­ons­stän­den auf dem Markt­platz, mit den dazu­ge­hö­ri­gen Pla­ka­ten und Groß­flä­chen­pla­ka­ten in Wei­ßen­burg und den Orts­tei­len wie­der. Drot­zi­ger ging auch schon auf die inner­halb der nächs­ten zwei Jah­re zu absol­vie­ren­den Bun­des­tags- (Herbst 2025) und Kom­mu­nal­wah­len (Früh­jahr 2026) ein.

Im Ein­klang zu den von Drot­zi­ger ange­kün­dig­ten Bun­des­tags­wah­len führ­te Geschäfts­füh­rer Chris­toph Schmidt als Wahl­lei­ter zwi­schen den Berich­ten der Man­dats­trä­ger sou­ve­rän die erfor­der­li­che Wahl von Dele­gier­ten durch. Die­se Dele­gier­ten wer­den von der CSU Wei­ßen­burg in die beson­de­re Kreis­ver­tre­ter­ver­samm­lung zur Nomi­nie­rung der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten ent­sandt wer­den. Schmidt konn­te dem Audi­to­ri­um nach dem Aus­zäh­len der Stimm­zet­tel mit­tei­len, dass alle vom Vor­stand vor­ge­schla­ge­nen Dele­gier­ten bzw. Ersatz­de­le­gier­ten mit gro­ßer Mehr­heit gewählt wor­den waren.

Mit Dank an alle Betei­lig­ten für die gute Unter­stüt­zung im letz­ten Jahr und der gleich­zei­ti­gen Bit­te, die CSU auch wei­ter zu unter­stüt­zen, been­de­te Drot­zi­ger nach einem lan­gen aber inter­es­san­ten Abend die Ver­samm­lung.

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Foto: CSU Wei­ßen­burg